Privét Russia

Mt. Elbrus – Europes highest Mountain (5642m)

(19. Oktober)

Nach einem weiteren tollen Frühstück, bei dem wir unsere neuen Bekannten aus Aschheim wieder getroffen haben, machten wir uns für den nächsten, großen Abschnitt unserer Reise bereit. Zwischen der georgischen und der russischen Grenze warteten wir eine gute Stunde in der Autoschlange, mussten zwei mal Einreiseformulare für Ausländer ausfüllen und konnten schließlich an die russische Grenze. Alle Zöllner waren nett, gut gelaunt und wir kamen ohne Probleme durch die Kontrollen. So fuhren wir also ins größte Land der Erde – Russland! Nun galt es, das etwas gefährliche Tschetschenien, mit Beslan und Grosny, hinter uns zu bringen. Außer einigen Polizeikontrollen, von denen aber alle korrekt und freundlich verliefen, hatten wir keine Probleme. Einer den Polizisten bat uns sogar spaßeshalber, Angela Merkel von ihm zu grüßen. Über gute Straßen, mit Blick auf den Elbrus, Europas höchsten Berg, gelangten wir Nachts nach Mineralnyje Woda, wo wir übernachteten. Sehr schön war der Bahnhof, an dem wir den großen Stellenwert der Eisenbahn für Russland zum ersten Mal erkennen konnten.

Another great Rooms Hotel breakfast, where we met our new friends from Germany and exchanged some tips. Then we prepared ourselves for the next big step in our journey. The queue started miles before the border and it took us more then an hour before we reached the border and exited Georgia without problems. And to our delight also the immigration went without problems. We were greeted by a friendly female officer and also all other customs were very supportive. After just about one hour we had passed all controls and could enter the world largest country – Russia! Now we wanted to pass the north Caucasian area as fast and safe as possible, as all info we had was „it’s dangerous“. We decided to take the road to Stavropol, whith Chechenya to the east and Cherkessk to our west. But we still had to pass Chechenya via Wladikavkaz and Beslan and not far from Grozny. To our relief, we passed the area without any problem. Evenmore, the landscape with the big caucasian mountains – including Mt.Elbrus, Europe’s highest summit – on the one side and big, flat highlands was so beautiful, that we did many fotostops and also the people we met were kind and helpful. We had to pass a control point every few miles, but all police officers were kind and correct – one even asked us to greet Angela Merkel from him. Also the streets are of good quality. All in all, we had a positive impression about the „dangerous“ north Caucasus. When the night came up, we stopped in a city named „Mineral Water“ with a beautiful train station. We were lucky as both of the big long-distance sleeper-trains to and from Moscow just had their stop when we were there. We also found a brand new hotel „Versal“, a good choice for our first night in Russia.

  

(20. Oktober)
In Mineralnyje Woda machten wir dann heute einen Boxenstopp in einem großen, modernen BMW-Zentrum. Hier wurde nochmal alles gecheckt und die Kühlflüssigkeit komplett gewechselt. Stunden später ging es am Nachmittag weiter nach Stavropol. Zum Glück war der Weg nicht weit, so dass wir unser Ziel vor Einbruch der Dunkelheit erreichten. Im Internet hatten wir uns ein Hotel gesucht, dort eingecheckt und uns auf den Weg in die Stadt gemacht, um Abend zu essen. In der Innenstadt war nicht wirklich viel zu finden, aber wir haben einen echten Glücksgriff gemacht und im cool eingerichteten „the Royce“ gegessen. Zum ersten Mal war auf dem Menu komplett auf russisch und niemand sprach englisch, aber mit unserem Profirussisch und der Hilfe einer sehr netten Bedienung ist es uns am Ende gelungen, irgendetwas zu bestellen, was dann am Ende auch noch richtig lecker war. Um 21:45 haben wir uns mit unserem Essen an die Bar gesetzt und mit dem Barkeeper Champions-League Konferenz geschaut.

