Letzter Stop: Moskau

(3. Dezember)

Am Nachmittag sind wir die Rückreise nach Moskau angetreten und gegen Abend am Flughafen Domodedovo gelandet. Mit dem Bus zur U-Bahn und zum Hotel, um die Taschen abzulegen. Zum Abendessen sind wir zur U-Bahn Station Kurskaya gefahren und haben das coole vegetarische Restaurant „d’ivan“ gefunden. Die Gegend scheint gerade renoviert zu werden und man findet hier viele coole Cafes und Bars. Das Essen war lecker und sie haben den Laden für uns extra länger offen gelassen. Dann sind wir noch etwas in der Gegend spazieren gegangen.

 

We left St.Petersburg in the afternoon to our last station Moscow. With bus and metro we went to our hotel and then to the cool veggi restaurant „d’ivan“ close to the Kurskaya metro station. As they seemed to like us, they kept the place open longer for us and the dishes were so yummy, that we decided to come back again. The area around the Kurskaya metro station seems to be one of the new Moscow hot spots. Many buildings are being renovated, new shops and cool restaurants are all around. 

(4. Dezember) 

 

Heute mussten wir in der Früh das Hotel wechseln und wurden um 11 von Sergey in der Lobby abgeholt, um uns seine Stadt mit dem Auto zu zeigen. Für uns war es perfekt, dass wir die Stadt von einem Local gezeigt und erklärt bekamen. Mit seinem SUV fuhr er uns zu einigen wichtigen Gebäuden und erzählte uns Spannendes über Moskau. Er zeigte uns die Stalin Wolkenkratzer, auch Sieben Schwestern genannt. Eines dieser Gebäude beheimatet eine riesige Universität, von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt. Wir fuhren an den moskauer Filmstudios („Soviet Hollywood“) vorbei in den Norden der Stadt, wo wir den riesigen Fernsehturm, das Kosmonautenmuseum und das „Arbeiter und Kolochsbäuerin“-Denkmal zu sehen bekamen. Nach etwa drei Stunden hatten wir einen guten Überblick über Moskau bekommen.

 

At 11am Sergey, a Russian colleague of dad did pick us up at the hotel and did give us a first class Moscow sightseeing tour as only a local can do. With his big SUV, he did drive us around the city and did show us many of the land marks such as the Stalin skyscrapers (seven sisters), Gorky park and the huge Moscow university and the great view over the city from there. We also passed by the Mosfilm film studios (Soviet hollywood). In the north of the city, he showed us the 550m TV-tower (the needle), the cosmonautics monument with the space museum and the „Worker and Kolkhoz Woman“ monument, which still today is the logo of the official Mosfilm TV. And he gave us lot’s of anecdotes and background info. After 3 hours we had a real good overview over this great city and it’s history of the past 100 years. 


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Später haben wir den Izmailovsky Markt besucht. Er befindet sich am izmailover Kreml und wird gerne als Souvenierparadies bezeichnet. Die ganze Anlage ist schon etwas älter und nicht wirklich gut in Schuss. Möglicherweise deswegen und weil wir den Markt bei schlechtem Wetter besucht haben, waren viele Stände leer. Aber trotzdem findet man hier Unmengen von russischen Souveniers und anderen typischen Dingen. Die lustige Stimmung des Marktes, seine guten Preise und Qualität lohnen den Ausflug. Am Abend sind wir wieder in die Kurskaya Gegend gefahren, haben wieder lecker bei „d’ivan“ gegessen und den Abend in einer belgischen Bar ausklingen lassen.
In the afternoon we then went to the Izmailovsky market, next to the Izmailov Kreml and close to the Partisanskaya metro station. This is known as the souvenir and art market for insiders; a bit run-down but still fancy and creative. As the weather was bad, many stores or booth‘ were closed, but we did find all things we wanted to buy. In the evening we went back to the Kurskaya area, to the d’ivan from yesterday and then to a fancy Belgian bar.

