Privét Russia

Mt. Elbrus – Europes highest Mountain (5642m)

(19. Oktober)

Nach einem weiteren tollen Frühstück, bei dem wir unsere neuen Bekannten aus Aschheim wieder getroffen haben, machten wir uns für den nächsten, großen Abschnitt unserer Reise bereit. Zwischen der georgischen und der russischen Grenze warteten wir eine gute Stunde in der Autoschlange, mussten zwei mal Einreiseformulare für Ausländer ausfüllen und konnten schließlich an die russische Grenze. Alle Zöllner waren nett, gut gelaunt und wir kamen ohne Probleme durch die Kontrollen. So fuhren wir also ins größte Land der Erde – Russland! Nun galt es, das etwas gefährliche Tschetschenien, mit Beslan und Grosny, hinter uns zu bringen. Außer einigen Polizeikontrollen, von denen aber alle korrekt und freundlich verliefen, hatten wir keine Probleme. Einer den Polizisten bat uns sogar spaßeshalber, Angela Merkel von ihm zu grüßen. Über gute Straßen, mit Blick auf den Elbrus, Europas höchsten Berg, gelangten wir Nachts nach Mineralnyje Woda, wo wir übernachteten. Sehr schön war der Bahnhof, an dem wir den großen Stellenwert der Eisenbahn für Russland zum ersten Mal erkennen konnten.

Another great Rooms Hotel breakfast, where we met our new friends from Germany and exchanged some tips. Then we prepared ourselves for the next big step in our journey. The queue started miles before the border and it took us more then an hour before we reached the border and exited Georgia without problems. And to our delight also the immigration went without problems. We were greeted by a friendly female officer and also all other customs were very supportive. After just about one hour we had passed all controls and could enter the world largest country – Russia! Now we wanted to pass the north Caucasian area as fast and safe as possible, as all info we had was „it’s dangerous“. We decided to take the road to Stavropol, whith Chechenya to the east and Cherkessk to our west. But we still had to pass Chechenya via Wladikavkaz and Beslan and not far from Grozny. To our relief, we passed the area without any problem. Evenmore, the landscape with the big caucasian mountains – including Mt.Elbrus, Europe’s highest summit – on the one side and big, flat highlands was so beautiful, that we did many fotostops and also the people we met were kind and helpful. We had to pass a control point every few miles, but all police officers were kind and correct – one even asked us to greet Angela Merkel from him. Also the streets are of good quality. All in all, we had a positive impression about the „dangerous“ north Caucasus. When the night came up, we stopped in a city named „Mineral Water“ with a beautiful train station. We were lucky as both of the big long-distance sleeper-trains to and from Moscow just had their stop when we were there. We also found a brand new hotel „Versal“, a good choice for our first night in Russia.

  

(20. Oktober)
In Mineralnyje Woda machten wir dann heute einen Boxenstopp in einem großen, modernen BMW-Zentrum. Hier wurde nochmal alles gecheckt und die Kühlflüssigkeit komplett gewechselt. Stunden später ging es am Nachmittag weiter nach Stavropol. Zum Glück war der Weg nicht weit, so dass wir unser Ziel vor Einbruch der Dunkelheit erreichten. Im Internet hatten wir uns ein Hotel gesucht, dort eingecheckt und uns auf den Weg in die Stadt gemacht, um Abend zu essen. In der Innenstadt war nicht wirklich viel zu finden, aber wir haben einen echten Glücksgriff gemacht und im cool eingerichteten „the Royce“ gegessen. Zum ersten Mal war auf dem Menu komplett auf russisch und niemand sprach englisch, aber mit unserem Profirussisch und der Hilfe einer sehr netten Bedienung ist es uns am Ende gelungen, irgendetwas zu bestellen, was dann am Ende auch noch richtig lecker war. Um 21:45 haben wir uns mit unserem Essen an die Bar gesetzt und mit dem Barkeeper Champions-League Konferenz geschaut.

We started the day with a pit stop at a new and big BMW dealer, where the cooling system was checked and the cooling fluid completely renewed with original BMW. Finally a leak-check was done, and we got our car back clean and ready to go. As this did take more then half a day, we could go on only to Stavropol today, which we reached just when it turned dark. After we had checked in a hotel, we went to the city center, where we were lucky to find a cool place for dinner, „the Royce„. It did not only look cool, also the food was perfectly arranged and yummy. This was the first time, the menue was in Russian only and we could not find anyone to help us with translation, but the waitress was very kind and helpful and we composed a perfect dinner. At 21:45 we moved to the bar, where we watched the Champions-league conference together with the barkeeper, a lot of gestural language and fun.
 

