Yerevan – the Big Surprise

(10. Oktober)

 

Frage an Radio Eriwan: Hätte man gedacht, dass dieser Ort zu den schönsten auf unserer Reise gehört? Im Prinzip schon, aber… Nein, mal im Ernst, Hand auf’s Herz, wer hat gewusst, wo Yerevan liegt? Gerade weil wir die Stadt auch nicht unbedingt auf der Rechnung hatten, sind wir umso begeisterter. Armenien selbst hat uns schon von der ersten Sekunde überzeugt. Die Fahrt dorthin über den Kaukasus und am Sevansee, dem zweithöchsten Gebirgsee der Welt, vorbei durch atemberaubende Landschaft, war ein Erlebnis. In Yerevan angekommen, haben wir vor einem Gebäude zufällig Militärkapellen und Gruppen traditionell gekleideter Menschen gesehen und haben dann erfahren, dass es sich um die Generalprobe für einen grossen Auftritt zum 2797. Stadtgründungsfest am nächsten Tag handelt. Dann haben wir mit dem Diamond House ein sehr schönes Hotel gefunden und haben uns schließlich aufgemacht, die Stadt zu erkunden. Wir konnten von Anfang an die gute Stimmung der Stadt spüren und haben uns wohl gefühlt. Nach einem vorzüglichen Sushi-Essen im Restaurant „SushiToria“ haben wir in der Nacht die Kaskade entdeckt, einen riesigen Treppenkomplex, in den immer wieder schön gestaltete Plateaus integriert sind. Wir sind die 558 Stufen hinaufgelaufen und haben den tollen Blick auf die Lichter der Stadt genossen. Nur den Berg Ararat, das Nationalsymbol Armeniens, konnten wir im Dunklen nicht sehen. Später gab es dann sogar ein Feuerwerk, das wir von der Kaskade aus gut sehen konnten. Während dem Feuerwerk gab es auch ganz bei uns in der Nähe einen Knall und einen Schrei. Zusammen mit vielen anderen sind wir dann hingegangen und sahen Scherben auf der Strasse vor einem Restaurant names Beijing. Die Scheiben des Restaurants waren alle rausgeflogen. Dann kam Polizei und Krankenwagen, es war wohl eine Gasexplosion. 

If you would have told us, Yerevan might be one of our absolute highlights of our journey, we might have daubted it. Let’s be serious, how many of us would even know, where exactly Yerevan is on the globe. Also we didn’t have it on the top of our list. The more we are excited now. We did like Armenia from entering the country. Already the way to Yerevan by crossing the caucasian mountains and along the shore of the lake Sevan, the second- highest mountain-lakes did excite us with stunning views. when we arrived in Yerevan,we did run into a courious event with military bands and groups in traditional dresses. We found out, that this was the rehearsal of the 2797 year foundation of Yerevan, which will be celebrated the next day. We then found a very nice hotel „Diamond House“, good located in the middle of the city. Then we had a very good Sushi dinner in the restaurant „SushiToria“. Later, in the night, we discovered the Cascade, a huge and very beautiful designed complex with integrated plateaus  and concert halls and a museum under its surface. We climbed up the 558 steps and were deep impressed by the view over the city. The mount Ararat, Armenia’s national symbol, we could not even see in the dark. While we enjoyed the view over the city, they did even burn a firework to welcome us. During this firework, there was also a bang and a cry very close to us. We followed the crowd to discover what happened and found glass on the street in front of the restaurand „Bejing“ and saw all it’s windows broken. Then police and ambulance arrived – no hectic – it was probably just a gas-explosion. Finally we went to our hotel pretty late. 

     
       

(11. Oktober)

Heute feiert Yerevan also seinen 2797. Geburtstag und das merkte man vom ersten Schritt aus dem Hotel. Von überall hörte man Musik und die Straßen waren voll mit Menschen, die ihre armenische  Fahne schwenkten und sie sich auf die Wangen gemalt haben. Es kam uns so vor, als würden sie sich wirklich freuen. Wir machten uns erstmal auf die Suche nach dem Ararat. Über eine Seitenstraße sind wir wieder auf die Kaskade gekommen und hatten diesmal eine noch bessere Aussicht. Die Bergkette, mit dem großen und kleinen Ararat, türmt sich hinter der Stadt auf. Der Blick war atemberaubend und gerade wenn man bedenkt, welche Mythen den Berg umgeben waren wir ganz hingerissen, so dass wir dort lange geblieben sind. Man hat das Gefühl, der 5000er würde direkt hinter der Stadt stehen. Aber die Wirklichkeit sieht leider anders aus, denn der Berg gehört heute zum Gebiet der Türkei. Die türkisch-armenische Grenze ist seit dem Konflikt um Bergkarabach geschlossen, also können die Armenier nicht zu ihrem Berg. Ich schreibe „ihr Berg“ da man deutlich spürt, dass der Ararat zu Armenien gehört. Gerade wenn man bedenkt, dass der Ararat für Muslime gar keine religiöse Bedeutung hat. Auf dem Weg nach unten haben wir bemerkt, dass unter den Stufen Rolltreppen und das „Cafesijan“ Museum untergebracht sind. Später haben wir uns noch einige Sehenswürdigkeiten Yerevans angesehen und Abends ein Open-Air Jazz-Konzert angehört. Anschließend haben wir in einer Bar mit vielen Armeniern Fussball geschaut.

