Yerevan – the Big Surprise

(10. Oktober)

 

Frage an Radio Eriwan: Hätte man gedacht, dass dieser Ort zu den schönsten auf unserer Reise gehört? Im Prinzip schon, aber… Nein, mal im Ernst, Hand auf’s Herz, wer hat gewusst, wo Yerevan liegt? Gerade weil wir die Stadt auch nicht unbedingt auf der Rechnung hatten, sind wir umso begeisterter. Armenien selbst hat uns schon von der ersten Sekunde überzeugt. Die Fahrt dorthin über den Kaukasus und am Sevansee, dem zweithöchsten Gebirgsee der Welt, vorbei durch atemberaubende Landschaft, war ein Erlebnis. In Yerevan angekommen, haben wir vor einem Gebäude zufällig Militärkapellen und Gruppen traditionell gekleideter Menschen gesehen und haben dann erfahren, dass es sich um die Generalprobe für einen grossen Auftritt zum 2797. Stadtgründungsfest am nächsten Tag handelt. Dann haben wir mit dem Diamond House ein sehr schönes Hotel gefunden und haben uns schließlich aufgemacht, die Stadt zu erkunden. Wir konnten von Anfang an die gute Stimmung der Stadt spüren und haben uns wohl gefühlt. Nach einem vorzüglichen Sushi-Essen im Restaurant „SushiToria“ haben wir in der Nacht die Kaskade entdeckt, einen riesigen Treppenkomplex, in den immer wieder schön gestaltete Plateaus integriert sind. Wir sind die 558 Stufen hinaufgelaufen und haben den tollen Blick auf die Lichter der Stadt genossen. Nur den Berg Ararat, das Nationalsymbol Armeniens, konnten wir im Dunklen nicht sehen. Später gab es dann sogar ein Feuerwerk, das wir von der Kaskade aus gut sehen konnten. Während dem Feuerwerk gab es auch ganz bei uns in der Nähe einen Knall und einen Schrei. Zusammen mit vielen anderen sind wir dann hingegangen und sahen Scherben auf der Strasse vor einem Restaurant names Beijing. Die Scheiben des Restaurants waren alle rausgeflogen. Dann kam Polizei und Krankenwagen, es war wohl eine Gasexplosion. 

If you would have told us, Yerevan might be one of our absolute highlights of our journey, we might have daubted it. Let’s be serious, how many of us would even know, where exactly Yerevan is on the globe. Also we didn’t have it on the top of our list. The more we are excited now. We did like Armenia from entering the country. Already the way to Yerevan by crossing the caucasian mountains and along the shore of the lake Sevan, the second- highest mountain-lakes did excite us with stunning views. when we arrived in Yerevan,we did run into a courious event with military bands and groups in traditional dresses. We found out, that this was the rehearsal of the 2797 year foundation of Yerevan, which will be celebrated the next day. We then found a very nice hotel „Diamond House“, good located in the middle of the city. Then we had a very good Sushi dinner in the restaurant „SushiToria“. Later, in the night, we discovered the Cascade, a huge and very beautiful designed complex with integrated plateaus  and concert halls and a museum under its surface. We climbed up the 558 steps and were deep impressed by the view over the city. The mount Ararat, Armenia’s national symbol, we could not even see in the dark. While we enjoyed the view over the city, they did even burn a firework to welcome us. During this firework, there was also a bang and a cry very close to us. We followed the crowd to discover what happened and found glass on the street in front of the restaurand „Bejing“ and saw all it’s windows broken. Then police and ambulance arrived – no hectic – it was probably just a gas-explosion. Finally we went to our hotel pretty late. 

     
       

(11. Oktober)

Heute feiert Yerevan also seinen 2797. Geburtstag und das merkte man vom ersten Schritt aus dem Hotel. Von überall hörte man Musik und die Straßen waren voll mit Menschen, die ihre armenische  Fahne schwenkten und sie sich auf die Wangen gemalt haben. Es kam uns so vor, als würden sie sich wirklich freuen. Wir machten uns erstmal auf die Suche nach dem Ararat. Über eine Seitenstraße sind wir wieder auf die Kaskade gekommen und hatten diesmal eine noch bessere Aussicht. Die Bergkette, mit dem großen und kleinen Ararat, türmt sich hinter der Stadt auf. Der Blick war atemberaubend und gerade wenn man bedenkt, welche Mythen den Berg umgeben waren wir ganz hingerissen, so dass wir dort lange geblieben sind. Man hat das Gefühl, der 5000er würde direkt hinter der Stadt stehen. Aber die Wirklichkeit sieht leider anders aus, denn der Berg gehört heute zum Gebiet der Türkei. Die türkisch-armenische Grenze ist seit dem Konflikt um Bergkarabach geschlossen, also können die Armenier nicht zu ihrem Berg. Ich schreibe „ihr Berg“ da man deutlich spürt, dass der Ararat zu Armenien gehört. Gerade wenn man bedenkt, dass der Ararat für Muslime gar keine religiöse Bedeutung hat. Auf dem Weg nach unten haben wir bemerkt, dass unter den Stufen Rolltreppen und das „Cafesijan“ Museum untergebracht sind. Später haben wir uns noch einige Sehenswürdigkeiten Yerevans angesehen und Abends ein Open-Air Jazz-Konzert angehört. Anschließend haben wir in einer Bar mit vielen Armeniern Fussball geschaut.