We started the day with a pit stop at a new and big BMW dealer, where the cooling system was checked and the cooling fluid completely renewed with original BMW. Finally a leak-check was done, and we got our car back clean and ready to go. As this did take more then half a day, we could go on only to Stavropol today, which we reached just when it turned dark. After we had checked in a hotel, we went to the city center, where we were lucky to find a cool place for dinner, „the Royce„. It did not only look cool, also the food was perfectly arranged and yummy. This was the first time, the menue was in Russian only and we could not find anyone to help us with translation, but the waitress was very kind and helpful and we composed a perfect dinner. At 21:45 we moved to the bar, where we watched the Champions-league conference together with the barkeeper, a lot of gestural language and fun.
 

(21. Oktober)

Am Morgen haben wir gepackt, um weiter nach Wolgograd zu fahren. Vor dem Hotel, unterm Auto, wieder eine Larche. Also haben wir im Internet BMW in Stavropol raus gesucht und sind hingefahren. Wieder ein moderner, großer Autosalon mit Werkstatt. Hier wurde er nochmals gecheckt. Als wir den BMW zurückbekommen haben, war es wieder Abend, aber wir haben uns trotzdem dazu entschieden, den langen Weg nach Wolgograd noch zu fahren, um Vorwäts zu kommen. Nach der Hälfte der Strecke ist es Dunkel geworden und in Wolgograd haben wir in ein Hampton eingecheckt. Um zum Hotel zu grlangen, mussten wir über 40km an der Wolga entlang durch die Stadt fahren und waren noch nicht einmal im Zentrum. Später sind noch ein wenig durch die Stadt gelaufen.

Same procedure as the day before. There was cooling liquid under our car. Looking for the local BMW dealer (and again the address given in the internet was wrong; again the BMW location was modern and big, and they checked everything again. And again it was late when we got our BMW back. As we didn’t want to loose another day we took the tough decision to drive all the way to Wolgograd, which we reached 570 km later without any problem at about 10pm. We checked in a Hampton hotel, which had routing information along the street for 40 km. Wolgograd is stetching along the western bank of the Wolga for about 80 km. As we couldn’d find sleep, we walked to the city center and then had dinner in the hotel. 

  
 

(22. Oktober)

Wie die letzten Tage auch, war am Morgen wieder ein Fleck unterm Auto. Also selbes Spiel nochmal, ins Internet und ab zu BMW. Heute haben sie ihm über Nacht behalten, um alles zu kontrollieren. Vorher sind wir noch in die Stadt gefahren und haben eine Wäscherei gesucht. Nach dem alle Infos im Internet falsch waren, sind wir in die Bibliothek und in eine Schule, wo uns ein netter, englischsprechender Junge anbot, uns zu einer Wäscherei zu fahren. Da diese ebenfalls nicht mehr existierte, sind wir in die Richtung seines Zuhauses gefahren, und dort unsere Wäsche abgegeben. Dann sind wir weiter ins Zentrum umgezogen, ins 100 Jahre alte, top renovierte Hotel „Volgograd“ Zum Abendessen haben wir ein Restaurant, etwas außerhalb rausgesucht, zu welchem wir mit dem Taxi wollten. Nach einiger Zeit haben wir von einem Mädchen erfahren, dass man Taxis anrufen muss. Also hat sie angerufen und wir haben sie direkt mitgenommen, da sie in die selbe Gegend musste. Sie und die Taxifahrerin waren beide überrascht, dass wir in diese Gegend fahren wollten, da sie meinten, dass es dort gefährlich sei, die Fahrerin redete immer wieder von der „little Mafia“. Am Ziel hat die besorgte Taxifahrerin angeboten uns wieder abzuholen, also haben wir eine Zeit vereinbart. Das Restaurant war eine Art Kantine in einer Schule, die nicht leicht zu finden war. Die Betreiberinnen des Ladens waren Anhänger der Sri Chinmoy Bewegung, einem bekannten indischen Guru, weshalb es nur vegetatisches Essen gab (gut für uns ;)). Der Laden war sehr einfach und alternativ, aber das Essen war richtig lecker. Außerdem haben wir hier erlebt, wie die Menschen leben. Später sind wir noch zur Wolga gelaufen, ihre Größe war beeindruckend, man fühlte sich eher wie am Meer.