Today Yerevan is celebrating it’s 2797th birthday. And we can see, hear and feel it everywhere. We stepped out of the hotel and could hear music and see happy people all around with the armenial flag in their hands or painted on their cheeks. But the first we wanted to see was the mount Ararat. So we went to the Cascades again and there it was – the big Mt.Ararat 5140 meters high, together with the small Ararat did rise just behind the city. The view and the myths that are surrounding it are completely taking us in. We spent hours with this view and the very special athmosphere.  You get the feeling, this mountain is rising direct behind the city of  Yerevan. But unfortunately the reality is different. Mt.Ararat is about 50 km away – and on Turkish territory.  Since the conflict about Nagorno-Karabakh in the early nineties, Turkey closed the border to Armenia, so the Armenians cannot even get to „their mountain“. I say it „their mountain“ as we could just feel it that Mt.Ararat belongs to Armenia. And even more considering that for Muslims it doesn’t even have any importance ( they also do believe in Noah’s Arch, but the mountain where they believe it’s stranded is Mt. Cudi Dağı, close to the syrian border). On our way down, we found out, that there are stairways and the „Cafesijan“ museum under the stairs. Later we did explore the city, visited the blue mosque, the opera and many more. In the evening we did listen to an open air jazz concert and later in the night we did watch football in a big bar. 

        

      

         

(12. Oktober)

Heute ist der normale Altag wieder in Eriwan eingekehrt und wir haben uns per Minibus auf den Weg zu einer der ältesten Kirchen gemacht. Etschmiadsin wird häufig als der „Vatikan von Armenien“ bezeichnet. Der König Trdat III hat 301 die armenische Kiche erfunden und sie als Staatsreligion eingeführt. Damit machte er Armenien, welches vorher von iranisch-zoroastrischen und hellenistisch-papanistischen Einflüssen bestimmt war, zum ersten christlichen Land der Welt. Die Anlage der Kathedrale von Etschmiadsin ist sehr ruhig und friedlich gelegen, die Kirche selber wurde seit dem 3. Jahrhundert mehrmals erneuert. Von dort brachte uns ein Taxi zu dem Punkt Armeniens, der dem Ararat am nächsten ist, dem Kloster Chor Virap. Es ist nur wenige hundert Meter von der gut bewachten türkischen Grenze entfernt. Weil es heute etwas bewölkt war, haben wir leider nicht den besten Blick auf den Berg gehabt. Eine Legende besagt, dass der König Trdat III an diesem Ort Gregor den Erleuchter 13 Jahre in einem tiefen Verließ eingesperrt hat, um ihn vom Christentum abzubringen. Da diese Folter Gregor nichts anhaben konnte und er sogar noch eine als unheibar geltende Hautkrankheit des Königs heilte, ließ sich der König taufen und machte das Christentum zur Staatsreligion. Das Kloster wurde im 17. Jahrhundert gebaut, aber eine Seitenkapelle hat zwei Löcher mit Leitern in die Tiefe. Die längere Leiter endet in einer Höhlenzelle, welche das Verließ des Gregor sein soll. Wir sind durch das enge Loch hinunter geklettert und haben uns einen Einduck verschafft, wie sich Gregor gefühlt haben könnte. Später haben wir eine Mitfahrgelegenheit zurück nach Yerevan bekommen und waren wieder Sushi essen.

Yerevan is back to normal and we left the city by minibus to visit one of the the oldest christian churches. Etchmiazin with it’s church from the early third century is the „Vatican“ of Armenia. In 301, the King of Armenia,  Trdat III converted Armenia and made it the world’s first christian country – converted from previous Iranian zoroastian and Hellenistic paganistic beliefs. The athmosphere was very peaceful there and also the church did impress us despite being rebuild several times since the 3rd century. From Etchmiazin we took a taxi to bring us to the spot in Armenia that is closest to Mt. Ararat – the monastery of Chor Viap. It’s just a few meters away from the heavily protected Turkish border. Unfortunately it was a bit foggy today, so we didn’t get the clear and bright view we had hoped for. A myth about Chor Viap tells that in 288, king Trdat III of Armenia did imprison Gregory the enlightener for 13 years in a cave there to break his belief in Christ. As he could not break his belief and Gregory even did cure him from a skin disease that was supposed to be not curable at that time, the king converted to Christianity himself and converted the whole country in 301. The monstery in Chor Viap was built in the 16th century but a side chapel is built above a cave, which is supposed to be the cave referred in the myth. Thru a narrow hole we could climb down and could get an impression how Gregory might have felt. Then we did get a hike back to Yerewan and had a good Sushi dinner in another Japanese restaurant.