Today Yerevan is celebrating it’s 2797th birthday. And we can see, hear and feel it everywhere. We stepped out of the hotel and could hear music and see happy people all around with the armenial flag in their hands or painted on their cheeks. But the first we wanted to see was the mount Ararat. So we went to the Cascades again and there it was – the big Mt.Ararat 5140 meters high, together with the small Ararat did rise just behind the city. The view and the myths that are surrounding it are completely taking us in. We spent hours with this view and the very special athmosphere.  You get the feeling, this mountain is rising direct behind the city of  Yerevan. But unfortunately the reality is different. Mt.Ararat is about 50 km away – and on Turkish territory.  Since the conflict about Nagorno-Karabakh in the early nineties, Turkey closed the border to Armenia, so the Armenians cannot even get to „their mountain“. I say it „their mountain“ as we could just feel it that Mt.Ararat belongs to Armenia. And even more considering that for Muslims it doesn’t even have any importance ( they also do believe in Noah’s Arch, but the mountain where they believe it’s stranded is Mt. Cudi Dağı, close to the syrian border). On our way down, we found out, that there are stairways and the „Cafesijan“ museum under the stairs. Later we did explore the city, visited the blue mosque, the opera and many more. In the evening we did listen to an open air jazz concert and later in the night we did watch football in a big bar. 

        

      

         

(12. Oktober)

Heute ist der normale Altag wieder in Eriwan eingekehrt und wir haben uns per Minibus auf den Weg zu einer der ältesten Kirchen gemacht. Etschmiadsin wird häufig als der „Vatikan von Armenien“ bezeichnet. Der König Trdat III hat 301 die armenische Kiche erfunden und sie als Staatsreligion eingeführt. Damit machte er Armenien, welches vorher von iranisch-zoroastrischen und hellenistisch-papanistischen Einflüssen bestimmt war, zum ersten christlichen Land der Welt. Die Anlage der Kathedrale von Etschmiadsin ist sehr ruhig und friedlich gelegen, die Kirche selber wurde seit dem 3. Jahrhundert mehrmals erneuert. Von dort brachte uns ein Taxi zu dem Punkt Armeniens, der dem Ararat am nächsten ist, dem Kloster Chor Virap. Es ist nur wenige hundert Meter von der gut bewachten türkischen Grenze entfernt. Weil es heute etwas bewölkt war, haben wir leider nicht den besten Blick auf den Berg gehabt. Eine Legende besagt, dass der König Trdat III an diesem Ort Gregor den Erleuchter 13 Jahre in einem tiefen Verließ eingesperrt hat, um ihn vom Christentum abzubringen. Da diese Folter Gregor nichts anhaben konnte und er sogar noch eine als unheibar geltende Hautkrankheit des Königs heilte, ließ sich der König taufen und machte das Christentum zur Staatsreligion. Das Kloster wurde im 17. Jahrhundert gebaut, aber eine Seitenkapelle hat zwei Löcher mit Leitern in die Tiefe. Die längere Leiter endet in einer Höhlenzelle, welche das Verließ des Gregor sein soll. Wir sind durch das enge Loch hinunter geklettert und haben uns einen Einduck verschafft, wie sich Gregor gefühlt haben könnte. Später haben wir eine Mitfahrgelegenheit zurück nach Yerevan bekommen und waren wieder Sushi essen.

Yerevan is back to normal and we left the city by minibus to visit one of the the oldest christian churches. Etchmiazin with it’s church from the early third century is the „Vatican“ of Armenia. In 301, the King of Armenia,  Trdat III converted Armenia and made it the world’s first christian country – converted from previous Iranian zoroastian and Hellenistic paganistic beliefs. The athmosphere was very peaceful there and also the church did impress us despite being rebuild several times since the 3rd century. From Etchmiazin we took a taxi to bring us to the spot in Armenia that is closest to Mt. Ararat – the monastery of Chor Viap. It’s just a few meters away from the heavily protected Turkish border. Unfortunately it was a bit foggy today, so we didn’t get the clear and bright view we had hoped for. A myth about Chor Viap tells that in 288, king Trdat III of Armenia did imprison Gregory the enlightener for 13 years in a cave there to break his belief in Christ. As he could not break his belief and Gregory even did cure him from a skin disease that was supposed to be not curable at that time, the king converted to Christianity himself and converted the whole country in 301. The monstery in Chor Viap was built in the 16th century but a side chapel is built above a cave, which is supposed to be the cave referred in the myth. Thru a narrow hole we could climb down and could get an impression how Gregory might have felt. Then we did get a hike back to Yerewan and had a good Sushi dinner in another Japanese restaurant. 