Same situation as the days before – there was cooling liquid under our car. But today we had first to look for a laundry (which we found after about 2 hours of searching and asking and which did cost a fortune) and we changed hotel as we found the hotel „Volgograd“ a 100 years old and perfectly renovated Grand hotel in the city center. But then we again had to look for the local BMW dealer – this time the address did work first time and again it was very modern and big. After one hour of waiting they asked us to leave the car there overnight as they need to do more tests. It was already dark, when we came back to the hotel. In the internet we found a vegi place and looked for a taxi to go there. A young lady helped us and as it was on her way, she joined us. The place was about 10 km away and the driver said she would not go there as this is an area controlled by the „little mafia“. The place actually was a school and the restaurant more the cantina. It was managed by followers of Sri Chinmoy, a famous indian guru. It was „alternative“ and basic, but the food tasted very good and we liked it. The taxi waited for us as she wanted us to be safe – and the business. Back in the city, we went to the bank of the Wolga. Very impressive, and courious to see the other shore so far away and completely dark. Then we were looking for a nice bar, but as we didn’t find any, we just strolled around in the city and then went back to the hotel. 

       

(23. Oktober)

Nach dem Frühstück wurden wir von BMW angerufen. Sie meinten, dass einige Dichtungen porös seien und sie diese gern austauschen würden, was bis Dienstag dauern würde. Wir stimmten zu und mussten nun überlegen, was wir mit den freien Tagen anfangen sollten. Unsere erste Idee, Kasan, erwies sich als kompliziert, da es keine Direktflüge gibt und der Zug mindestens 23h fährt. Währenddessen haben wir den großen Hotspot der Stadt besucht, den Mamajew-Hügel, mit der „das Mutterland ruft“ Statue. Die Anlage wurde in den 1960ern gebaut, um dem Kampf um Stalingrad zu gedenken. Natürlich werden hier die Soldaten der roten Armee geehrt, die ihr Heimatland verteidigt haben, aber uns hat die Mahnung zum Frieden ein wenig gefehlt. Über einen langen Weg, über viele Treppen und einige Skulpturen gelangt man zur Statue. Der Weg ist von Schüssen, einschlagenden Raketen und Marschmusik untermalt. Die Statue selbst, mit ihren 85m eine der größten Statuen der Welt, wirkte auf uns vor allem agressiv. Sie hat ihr Schwert gehoben und ruft ihre Landsleute in den Kampf. Hier bekommt man ein Gefühl für die große Katastrophe Stalingrads, welche durch die deutsche Armee ausgelöst wurde. Aber wir hatten ein wenig das Gefühl, dass Krieg hier verherrlicht wird. Seltsam, wenn man bedenkt, dass an diesem Ort 700.000 Menschen ihr Leben gelassen haben. – Wir wollen euch ein paar Zeilen über unseren Eindruck von Wolgograd vermitteln: bisher ist das die Stadt die unsere Erwartungen einer typischen russischen Stadt am meisten trifft. Man merkt, dass noch der sowietische Hauch über der Stadt hängt. Andererseits gibt es unzählige westliche Geschäfte und riesige Malls, deren Waren sind allerdings unbezahlbar für den durchschnittlichen Bürger. Alle Menschen hier sind freundlich zu uns und haben ein positives Bild von Deutschland. Sie lieben ihre Stadt – bestes Zitat bisher: „I love my city, I even love it’s bad roads“. Und ja, die Straßen sind wirklich schlecht, man sagte uns es seien die schlechtesten in Russland und da könnte was dran sein. Auf Nachfrage erzählte man uns, dass Putin zwar Geld zur Verfügung stellen würde, es allerdings hier in der Korruption verschwinden würde. Am Abend haben wir Tonya, das Mädchen vom Vortag zum Essen getroffen und vieles über das deutsche und russische Leben ausgetauscht. Mittlerweise haben wir unsere Möglichkeiten für die nächsten Tage überdacht und uns für einen billigen Flug nach Moskau entschieden.

