It’s not all bad in Georgia 

Wie ihr ja mitbekommen habt, haben wir jetzt sehr viel Zeit in Georgien und da der Papa in dieser Zeit auf freiem Fuß ist, hatten wir bis jetzt auch die Gelegenheit, einige Sehenswürdigkeiten der Gegend anzusehen. Am Dienstag haben wir in der Zeit zwischen zwei Terminen auf der Polizeistation die Burg Rabati besichtigt, welche sich auf einem Hügel in der Stadt befindet. Sie wurde im 13.Jahrundert errichtet und hat eine sehr wechselvolle Geschichte, was gut an den verschiedenen Stilrichtungen ablesbar ist. christliche, jüdische und muslimische Stätten wurden in ihr errichtet. Die Burg ist riesig, wurde in 2012 sehr aufwendig restauriert und beherbergt neben Wehrtürmen und Mauer den Bereich der Regenten aber auch Platz für tausende Bürger. Uns beiden hat die Anlage sehr gut gefallen, die Restaurierung ist gelungen, die doch sehr verschiedenen Gebäude ergeben ein schönes Gesamtbild. Später haben wir erfahren, dass die Gartenanlagen vom Mann unserer Dolmetcherin gepflanzt und gepflegt werden. Wir hoffen, die Bilder geben euch einen guten Eindruck über die Burg von Akhalzikhe. Und es kam noch besser, denn in der Burg gibt es ein sehr schönes Hotel, welches wir uns einige Nächte gegönnt haben. 

As you know, we now have much time to spend in Georgia and as Dad does not have to stay in prison during the court process, we were able to visit some of the interesting places, this area has to offer. On Tuesday, we used the freetime during two meetings with the police, to visit the castle Rabati, which is located on a hill above the city. It was built in the 12. century, and did see many changes in it’s history, as we could notice from christian, muslim and jewish buildings. The castle is huge, did not only provide space for the ruling family, but also for thousands of citizens and was extensively restored in 2012. For us, it was one of the sightseeing-highlights on our trip so far, since it contains many beautiful builings and corners. Later we found out, the nice garden area was done and is maintained by the husband of our translator. We hope, the pictures will help you to imagine the castle. Futhermore, we spent some nights in the beautiful hotel, located in the castle. 

               

Vor der Burg haben wir vor einigen Tagen noch einen sehr netten Radfahrer angesprochen, weil er eine südafrikanische Fahne am Rad hatte. Wie sich herausstellte, macht er eine 3 Jahre dauernde Weltreise mit dem Fahrrad und lebt dabei von nur 5 Euro am Tag! Wir haben ihn zum Kaffee eingeladen und uns sehr nett unterhalten.

Some days later, we met a very nice southafrican cyclist, who is on a tour around the world, with 5 Euros a day. 

 
Am Freitag sind wir auf Empfehlung von einigen Leuten ins etwa 50km entfernte Wardsia gefahren. Hierbei handelt es sich um eine Stadt, welche im 12. Jahrhundert aus Höhlen in einer Felswand gebaut wurde, ähnlich wie Kappadokien und einmal von 50.000 Menschen Menschen bewohnt war. Es gab unter anderem eine Bibliothek, eine Kirche, Bäckereien und Wasserleitungen aus Keramik. Heute leben nur noch einige Mönche in Wardsia! Denn nach einigen Erdbeben sind heutzutage nur noch etwas über 700 Räume erhalten. Diese zu besichtigen war aber dennoch großartig, man hat einen tollen Ausblick über das Tal und es ist unglaublich, wie Menschen damals in der Lage waren, so etwas zu errichten. 
Following a hint from locals, on Friday we went to Wardsia, about 50km away. This is a whole city in a rock – similar to Cappadocia. It was buil in the 11 century,  hostet up to 50.000 people and was once center of economy, regigion and science in the area. They did have a library, a church in a cave, bakeries and waterpipes made of ceramic. After several devastating earthquakes, today only about 700 „apartments“ are left and only a few monks are still living there. But it is still a breathtaking experience to go there and see the many stairs and buildings – and the georgeous view over the valley. Almost unbelieveable what the people in this area were able to do – almost 1000 years ago.

               

Um die letzte, große Sehenswürdigkeit der Gegend noch zu sehen, haben wir uns am Samstag mit dem Auto nach Saphara aufgemacht. Es ist zwar nur 10 km entfernt, allerdings bestehen diese aus ungeteerten Kieswegen, auf welchen man in nicht viel mehr als Schrittgeschwindigkeit vorankommt. Irgendwann haben wir es dann sufgegeben , mit dem Auto weiterzufahren, haben es abgestellt und haben versucht zu laufen und zu trampen. Nach ein paar Kilometern hat sich dann ein Kleinbus unser erbarmt – der mit ca 25 Kindern und Lehrere ohnehin schon überfüllt war. Es war eine Schulklasse aus dem 5 Std. entfernten Zalendschicha. Der Weg zum Kloster Saphara war dann noch weiter als gedacht aber die Stimmung im Bus war so gut, dass wir das gar nicht störte. Das Kloster, dessen Anfänge ins 9.Jahrhundert zurückreichen, dessen heutiger Bau im 12.Jahrhundert errichtet wurde und schon etliche Erdbeben überstanden hat, liegt idyllisch eingebettet in einem Berghang im Wald. Es war den Besuch wirklich wert, zusammen mit dem grandiosen Ausblick. Auf dem Rückweg ist dann ein Unwetter aufgezogen und wir hatten den ersten Schnee auf unserer Reise. Abends haben wir den Bus vor einem Hotel in der Stadt den Bus wieder gesehen, haben der Klasse einen Menge Süßigkeiten vorbei gebracht und nochmal eine Menge Spass mit ihnen gehabt.

Finally we decided to visit the the third main attraction here on Saturday, Saphara, an old monastery, which we were told is only about 10 km away. But the road was so bad that we had to park our car and continue by walking. After a few kilometers, a minibus already overloaded with a class of 9th graders and their teachers had a heart and took us with them as the distance turned out to be far more than just 10 km. On the way we had great fun with the kids and their teachers and learned some Georgian songs.  Also the monastery was worth the endeavour. It was built in the 11th century and resisted many earthquakes already without mayor damages. Also the view from there is stunning. On the way back – again with the class in the overcrowded minibus – a thunderstorm did build up and we had the first snow on our trip. In the evening we did see the bus in front of a hotel and did bring them a bulk of sweeties and again had lot’s of fun and laugh with them.