(21. Oktober)

Am Morgen haben wir gepackt, um weiter nach Wolgograd zu fahren. Vor dem Hotel, unterm Auto, wieder eine Larche. Also haben wir im Internet BMW in Stavropol raus gesucht und sind hingefahren. Wieder ein moderner, großer Autosalon mit Werkstatt. Hier wurde er nochmals gecheckt. Als wir den BMW zurückbekommen haben, war es wieder Abend, aber wir haben uns trotzdem dazu entschieden, den langen Weg nach Wolgograd noch zu fahren, um Vorwäts zu kommen. Nach der Hälfte der Strecke ist es Dunkel geworden und in Wolgograd haben wir in ein Hampton eingecheckt. Um zum Hotel zu grlangen, mussten wir über 40km an der Wolga entlang durch die Stadt fahren und waren noch nicht einmal im Zentrum. Später sind noch ein wenig durch die Stadt gelaufen.

Same procedure as the day before. There was cooling liquid under our car. Looking for the local BMW dealer (and again the address given in the internet was wrong; again the BMW location was modern and big, and they checked everything again. And again it was late when we got our BMW back. As we didn’t want to loose another day we took the tough decision to drive all the way to Wolgograd, which we reached 570 km later without any problem at about 10pm. We checked in a Hampton hotel, which had routing information along the street for 40 km. Wolgograd is stetching along the western bank of the Wolga for about 80 km. As we couldn’d find sleep, we walked to the city center and then had dinner in the hotel. 

  
 

(22. Oktober)

Wie die letzten Tage auch, war am Morgen wieder ein Fleck unterm Auto. Also selbes Spiel nochmal, ins Internet und ab zu BMW. Heute haben sie ihm über Nacht behalten, um alles zu kontrollieren. Vorher sind wir noch in die Stadt gefahren und haben eine Wäscherei gesucht. Nach dem alle Infos im Internet falsch waren, sind wir in die Bibliothek und in eine Schule, wo uns ein netter, englischsprechender Junge anbot, uns zu einer Wäscherei zu fahren. Da diese ebenfalls nicht mehr existierte, sind wir in die Richtung seines Zuhauses gefahren, und dort unsere Wäsche abgegeben. Dann sind wir weiter ins Zentrum umgezogen, ins 100 Jahre alte, top renovierte Hotel „Volgograd“ Zum Abendessen haben wir ein Restaurant, etwas außerhalb rausgesucht, zu welchem wir mit dem Taxi wollten. Nach einiger Zeit haben wir von einem Mädchen erfahren, dass man Taxis anrufen muss. Also hat sie angerufen und wir haben sie direkt mitgenommen, da sie in die selbe Gegend musste. Sie und die Taxifahrerin waren beide überrascht, dass wir in diese Gegend fahren wollten, da sie meinten, dass es dort gefährlich sei, die Fahrerin redete immer wieder von der „little Mafia“. Am Ziel hat die besorgte Taxifahrerin angeboten uns wieder abzuholen, also haben wir eine Zeit vereinbart. Das Restaurant war eine Art Kantine in einer Schule, die nicht leicht zu finden war. Die Betreiberinnen des Ladens waren Anhänger der Sri Chinmoy Bewegung, einem bekannten indischen Guru, weshalb es nur vegetatisches Essen gab (gut für uns ;)). Der Laden war sehr einfach und alternativ, aber das Essen war richtig lecker. Außerdem haben wir hier erlebt, wie die Menschen leben. Später sind wir noch zur Wolga gelaufen, ihre Größe war beeindruckend, man fühlte sich eher wie am Meer.

Same situation as the days before – there was cooling liquid under our car. But today we had first to look for a laundry (which we found after about 2 hours of searching and asking and which did cost a fortune) and we changed hotel as we found the hotel „Volgograd“ a 100 years old and perfectly renovated Grand hotel in the city center. But then we again had to look for the local BMW dealer – this time the address did work first time and again it was very modern and big. After one hour of waiting they asked us to leave the car there overnight as they need to do more tests. It was already dark, when we came back to the hotel. In the internet we found a vegi place and looked for a taxi to go there. A young lady helped us and as it was on her way, she joined us. The place was about 10 km away and the driver said she would not go there as this is an area controlled by the „little mafia“. The place actually was a school and the restaurant more the cantina. It was managed by followers of Sri Chinmoy, a famous indian guru. It was „alternative“ and basic, but the food tasted very good and we liked it. The taxi waited for us as she wanted us to be safe – and the business. Back in the city, we went to the bank of the Wolga. Very impressive, and courious to see the other shore so far away and completely dark. Then we were looking for a nice bar, but as we didn’t find any, we just strolled around in the city and then went back to the hotel. 