After breakfast, BMW called and informed us about the test-results and their plans to fix the problem by exchanging a series of gaskets, which we of course agreed to. But they have to wait for the parts, so we will not get our car back before Tuesday. While we visited the huge monument „motherland calling“, which was built in the ninteenhundredsixties to remind of the battle for Stalingrad. It is praising the winning red army and the hundreds of thousands of their soldiers of course, but we missed the calling for peace. It is placed on a hill and you walk towards a hughe stairway with sculptures about the battles and the related sounds towards the „Hall of Military Glory“, and from there to the 85m monument of the lady, calling with her sword. In fact, you get a feeling there about this big catastrophy, that was caused by the German army and did cost 700.000 lifes, but again we felt that overall this monument is glorifying war. – A few words about our impression from Wolgograd: Overall this was the city that did meet most of our expectation about Russian cities; still the athmosphere of former Soviet times is there around. Of course there are modern, western style shopping centers, but these are unaffordable by average people. The people, we met were not at all unkind to us or germans in general, just the opposite. They love their city and seem to be willing to accept the current economic problems, which we could feel here more then in the places, we visited before. They are suffering and complaining about their corrupt leaders and the bad city infrastructure (f.i. We were told in Stavropol, that Wolgograd has the worst streets in Russia, and tend to believe it is true). They are full of admiration for Putin („Putin did approve money to improve our streets and infrastructure, but our local politicians keep the money for themselves“) and are ready for an even worse economic situation this may cause. On the other hand, they are not negative against the US and seem to even admire the „Merkel Germany“. Maybe the best quote we have heard was: „I love my city, I even love it’s bad roads“.  –  As the weather turned to really bad and there is not enough to see in Wolgograd for another 4 days, we were evaluating our options and with some luck we found cheap tickets to Moscow for the next day, which we booked with patient support from the hotel team. Then we met for dinner with Tonya, the nice young lady from yesterday. She showed us a very good restaurant and we exchanged information about our families and life in Russia and Germany.
               


Kazbegi 5047


(16. Oktober)

Zur Abwechslung mal früh aufgestanden, ging es erneut zum Kilikia Bahnhof in Yerevan, um nach Tiflis zurück zu fahren. Nach kurzer Zeit haben wir einen Minibus gefunden und es ging wieder zurück nach Norden. Mit im Bus war auch eine Gruppe von Freunden aus Bulgarien und Irland, die sich in Tiflis und Yerevan jeweils Geländewagen gemietet hatten und an den tollsten Orten in beiden Ländern waren. Wie auch schon Lewan aus Tiflis, haben die von Kazbegi and der georgisch-russischen Grenze geschwärmt. Die Fahrt verlief reibungslos, bis in einem kleineren Ort, direkt neben einer super Bäckerei, ein Reifen geplatzt war, wodurch wir die Wartezeit angenehm verbringen konnten. Es war übrigens interessant, dass der Busfahrer so lange zivilisiert gefahren ist, bis wir die georgische Grenze passiert haben. Hier hat er dann die halsbrecherische, georgische Fahrweise angenommen. Denn hier herrscht absolute Anarchie auf der Straße und besonders schlimm sind die unüberlegten, aggressiven und oft gefährlichen Handlungen vieler Fahrer.

Today we had to get up early as we want to go back to Tblisi. At the Kilikia bus station, we found a minibus in only a few minutes and just moved on. This bus did take a different route than the one on our way to Yerevan. Not along the Sevan lake, but thru the mountains, which was pefect as we could even see more of the beautiful nature. We shared the bus with a group of friends from Ireland and Bulgaria. They did rent offroad cars in Tblisi and Yerevan and went to the best places in both countries. As already Lewan from Tblisi recommended to us, also they have been excited about the Kazbegi mountain area, close to the Georgian/Russian border. In a little town we had a flat tire, but as this happened just next to a big and excellent bakery, we had a very comfortable waiting time. Also entering Georgia went fast and without any problem this time. It was amazing to see how our driver changed his driving habit just after we entered Georgia. Whil he had a relaxed and defensive style all the way in Armenia, he adopted the aggressive and dangerous Georgian driving habit just after we crossed the border. 

