Wieder unterwegs – თბილისი (Tbilisi)

(8. Oktober)

  

Wie im Beitrag Big Trouble in Georgia beschrieben, ist es uns endlich gelungen, die Probleme in Akhalzikhe aus der Welt zu schaffen und wir können weiterreisen. Also haben wir uns am Morgen gleich auf den Weg nach Tiflis gemacht. An Borjomi vorbei, einem in schöner Natur gelegenen aber etwas seltsam wirkendem Kurort mit Heilquellen, führte uns der Weg nach Gori. Dies ist die Geburtsstadt von Josef Stalin. Über den Stalin Square sind wir zu seinem Geburtshaus gelaufen, welches von einem tempelartigen Pavillon überbaut, in der Mitte des Platzes steht. Dahinter das riesige Stalin Museum aus den 50ern, welches auf uns wie der Dogenpalast in Venedig wirkte. Nachdem wir uns alles ein wenig angesehen haben, haben wir seinen gepanzerten Salonwagen besichtigt, welcher als einzelner Wagon neben dem Museum steht. Wir fanden es erschreckend, wie groß der Zuspruch für Stalin hier ist. Nicht nur, dass überall Statuen von ihm stehen, auch sehr viele Menschen hier scheinen ihn zu bewundern. Als wir die Aufseherin des Wagons fragten, wie man einen solchen Massenmörder so bewundern kann, hat sie mit den Schultern gezuckt und meinte, „he’s my man“. Wir haben auch eine interessante Anekdoke über Stalins Tod erfahren: 1953 hatte er einen Schlaganfall. Nachdem sich aus Angst vor seinem willkürlichen Zorn erst nach Stunden jemand traute, dem im Schlafanzug am Boden liegenden Stalin zu helfen, konnte ihm das Leben nicht mehr gerettet werden.

As described in the chapter Big Trouble in Georgia, we finally could resolve our problems in Akhalzikhe and continue our journey. In the morning we started direction Tblisi. On our way we passed Borjomi, a somewhat courious Spa town, but located in great nature just at the beginning of Georgia’s biggest national park. Then we did a stop in Gori, the hometown of Josef Stalin. We walked along the Stalin square and found his house of birth at the end, a small house, which is now covered with a pavilion like a temple. Behind his house of birth, we dound the hughe Stalin museum, which we thought looks similar to the Palazzo Ducale in Venice. Then we had a look at his armed saloon coach, which is placed as a single waggon just next to the museum. To us this all gave a horrible feeling and we were wondering how the people here can honor this mass murder like a holy man. When we asked the guide in the salon coach, how she can worship a man that did kill so many people of his own, she ignored it and just said „he is my man“. We also learned the curious story about Stalin’s death. In March 1953 he suffered a stroke and his people found him lying on the floor in his pyjama. He was alive but could not speak. As they all feared his aggression and punishment if they might do anything wrong, it took hours until help arrived and his life could not be saved.

       

Später sind wir nach Tiflis weitergefahren. Nachdem wir bei der Botschaft waren, um uns für deren Hilfe zu bedanken, haben wir uns ein Hotel in der Nähe der Holy Trinity Church gesucht. Am Abend sind wir rumgelaufen und haben den Anblick der Stadt bei Nacht genossen. Schließlich haben wir das vegane non-profit restaurant „Kiwi Cafe“ gefunden und dort sehr gut gegessen. Anschließend sind wir in ein schönes Cafe namens „Leila“ gegangen. 

  Then we continued our way to Tblisi, where we spent a short visit to the embassy to say thank for their support in dad’s trouble and then looked for a hotel close to the Holy Trinity Cathedral. Finally we did an extensive walk around the city at night and had a yummy dinner at „Kiwi Cafe“ and closed the day with a turkish cafe in the real beautiful „Cafe Leila“.

       

      
 

(9. Oktober)

Heute haben wir uns darum gekümmert, wie wir nach Yerevan kommen können. Da am Samstag kein Zug fährt, haben wir entschieden mit dem Minibus zu fahren, um nicht noch einmal mit dem Auto nach Georgien einreisen zu müssen. Der Bus fährt morgen um 11:00 unweit unseres Hotels ab. Später sind wir mit der Seilbahn zur Narikala-Festung, welche oberhalb der Stadt gelegen ist, gefahren. Oben steht auch die „Mother of Georgia“, eine riesige Statue, die auf die Stadt hinabblickt. Wir sind zur Burg gelaufen, welche überraschenderweise nicht unbedingt touristisch ausgebaut ist, man klettert auf ungesicherte, verfallene Mauern und läuft auf Trampelpfaden durch den Burgkomplex. War aber toll, weil man fast überall an der Mauer oder auf Türmen den Blick über Tiflis geniessen kann. Was einem hier auffällt ist, dass es überall schöne, oft sehr moderne Gebäude gibt, aber dazwischen viel zu viele verfallene Gebäude und ungeteerte Straßen. Abends sind mit Levan essen gegangen, einem Freund unseres Verwandten Philipp, der uns bei unserem Problem in Akhalzikhe geholfen hat.

Today we looked up, how to travel to Yerevan. As we don’t want to enter Georgia by car again and no train is scheduled on saturday, we decided to go by Minibus. It will leave tomorrow at 11 am, not far from our Hotel. Later we went to the Narikala fortress by cable car, which is located above the city. Near the Fortress, the „Mother of Georgia“ is standing, a huge statue, overseeing Tbilisi. What we recognized here in Tblisi was the big effort to establish modern buildings and city infratructure on the one side but also a huge number of houses deteriorated buildings and many unpaved streets. In the evening we then met Lewan, a friend of our cousin Philipp, who was of great help with our Problem in Akhalzikhe. 

   

    
   

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