              

Durch’s wilde Kurdistan

(26. September)

Wir haben uns dazu entschieden, über Erzurum zu fahren. Der Umweg ist nicht zu groß und Erzurum ist eine Stadt mit 6000 Jahre langer Geschichte. Die Entscheidung hat sich schon auf dem Hinweg ausgezahlt, denn nach kurzer Zeit hat sich die Vegetation völlig geändert. Wir sind über einen Bergkamm gefahren und befanden uns im kargen, anatolischen Hochland. Mehrere Bergpässe brachten uns teils auf über 3000m. Immer wieder konnte man das weite Land überblicken. 

Erzurum liegt friedlich eingebettet zwischen bis zu 3000m hohen Bergen. Da der Tourismus der Stadt weitesgehend auf Wintersport ausgelegt ist, haben wir in einem Skiresort am Fuß des Mt. Palandöken, dem bekanntesten Skigebiet der Türkei übernachtet. Das Hotel liegt über der Stadt und unser Zimmer hat einen tollen Ausblick über die Stadt und die Umgebung geboten. In Erzurum findet man, teils auch mitten in der Stadt, einige zerfallene oder komplett zerstörte Häuser und Siedlungen vor. Der Grund dafür sind Erdbeben. 1939 sind über 40.000 Menschen bei einem Beben gestorben und auch später, etwa 1964 und in den 1980ern wurde die Stadt von Erdbeben erschüttert. Obwohl diese Erdbeben Jahrzehnte zurückliegen, sieht man wie gesagt an vielen Stellen noch deutliche Spuren. Sonst hat die Stadt uns aber sehr gut gefallen, sie ist sehr schön und gepflegt. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten, welche teilweise noch von den Römern, Seldschuken, Mongolen, Persern, Araber und Osmanen erbaut wurden.  

Spontaneously we decided to take the way to Erzurum, a city in the anatolian highlands with a history of 6000 years. Already the way from Trabzon to Erzurum rewarded us for the extra miles with breathtaking views and several passes of 3000 m altitude. Erzurum is located at almost 2000m and surrounded of 3000m mountains. With mount Palandöken of 3200m it’s the #1 ski destination in Turkey. With some luck we found a suite in the 5* Renaisance Resort including a stunning view over the city and the land around. Erzurum is a city with a good and welcoming athmosphere. It has many old buildings and ruins from the Romans, Seldschucks, Mongols, Arabs, Persians and of course the Ottomans. It had to suffer from a number of heavy earthquakes – the last big one was in the 80’s and we still could see many buildings and whole quarters broken down – and big ad’s from politicians, promising to rebuild everything (funny after 30 years 😉)

   
    
    
         

 (27. September)

Heute haben wir uns dann einige der Sehenswürdigkeiten angesehen. Wir waren in der „Yakutiye Medrese“, einer 1310 erbauten Koranschule. Heute ist es ein Museum für das Leben in der osmanischen Zeit. In der Mitte gibt es eine große, überdachte Halle, von der aus man in alle Richtungen, durch 1,30m hohe Türen in anliegende Räume gelangt. Beim Spazieren haben wir die Zittadelle der Stadt, von Kaiser Theodosius in Auftrag gegeben, gefunden. Im Innenhof gibt es einige Ausgrabungen und eine kleine Moschee. Am hinteren Ende steht ein Glockenturm. Eine kleine Tür war angelehnt, also sind wir hinein. Drinnen gab es kein Licht, weshalb wir uns im Dunklen eine kleine, steinerne Wendeltreppe hochtasten mussten. Oben ist der Turm aus Holz gebaut, welches an vielen Stellen schon ziemlich verrottet ist. Aber der Turm hat uns mitten aus der Stadt heraus einen wunderbaren Blick über das Tal von Erzurum ermöglicht. Abends sind wir im Stadtzentrum durch eine alte Mall mit dem Aufzug in ein Gebäude, in welchen sich in jedem Stockwerk eine Bar befindet. Wir haben im obersten Stock Billard und Bowling gespielt. Insgesamt war das Ganze ziemlich heruntergekommen, aber es war recht lustig.