  

In Tiflis angekommen haben wir dann kurzfristig entschieden, unser Auto bei Lewan abzuholen, wo wir es freundlicherweise unterstellen durften und direkt Richtung Kazbegi weiterzufahren. Auf Grund der seltsamen Beschilderung und der Tatsache, dass unser Ziel erst vor einigen Jahren in Stepantsminda umbenannt wurde, haben wir uns einige Male verfahren. Das hatte aber auch etwas Gutes, denn wir sind an Mtskheta, einem schön restaurierten Örtchen vorbeigekommen. Im Zentrum haben wir die schönste der vielen orthodoxen Kirchen auf unserer Reise gefunden. Da es schon sehr spät war und es im Dunklen gefährlich und anstrengend ist zu fahren, haben wir in Gudauri beschlossen zu Übernachten.

In Tblisi, we spontaneously decided to pick up our car from Lewan’s place, where he was so kind to allow us to park it during our trip to Armenia, and directly move on to Kazbegi (which was renaned to Stepantsminda just 10 years ago), which we were eager to see. The way is the famous Georgian Military Highway, which was built in the 17th century to connect Russia with the south Caucasian countries. As the signs are sometimes somewhat confusing or missing, we lost our way a few times. But also this had its  positive side as otherwise we woul not have seen the cathedral of Mtskheta, which turned our the most impressive and beautiful church, of the many, we have seen all over Georgia. As it was late already and driving in the night is dangerous, we stopped in the ski resort Gudauri to spend the night there.

      

(17. Oktober)

Heute wollten wir früh aufzustehen, nach Kazbegi weiter zu fahren, um dort zu frühstücken. Sobald der Zündschlüssel im Auto gedreht war, wurde dieser Plan von einem Warnsignal durchkreuzt: „Bitte Kühlwasser prüfen“ Nicht schon wieder! Also sind wir ausgestiegen, haben nachgesehen und der Kühlwasserbehälter war leer. Bald kam ein hilfsbereiter Mitarbeiter des Hotels, der zu unserem Glück sogar gut deutsch sprach. Er rief seine Kollegen und sie schauten sich das Problem an. Wir hatten den Eindruck, dass sie sich auskannten und sie hatten schnell eine Erklärung für das Problem gefunden, es war zu viel Luft im Kühlsystem. Da keine undichte Stelle im Kühlsystem zu finden war, versuchten sie die Luft durch Zirkulation aus dem Kühlsystem zu beseitigen, um den BMW fahrtauglich zu machen, damit wir zur BMW-Werkstatt nach Tiflis zurück fahren konnten. Da das neue Wasser im Kreislauf geblieben ist und der Wärmetauscher wieder funktionierte, meinten sie, das Problem selbst beseitigen zu können. Nun  versuchte der freundliche, deutschsprechende Georgier ein Frostschutzmittel zu besorgen, welches er dann mit seinem Auto an einer nahegelegenen Tanke holte. Kurze Zeit später hieß es, wir könnten unsere Fahrt nach Russland fortsetzen. Wir hoffen, dass sie Recht haben und wollen bald eine Werkstatt aufsuchen, um das Auto kontrollieren zu lassen.

We were eager to come to Kazbegi and left the hotel early in the morning. But the day had different plans for us. When we tried to start the engine, there was a signal „check cooling liquid“. Which we did immetiately and – the cooling liquid tank was empty – oh no!   While we considered our options, a nice, german speaking guy came out of the hotel. He called some of his colleagues and two of them seemd to have good technical knowledge about older BMW cars. They diagnosed air in the cooling system as the reason that caused our problem. As they could not find a leak in the system, they tried to eliminate the air to allow us to go back to Tblisi to have the car checked and repaired there. To our surprise the new water remained in the cooling system and all valves and thermostates seemd to work again properly. So they offered us to go with their car to the next gas station and buy antifreeze cooling liquid there, refill the cooling system without air in it. If everything works and still no leak appears, we should be able to continue our journey towards Russia. Which we did. Let’s hope our green travel partner continues to bring us safe onwards.