       

(23. Oktober)

Nach dem Frühstück wurden wir von BMW angerufen. Sie meinten, dass einige Dichtungen porös seien und sie diese gern austauschen würden, was bis Dienstag dauern würde. Wir stimmten zu und mussten nun überlegen, was wir mit den freien Tagen anfangen sollten. Unsere erste Idee, Kasan, erwies sich als kompliziert, da es keine Direktflüge gibt und der Zug mindestens 23h fährt. Währenddessen haben wir den großen Hotspot der Stadt besucht, den Mamajew-Hügel, mit der „das Mutterland ruft“ Statue. Die Anlage wurde in den 1960ern gebaut, um dem Kampf um Stalingrad zu gedenken. Natürlich werden hier die Soldaten der roten Armee geehrt, die ihr Heimatland verteidigt haben, aber uns hat die Mahnung zum Frieden ein wenig gefehlt. Über einen langen Weg, über viele Treppen und einige Skulpturen gelangt man zur Statue. Der Weg ist von Schüssen, einschlagenden Raketen und Marschmusik untermalt. Die Statue selbst, mit ihren 85m eine der größten Statuen der Welt, wirkte auf uns vor allem agressiv. Sie hat ihr Schwert gehoben und ruft ihre Landsleute in den Kampf. Hier bekommt man ein Gefühl für die große Katastrophe Stalingrads, welche durch die deutsche Armee ausgelöst wurde. Aber wir hatten ein wenig das Gefühl, dass Krieg hier verherrlicht wird. Seltsam, wenn man bedenkt, dass an diesem Ort 700.000 Menschen ihr Leben gelassen haben. – Wir wollen euch ein paar Zeilen über unseren Eindruck von Wolgograd vermitteln: bisher ist das die Stadt die unsere Erwartungen einer typischen russischen Stadt am meisten trifft. Man merkt, dass noch der sowietische Hauch über der Stadt hängt. Andererseits gibt es unzählige westliche Geschäfte und riesige Malls, deren Waren sind allerdings unbezahlbar für den durchschnittlichen Bürger. Alle Menschen hier sind freundlich zu uns und haben ein positives Bild von Deutschland. Sie lieben ihre Stadt – bestes Zitat bisher: „I love my city, I even love it’s bad roads“. Und ja, die Straßen sind wirklich schlecht, man sagte uns es seien die schlechtesten in Russland und da könnte was dran sein. Auf Nachfrage erzählte man uns, dass Putin zwar Geld zur Verfügung stellen würde, es allerdings hier in der Korruption verschwinden würde. Am Abend haben wir Tonya, das Mädchen vom Vortag zum Essen getroffen und vieles über das deutsche und russische Leben ausgetauscht. Mittlerweise haben wir unsere Möglichkeiten für die nächsten Tage überdacht und uns für einen billigen Flug nach Moskau entschieden.

After breakfast, BMW called and informed us about the test-results and their plans to fix the problem by exchanging a series of gaskets, which we of course agreed to. But they have to wait for the parts, so we will not get our car back before Tuesday. While we visited the huge monument „motherland calling“, which was built in the ninteenhundredsixties to remind of the battle for Stalingrad. It is praising the winning red army and the hundreds of thousands of their soldiers of course, but we missed the calling for peace. It is placed on a hill and you walk towards a hughe stairway with sculptures about the battles and the related sounds towards the „Hall of Military Glory“, and from there to the 85m monument of the lady, calling with her sword. In fact, you get a feeling there about this big catastrophy, that was caused by the German army and did cost 700.000 lifes, but again we felt that overall this monument is glorifying war. – A few words about our impression from Wolgograd: Overall this was the city that did meet most of our expectation about Russian cities; still the athmosphere of former Soviet times is there around. Of course there are modern, western style shopping centers, but these are unaffordable by average people. The people, we met were not at all unkind to us or germans in general, just the opposite. They love their city and seem to be willing to accept the current economic problems, which we could feel here more then in the places, we visited before. They are suffering and complaining about their corrupt leaders and the bad city infrastructure (f.i. We were told in Stavropol, that Wolgograd has the worst streets in Russia, and tend to believe it is true). They are full of admiration for Putin („Putin did approve money to improve our streets and infrastructure, but our local politicians keep the money for themselves“) and are ready for an even worse economic situation this may cause. On the other hand, they are not negative against the US and seem to even admire the „Merkel Germany“. Maybe the best quote we have heard was: „I love my city, I even love it’s bad roads“.  –  As the weather turned to really bad and there is not enough to see in Wolgograd for another 4 days, we were evaluating our options and with some luck we found cheap tickets to Moscow for the next day, which we booked with patient support from the hotel team. Then we met for dinner with Tonya, the nice young lady from yesterday. She showed us a very good restaurant and we exchanged information about our families and life in Russia and Germany.
               


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