Today we spend a relaxing day in Erzurum. The most interesting side was the „Yakutiye Madrasah“. Originally it was a Quran school, established in 1310; today it’s a museum about ancient life in Anatolia. It is the only Medrese with a roofed square it Anatolia. All the exhibition rooms have to be entered through doors, which are only 1,30m high. We also were impressed by the old roman castle, build by Emporer Theodosius, which has an wooden clock-tower. It offered us a beautiful view over the valley of Erzurum. In the evening, we had dinner at Pizzarro’s and then some fun with Bowling and Pool, in a run-down Building, right in the city center.

             

(28. September)

Weckruf um 5, um die Mondfinsternis über dem Tal von Erzurum zu verfolgen. Wir hatten eine tolle Sicht aus unserem Hotelzimmer.

Wake up call at 5 to see the lunar eclipse over the Valley of Erzurum, which we could perfectly see from our Hotel room.

  

Güle güle Türkiye! Mittags sind wir aus Erzurum Richtung Georgien weitergefahren. Über Kars, welches übrigens keine besonders sehenswerte Stadt ist, sind wir gegen 7:00 OESZ an der Türkisch-georgische Grenze angekommen. Hier haben wir ordentlich Probleme bekommen. Mehr dazu in Kürze.

Güle güle Turkey! Around noon we left Erzurum in direction Georgia via Kars, which does not offer many reasons for a stop. At around 7 pm local time we arrived at the georgian border. Here we did run into real problems. More info will follow in the next blog.

Entering Asia: Anatolia – Black Sea

(22. September)

Heute hieß es ciao Istanbul und weiter nach Osten. Vor der Abfahrt haben wir dem Auto übrigens noch ein Nazar Amulett gekauft, damit ihm ab hier nichts mehr passiert ;). Vom Hotel sind wir nach Taksim gefahren, um dort zu Frühstücken. Danach mussten wir uns wieder durch den Verkehr in Istanbul quälen. Nach einer geschlagenen Stunde haben wir es aus der Stadt geschafft und gemerkt, dass wir nun mit Asien die zweite Etappe unserer Reise erreicht haben – Anatolien. Über eine gute Autobahn ging es heute nach Safranbolu, einen kleinen Ort mit einer historischen Altstadt, welche sogar ein Weltkulturerbe ist. Hier entdecken wir auch eine Seidenstrassen-Karawanserei aus dem 17.Jh – wunderschön und sehr gut erhalten. Wir sind Abends über den wunderschönen, bunten Markt gelaufen, und haben einen Schlafplatz im „Huma Hatun“ Hotel, in einem der restaurierten Häuser gefunden.

Today is the day to say good bye to Istanbul and Europe and start the second step of our journey: Asia, Anatolia.  But before the start we did organize a beautiful Nazar amulet for our BMW, to make sure everything is going well on our journey. After more then one hour we made it out of Istanbul and reached  the highway towards Ankara. Our target for today is Safranbolu, a world heritage site and we are very happy that we made it to here. Beautiful restored buildings, a busy and colorful market, a silk-road caravanseray from the 16th century, also perfectly preserved. We even could find a place to stay in one of the old, beautiful houses, the „Huma Hatun“ hotel.

  
      
 

(23. September) 

Unser erstes Ziel war jetzt das Meer! Nach einer Stunde haben wir das schöne Amasra erreicht, ein kleiner Ort mit alter Burg an der Schwarzmeerküste. Wir haben die Stadt besichtigt und einen Çay am Strand getrunken, bevor es am Meer weiter nach Osten ging. Von hier an sind wir eine Küstenstraße am Meer entlang gefahren, welche in ständigen Serpentinen verlief, sodass sich jeder Kilometer nahezu ewig hinzog. Immer wieder ging es von Meereshöhe auf über 1000 Meter und zurück. Aber der BMW hat alles tapfer überstanden und wir würden trotzdem denselben Weg wieder wählen, da man die gesamte Strecke über einen wundervollen Blick über Berge und Meer hat. Wir haben immer wieder angehalten um hunderte Fotos zu schießen. Ohne bestimmtes Ziel haben wir versucht, möglichst weit zu kommen, bevor es dunkel wurde und haben mit etwas Glück İnebolu passiert und dort übernachtet. Als wir beim Abendessen übers Meer geschaut haben, war es ein seltsames Gefühl die Krim auf der anderen Seite des Meeres zu wissen.

Black Sea. We reached it at Amasra, a beautiful, little city with an old fortress, here we spent some time to stroll around before we started the costal road. This turned out to be very curvey, very bumpy and very much up and down – several times we did reach altitudes of >1000 meters. Our car had to be very brave and we did not make many kilometers today but had breathtaking views and did shoot hundreds of photos. A great and exhausting day. With luck we did find a place to stay at the shore in a village named İnebolu. If we thougt about it at our Dinner it was hard to imagine the Crimean Peninsula right on the other side of the Sea.