    

Uns gehen jetzt langsam die Superlative für die Natur aus, aber diese Region übertraf schon wieder alles vorherige. Wir befinden uns hier auf über 2400 Metern, die Berggipfel, einige über 5000m hoch, sind schon schneebedeckt. Das Tal ist nach dem 5047m hohen Berg Kasbek benannt, an den nach der griechischen Mythologie Prometheus gekettet war, weil der den Menschen das Feuer brachte. Kazbegi ist sehr ruhig und idyllisch, komplett anders als der Skiort Gudauri, in dem wir letzte Nacht verbracht haben. In Stepantsminda haben wir das von vielen Seiten als bestes Hotel Georgien bezeichnete „Rooms Hotel Kazbegi“ gefunden. Es gehört zu den besten Bergresorts der Welt und hat uns super gefallen. Hier wurde sehr viel mit Holz und Stahl gearbeitet und es passt perfekt in seine Umgebung. Es ist aber absolut kein prunkvolles Luxushotel, sondern wirkt sehr jung und modern. Am schönsten ist die Lobby, sie ist geräumig und steht voll mit Bücherregalen, Sofas, Tischen und coolen Accessoires, so dass sie wie ein riesiges Wohnzimmer wirkt. Ich schreib diese Zeilen zum Beispiel auf einem Tisch, der wie eine Bergwerkslore aussieht. Da wir wegen dem Kühlerproblem spät eingecheckt haben, haben wir uns beeilt, eine kleine Wanderung zum Elia Kloster, nicht weit vom Hotel, zu machen. Wir sind durch den Wald gewandert, in dem uns einige Pferde mit neugierigen Fohlen begegnet sind. In der Dämmerung haben wir das idyllisch, zwischen Bergwand und Wald liegende Kloster erreicht. Im Inneren las ein Mönch einigen Menschen vor, es war so eine schöne Stimmung, dass wir bis zum Ende blieben, obwohl wir kein Wort verstehen konnten. Als wir das Kloster verließen, um einen anderen Weg zurück zu gehen, war es fast Dunkel. Der Himmel, die Wälder und die Berge erzeugten ein wahnsinnig schönes Bild. Auf dem Weg begegneten uns wieder einige wilde Pferde, welche uns erlaubten, die zu streicheln. Als wir das Hotel fast erreicht haben, wurde von der Terasse auch noch ein Feuerwerk gezündet. Bis tief in der Nacht saßen wir dann in der Lobby mit vielen anderen Leuten, die gelesen, gegessen oder sich unterhalten haben.

We thought we already did see  the best, nature has to offer on our journey, but we were proved wrong! We are at about 2400 m altitude, surrounded by summits, some of them higher than 5000 m. The area is named after the Mt. Kazbek which is 5047 m. According to Greek mythology, it is the mountain where Prometheus was chained by the gods as he did bring the fire to men. It’s an area full of quiet nature and quite different from the ski arena in Gudauri, where we spent the night yesterday. Evenmore we did find  one of the worlds best mountain resorts in Stepantsminda. The  „Rooms hotel Kazbegi“ is perfectly integrated in the nature here – by material, colours and design. Due to our problem with the cooling system, we checked in late and then hurried up for a hike to the Elia monastery not too far from the hotel. It turned out to be perfect! In the monastery there was a prayer or better a reading. We did not understand one word, but the athmosphere was so serene, that we listened almost to the full reading. It was nearly dark when we left the monastery and we walked down in the night with a great view over the Kazbegi valley. On the way we passed a group of wild horses, some of them allowed to be caressed. Short before we reached the hotel, they burned a firework. As there was going on a lot in the hotel lobby, which is designed like an oversized living room with sofas, armchairs, bookshelfs, tables from small to very big, fireplace …, we did stay there almost until 2am.  

                 

(18. Oktober)

Weil es hier so schön ist und es noch viel zu sehen gibt, haben wir unseren Aufenthalt noch einen Tag verlängert. Nach einen tollen Frühstück haben wir die Wanderschuhe geschnürt und wollten nach Gveleti fahren. Als der Taxifahrer 40 GEL wollte, haben wir beschlossen zu trampen. Nach einiger Zeit hielt ein Postauto und brachte uns nach Gveleti. Hier sind wir einige Zeit über kleine Wege und über Felsbrocken, an einem kleinen Fluss entlang durch eine Schlucht gelaufen, bis zu einem Wasserfall. Es war ein wahnsinnig tolles Bild wie er tosend aus der Höhe in die Schlucht fiel. Nach einiger Zeit sind wir zurück, um in die Nachbarschlucht zu einem noch größerem Wallerfall zu laufen. Hier haben wir unsere Taschen mit Essen geplündert und sind zurück zu Straße gelaufen, um per Anhalter zurück nach Stepantsminda zu fahren. Lange hielt niemand an, bis aus einem SUV jemand herausrief „wartet kurz, wir nehmen euch gleich mit“. Es waren Deutsche, die uns schon vorher im Hotel gesehen haben. Auf der Fahrt haben wir herausgefunden, dass sie nur einem Steinwurf von uns entfernt, in Aschheim wohnen.

As it is so beautiful here, we decided to stay one more day. After a delicious and healthy breakfast, we took on our hiking boots as we wanted to go to Gveleti, close to the Russian border. The taxis asked for 40 GEL – more then we had to pay for the ride from Tblisi to Yerevan, so we decided to walk & hike. After a while a postal car did take us to Gveleti. There we walked thru a gorge towards a waterfall at the end. The roaring water and the cliffs around us did  really impress us. We also had heard about an even bigger waterfall in a neighboring canyon and made us on our way. It was true, this one was even more impressive and had a bassin at it’s base. Here we had a little picknick and emptied all food and water he did carry with us. Back at the Georgian Military Highway, we did see a hughe line of trucks queueing for miles all the way to the Russian border. Here we had to wait a while as no one did stop to give us a ride. Then suddenly we heard a lady saying in German „hi guys just wait a minute, we’ll give you a ride“. It was a couple, who had seen us in the hotel before. On the way, we found out that they are Germans, living just a few miles from our home. 

              

Sie waren sogar noch so nett, uns in ein Dorf oberhalb von Stepantsminda zu fahren und zeigten uns einen Wanderweg, über den wir die Gergetier Dreifaltigkeitskirche gut erreichen konnten. Sie liegt auf dem Gipfel eines Berges, den man vom Hotel aus vor dem Kasbek sehen kann. Da wir dachten, dass die Kirche auf dem Gipfel der Felswand steht, an der wir gerade entlang gingen, beschlossen wir kurzerhand, die Wand einfach hochzugehen. Es war zwar anstrengend, da es hier keine Wege oder ebene Stellen gab, aber als wir am Bergkamm angekommen sind, konnten wir das Tal sehr gut überblicken. Die Kirche konnten wir alerdings immer noch nicht sehen, also mussten wir den Bergkamm entlang bis zu seinem Gipfel gehen und dann sogar noch etwas weiter auf einen benachbarten Gipfel, auf dem die Gergetier Dreifaltigkeitskirche stand. Sie ist ein Touristenhotspot und war dem entsprechend ziemlich überlaufen, sodass wir froh über unsere einsame Wanderung waren. Aber man konnte nun den Kezbek noch besser sehen und er wirkte noch gewaltiger. Abends haben wir uns dann im schönen Wellnessbereich des Hotels erholt.

They were experienced with Caucasian countries and did give us some useful tips and as an extra service they did even drive us in the village next to the famous Gergeti Trinity church, which we also wanted to see but did not even think, we’d have enough time to go there too today. Gergeti Trinity monastery can be seen from our hotel on a summit just next to Mt.Kazbek. We decided to take the direct route up to the monastery, but this was very steep and the way up was far longer than we had estimated. But we were rewarded with a stunning view and also the monastery was very well worth the visit. On the backside of it, we could see the track to the basecamp for Mt.Kazbek climbers. It was dark alredy when we came back to the hotel, where we did swim and sauna and then had a great dinner at the end of this great day.