              

(24. September)

Nachdem wir im Meer gebadet haben, ging es weiter die Küstenstraße am Meer entlang. Nach weiteren Stunden Fahrt mit überwältigendem Ausblick haben wir Sinop erreicht. Von allen Städten, die wir an der Schwarzmeerküste gesehen haben, fanden wir Sinop am schönsten. Die Stadt ist auf einer Halbinsel gelegen und so von drei Seiten vom Meer umgeben. Es gibt eine alte, teilweise verfallene Stadtmauer und auf einem ihrer Türme hat sich ein nettes Cafe eingerichtet, von welchem aus man die Stadt gut überblicken kann. Nachdem wir Sinop gesehen und uns ein wenig gestärkt haben, ging es zur Abwechslung auf einer Schnellstraße nach Samsun, der größten türkischen Stadt am Schwarzen Meer. Coole Stadt mit einer langen Promenade, vielen Bars und Restaurants. Hier haben wir am Strand gegessen und im Internet ein Schnäppchen in einem Hilton Hotel gefunden. 

After swimming in the Black Sea, we kept on following the costal road to Sinop. We considered this as the finest city at the Black Sea shore so far. It’s on a peninsula, so you can see the sea from virtually everywhere. There is also an old fortress which gives a georgeous view in all directions. From Sinop there was a highway, which did bring us in only two more hours to Samsun, the biggest turkish city at the black sea. This is a cool city with a very long promenade full of bars and restaurants. Here we had dinner at the shore and also found a special offer in a hilton hotel. 

      

(25. September)

Von Samsun geht es weiter an der Küste. Hier war die Straße besser und weniger kurvig, aber an einigen Stellen ins Meer gerutscht und nur einseitig befahrbar. In Ordu haben wir eine Seilbahn gesehen und sind mit ihr auf einen Berg 450m über der Stadt gefahren. Die Fahrt wurde mit einem tollen Ausblick über das Meer und Ordu belohnt. Nach Ordu mussten wir entscheiden, ob wir direkt Richtung Armenien, mit der Küstenautobahn über Batumi und Georgien fahren, oder den Umweg über Erzurum und durch die Berge in Kauf nehmen sollten. Später müssten wir dann trotzdem über Georgien nach Armenien fahren, da die Türkei alle Grenzen zu Armenien geschlossen hat. Da es aber schon spät geworden ist, haben wir die Entscheidung vertagt und sind erstmal nach Trabzon gefahren um dort zu übernachten. Die Stadt war nicht unbedingt sehenswert, recht dreckig, unorganisiert und auch die Stimmung war nicht besonders gut. Ein starker Unterschied zu den bisherigen Erfahrungen.

From Samsun we continued our coastal drive. The street became far better and less winding, but on serveral areas it was broken down and sled down into the sea. In Ordu, also a nice town, there was a cable car which rewarded us with a great view from a mountain and a nice walk around. Here we also had to make up the decidion, which way we should take to Armenia – the highway along the shore via Batumi and Georgia, or thru the turkish mountains, Erzurum and then using the most southern border to Georgia, as all turkish borders to Armenia are closed. Because it was already pretty late, we decided to start this trip the next day and stay in Trabzon, which turned out to be a dirty, unorganized city with a somewhat aggressive athmosphere. Also the hotel we did find here was probably the worst on our journey so far.

   

   

İstanbul – Hello Asia II

(19. September)

Wir haben heute aus dem Hotel ausgecheckt und wohnen jetzt in der „old Town“ im Bezirk Fatih. Mithilfe der Verkehrsmittel-App für Istanbul, haben wir einen Bus gefunden, der uns genau vor dem neuen Hotel absetzen sollte. Allerdings haben wir nicht damit gerechnet, dass es den Straßennamen doppelt gibt, sogar die Querstraße ist zweimal vorhanden und so haben wir über eine Stunde hin und wieder zurück, für den eigentlich kurzen Weg gebraucht. Das Hotel hat aber eine tolle Lage, denn von hier aus können wir jetzt locker zu Fuß den großen Basar, die Hagia Sophia und die blaue Moschee erreichen.

Also haben wir uns auch gleich zum großen Basar aufgemacht, welcher aus vielen, verwinkelten Gängen besteht. Er ist ein gigantischer, überdachter Markt mit 4000 Geschäften und täglich einer halben Millionen Kunden – ein riesen Gedränge; zum Glück hat es in unseren Rucksäcken keinen Platz mehr 😉.

Today we had to check out our good armada pera hotel and moved to the „old town“ in the „Faith“ quarter. With the Istanbul app, we selected a bus that should bring us just to our new hotel. But we had to learn, that the address is existing twice and even the crossroad had the same name. So we had to take another bus back and reached our new hotel after more then one hour. The new hotel „doubletree“ is perfectly located in the old town, just across the grand bazar; also the Hagia Sophia and the other sightseeing targets are close by. We went to the Grand Bazar with it’s hundreds of small ways like a labyrinth, it’s 4000 stores and half a million customers every day. For god’s sake there is no space for shopping in our backpack’s 😏

  
  

Später haben wir auf den Tipp vom Maxi hin den „Valide Han“ gesucht. Es stellte sich als altes halbverlassenes Gebäude heraus, durch welches man zunächst in den vierten Stock hochgeht, an dunklen Räumen vorbei, in denen Leute Teppiche ausbessern oder Messing-Arbeiten verrichten, wie im Mittelalter. Am Ende des Ganges sitzt dann ein älterer Mann der uns gegen ein paar Lira eine Tür öffnet, über die man auf das Dach des Gebäudes gelangt. Von hier hat man einen wunderbaren Blick über Istanbul und befindet sich währenddessen mitten in der Stadt. Wir waren genau rechtzeitig zum Sonnenuntergang da, so hatten wir den Ausblick zuerst bei Tag und danach bei Nacht. Eine atemberaubende Stadt! Am Abend mussten wir herausfinden, dass die alte Stadt abends leider nicht so viel zu bieten hat, wie die anderen Stadtteile. Hier ist es sehr touristisch, es gibt fast keine guten Restaurants und Bars. Aber nach dem Essen haben wir eine super Konditorei  mit türkischen Süßigkeiten gefunden – lecker, lecker, lecker.

Following a tip from Maxi, we then searched after „Valide Han“. It was not easy to find and turned out as a big, old and almost rundown building. Through dark stairs and walkways, you first go up to the 4th floor, passing rooms, where people do copper or silver or textile repair work like 500 years ago. Then you come by an old man who is opening a door for a few Lira. The stairs behind bring you up to the roof of the building. From here you have a breathtaking view over the whole city. We just arrived there at sunset with its gorgeous light and stayed there with a few others until it was complete dark. For sure, Istanbul belongs to the best places in the world!    Later on our way back we had to learn, that the „old City“ is not as attractive as some other quarters. Very touristic. We could not find a nice genuine restaurant and went to one of these tourist places (which caused some days of suffering for dad). But on our way back to the hotel we found a great place with Turkish sweets and a good coffee. 

       

(20. September)

Heute war der Papa leider angeschlagen und ist lieber auf dem Hotelzimmer geblieben um sich zu erholen. Also bin ich allein zum Topkapı Palast gefahren. Er wurde schnell bald nach der Eroberung Istanbuls durch die Osmanen im 15. Jahrhundert errichtet und es haben bis zu 10.000 Menschen dort gelebt. Es kommt einem vor als würde man sich in einer eigenen Stadt in der Stadt befinden.
Später bin ich zum Hotel zurück und wir sind zusammen zum Essen nach Beyoğlu gefahren. Wir sind zu einem Lokal namens „No:19 Dining“ gefahren. Es ist ein echter Geheimtipp! Der Papa hat es sehr bedauert, noch nicht alle guten Sachen probieren zu können. Auch die Gegend ist super. Hier ist was los und man trifft kaum Touristen. 

Today dad didn’t feel well and preferred to stay in the hotel. So I went to the Topkapi palace on my own. It was established soon after the Osman took over Konstantinopel in 15th century as the home for the Sultan and his family. But with its more than 10.000 people, serving, protecting and supporting the Royal family, it was kind of a city in th city. Then I returned to the hotel and together we went to the restaurant „No:19 Dining“ in Beyoğlu. A real insider tip and dad was very sorry that he could not try out all the good things. Also the area is nice; lively and only few tourists.

  
    
  

(21. September)

Heute Morgen hat der Papa das Auto von der Werkstatt geholt. Wie sich rausstellte, war der Kühltank gerissen. Jetzt sollte alles wieder in Ordnung sein. Zurückgekommen ist der BMW außen und innen blitzblank geputzt! Onur und Mert von BMW Borusan haben da einen wirklich guten Job gemacht – und hatten sich obendrein noch toll um uns gekümmert.

Später sind wir zu einem Blumengroßmarkt etwas außerhalb gefahren und mussten einmal mehr feststellen, dass wir das Verkehrsmittelnetz immer noch nicht ganz verstanden haben. Nach ewigem Warten auf einen Bus sind wir letztendlich mit einem leıder überteuerten Taxi gefahren. Beim „Nema Bahçe Kulturleri“ wurde gerade ein LKW aus Holland entladen und wir konnten den Betrieb besichtigen – war sehr interessant! Abends sind wir noch einmal durch Beyoglu gelaufen, haben zufällig das Lokal vom Vortag wiedergefunden und der Papa konnte seine Versäumnisse aufholen 😉 das war jetzt unser letzter Abend in Istanbul. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Mal hier.

Finally our car was ready and we could take it from BMW. The overflow tank of tge cooling tank was broken. There was just one available in whole Turkey, which had to be sent from another city. The cooling system was fixed, the whole car was checked and perfectly cleaned inside and out – Onur and Mert from BMW Borusan really did a great job, and even more, they did perfectly take care for us. A big thank you!  

As it was late in the afternoon already, we parked the car in the hotel garage and went to a flower importer „Nema Bahçe Kulturleri“ on the Asian side by bus and taxi, where a big truck from the Netherlands arrived just some hours ago. So we could watch the unloading and the nice people there did show us their whole business. We took the bus for the long ride back to the city and landed in Beyoglu, close to the restaurant „No:19 Dining“ from yesterday. So dad did get another chance to try their yummy dishes. Then we did walk around a last time as this was our last day in Istanbul, but we are already looking forward coming back!

  

İstanbul – Hello Asia

(15. September)

Nach einer Stunde Fahrt durch den Stadtverkehr Istanbuls, welcher von bis zu sechsspurigen Straßen, auf denen allerdings bis zu zehn Autos nebeneinander fahren und jeder die Spur wechselt, wenn es ihm passt, sind wir in Beşiktaş angekommen. Hier wollten wir dann von einem Cafe oder Hotel aus nach Übernachtungen schauen. Gerade als wir das Auto parken wollten, ist Dampf aus der Motorhaube gestiegen! Wir haben das Auto abgestellt und von einem Hotel in der Nähe den ADAC kontaktiert. Besser gesagt einer hat sich um ein Hotel für die Nacht gekümmert, der andere um den ADAC. Nach langem telefonieren war dann ein Abschlepper organisiert, welcher in ein bis zwei Stunden da sein sollte. Der kam dann mitten in der Nacht und konnte kein Englisch oder sogar deutsch, weshalb wir uns mithilfe der Concierges, welche als Dolmetscher fungierten, mit ihm verständigen mussten. War aber ein netter Kerl und brachte das Auto ohne uns in eine BMW Werkstatt.

After a full hour driving in Istanbul on streets with up to six lines but ten or even more cars driving in parallel, everyone fighting for his space, we reached Beşiktaş. Here we planned to go to a hotel or cafe with Wifi and check for a hotel. Just when we were parking our car, steam came out from under the hood. We immediately stopped the engine and went to the luxury hotel Conrad nearby. From there we contacted ADAC and were happy, this happened on the European side, as the ADAC coverage is limited to Europe. They arranged the car to be towed to a BMW station, while we did organize a hotel. After ten or so calls everything was organized and the towing car should be there in one or two hours. Finally it arrived in the middle of the night and with the help of the hotel concierge, we could arrange that he is towing our car to BMW without us and we walk to our hotel (as the Conrad was far too expensive).

  

(16. September)

 

Mit dem öffentlichen Bus sind wir dann morgens eine Stunde zur im Norden der europäischen Seite gelegenen BMW-Werkstatt gefahren. Die ist riesig und sehr modern, nach einigem Suchen haben wir dann den anscheinend einzigen englischsprachigen Mitarbeiter gefunden, der sich sehr nett um uns gekümmert hat. So ein altes Auto kommt da scheinbar nicht so oft vor – er wollte es unbedingt seinem Chef zeigen und hat intensiv nach einem Mechaniker gesucht, der sich mit unserem alten Reisegefährten auskennt. Die sind allerdings so ausgebucht, dass sogar unser „Notfall“ bis morgen Nachmittag warten muss bevor sich jemand drum kümmern kann – wir müssen also ganz schön lange bangen, dass es keine allzugrosse Sache ist.

Also sind wir zurückgefahren, diesmal mit einem anderen Bus, der den ganzen Weg lang am Bosporus gefahren ist. Danach sind wir in ein sehr schönes Hotel, das „Armada Pera“ umgezogen, direkt am Taksim Platz. Hier haben wir zuerst eine Wäscherei und einen Friseur ausfindig gemacht. Den Rest des Tages sind wir dann in der Istiklal und Taksim Gegend rumgelaufen, haben nette Cafes gefunden und Backgammon gespielt. Wir sind einfach in das türkische Leben eingetaucht.

After we learned how to get a ticket, we took the public bus to the big and modern BMW station. Here we had to search around to find an english speaking person, who was very nice and supportive. Our 18 year old car was kind of a sensation there and even more after we told him, that we are planning to drive along the silk road. It took him some time to find a mechanic, familiar with our old model and as they were pretty busy, even our emergency has to wait one more day before they can check and decide what needs to be done. Long time for us before we know if we can afford the repair. So we took the bus back to the city. This bus did take all the way along the Bosporus and crossed both bridges. A perfect sightseeing trip for us. Next we were looking after a nice hotel and found the „Amada Pera„, close to Taksim place. A boutique hotel and former house of the sultan’s italian tailor, where we did feel like at hone. Then we found a laundry and a hairdresser, who treated us with a full „head wellness program“ to the entertainment of everyone around including us. The rest of the day, we explored the area, found nice cafes, a good vegetarian place for dinner and enjoyed the Turkish live. 


  

(17. September)
Heute sind wir von Beyoğlu über die Galata Brücke nach Eminönü gelaufen und mit der Fähre auf die asiatische Seite gefahren. Von dort sind wir mit Minibussen nach Çamlıca gefahren, einen auf einer Anhöhe liegenden Stadtteil. Dort haben wir  in einem Cafe den wunderbaren Blick über Istanbul genossen. Von Çamlıca haben wir versucht, zu Fuß und mit verschiedenen Bussen einfach im Norden wieder an den Bosporus zu kommen. In Küçüksu sind wir dann mit der Fähre wieder nach Europa gefahren und haben dort einen deutschen Unternehmensberater mit türkischen Wurzeln kennengelernt, mit dem wir dann in Emirgân an der Promenade Essen gegangen sind. Es war sehr nett und interessant die Sicht eines Deutsch-türken auf Deutschland und die Türkei kennenzulernen. Haben bis Mitternacht mit ihm zusammen alle Probleme der Menscheit ganz locker gelöst. 😉

Today we wanted to explore the Asian part of Istanbul. We walked over the Galata bridge to Eminönü and took a ferry across the Bosporus, where we walked around and then took a bus uphill to Çamlıca. There we found a cafe with a stunning view over the city. From there we walked and took a number of minibuses to Küçüksu, a small Bosporus harbor, where the riches have their houses direct at the seafront. From there the last ferry did bring us back to Europe. On this ferry we met a Turkish/German, who is running his own business consulting company and as it was too late to go to BMW, we went for dinner with him at the promenade in Emirgân and learned a lot about the current political and economic situation in Turkey and how the Turkish people see Erdogan and his party. It was already after midnight, when we finished our dinner and en passant had resolved all problems of mankind. 


(18. September)

Das heutige Programm war die historische Halbinsel, unterhalb des goldenen Horns. Über die Galata Brücke sind wir zur Hagia Sophia gelaufen. Ein sehr beeindruckendes Gebäude, außen ebenso wie innen. Es ist kaum zu glauben, dass dieses architektonische Wunderwerk vor über 1500 Jahren erbaut wurde. Besonders macht diesen Ort die Verbindung vom Christentum und dem Islam. Bis zum 15. Jahrhundert war die Hagia Sophia eine Kirche, danach eine Moschee. Kemal Atatürk hat aus der Mosche dann 1935 ein Museum gemacht. Eine tolle Gelegenheit, Christemtum und Islam zu versöhnen.

In the morning dad went to BMW and organized the repair of the cooling system, which should be done by Friday. The rest of the day, the historic peninsula was on our program. First we walked over the Galata bridge to the Hagia Sophia, which impressed us, even if we knew it from a visit a few years ago. The size of the building, its architecture inside and out – unbelievable how this could be done more than 1500 years ago. Impressive also its history. Until the 15th century it was a church and then it was converted to a Mosque after the Osman empire did take over the region. In 1935 Kemal Ataturk decided to convert it to a Museum – a perfect opportunity for a peaceful coexistence of Islam and Christianity. 

      

Später haben wir ein Restaurant mit Dachterasse gefunden, ziemlich genau zwischen Hagia Sophia und Blauer Mosee, mit einem super Blick auf beide Gebäude und die Stadt im ganzen. In die blaue Moschee sind wir allerdings nicht hineingekommen, weil dort gerade ein Gottesdienst stattgefunden hat. Also sind wir zu einer anderen Moschee und haben dort eine Khutba, die traditionelle Freitagspredigt leise von hinten beobachtet.

Later we found a rooftop-restaurant with a perfect view over the historic peninsula with Hagia Sophia and the Blue Mosque, up to the Asian psrt of the city. As they did not let us in into the Blue Mosque, we went to another Mosque close to the grand bazar, where we silently watched a Khutba, the traditional Friday service. 

 

Abends sind wir mit der Marmaray-Ubahn, welche unter dem Bosporus durchfährt, auf die asiatische Seite, nach Üsküdar, gefahren, um dort Abend zu essen. Danach im Dunklen mit der Fähre wieder über den Bosporus zurück.

In the evening we took the new Marmaray-subway under the Bosporus to Üsküdar on the Asian side, for dinner and then back with the Bosporus Ferry, passing two huge, illuminated cruise ships.