(5. Dezember)

Da er uns nun in fast jedem noch so kleinen Dorf unserer Reise begegnet ist, wollten wir heute das Lenin-Mausoleum besuchen, das sich auf dem roten Platz vor dem Kreml befindet. Es hat nur 4 mal in der Woche zwischen 10:00 und 13:00 geöffnet. Man geht eine Treppe runter und geht in einen dunklen Raum, in der Mitte steht ein Sarg mit Glaswänden. Darin liegt Lenin seit knapp 100 Jahren und wird von Innen gekühlt. Ziemlich seltsam, neben dieser Leiche zu stehen, gerade weil sie zu einem solch umstrittenen Menschen gehört.

 

As we have been greeted by Lenin in each and every village across Russia, we did not want to leave the country without seeing him in person. So we started the day with a visit at his mausoleum, which is open only for 3 hours at 4 days per week. After we passed a series of security checks, we entered the building. A stair down into a dark room and there he is lying since almost 100 years, cooled from inside his body. Very mixed feelings to stay just next to such a controversial person, who died almost 100 years ago. 

Dann sind wir in den Norden der Stadt zum Kosmonautenmuseum gefahren. Es ist sehr interessant, mit Modellen, Raumschiffteilen und Raumfahrausrüstung gefüllt. Man bekommt ein sehr gutes Bild über die Geschichte der russischen Raumfahrt und auch der weltweiten Erkundung des Alls.

 

In the afternoon, we went to the “Cosmonaut Museum“, Sergey already showed us from outside. This is a great museum not only about the Soviet and Russian but also the American space missions. Well worth to visit.






Zurück in der Stadt sind wir zur Tretjakow-Galerie gefahren, haben dort im vegetarischen Restaurant „Sok“ lecker gegessen und uns danach die Galerie angesehen. Sie hat uns gut gefallen und scheint zu den „must-sees“ der Stadt zu gehören. Auf den letzten Abend unserer Reise stießen wir später in einer Bar in der Nähe von der „China-Town“ an.

 

Then we went back to the city center, had an excellent early dinner at the restaurant „Sok“ before we went to the Tretjakov gallery, our last „must see“ in Moscow. We closed the day in a cool club close to Chinatown. 





 
(6. Dezember)
Zeit sich zu verabschieden. Um 8:00 haben wir das Hotel verlassen und sind mit der Metro und dem Bus zum Flughafen gefahren. Mittags sind wir nach 3 Monaten und 3 Tagen wieder in München gelandet.

 

Time to say good-bye. At 8am we left the hotel and went to the airport by metro and bus. At noon we arrived in Munich – 3 month and 3 days after we started this great trip along the silk road. 

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St.Petersburg – die Stadt der Zaren

  

(29.November)

Mit dem Taxi ging es am Abend zum Flughafen Kazan. Um 20:00 ging unser Flug nach Moskau Domodedovo. Wir haben in der Nähe vom Flughafen in einem Hotel übernachtet, um am nächsten Morgen einen Flug nach St. Petersburg zu nehmen.

From the hotel we had a very nice taxi driver; he gave us kind of a last sightseeing tour on the way to the airport. At 8pm we had a flight to Moscow Domodedovo, where we had a stay over at an airport hotel as our flight to St.Petersburg is early next morning. 

  

(30. November)

Der Wecker klingelte um 7:30, eine kurze Dusche und ein kleines Frühstück später fuhren wir mit einem Hotelbus zum Flughafen zurück. Mittags sind wir in St. Petersburg gelandet. Hier hatte es 1°, das erste Mal seit Langem, dass etwas Positives auf dem Thermometer stand. Mit Bus und U-Bahn ging es in die Stadt und wir waren vom ersten Moment an von all den schönen alten Gebäuden überwältigt. Als erstes wollten wir aber unsere schweren Taschen loswerden, also suchten wir unser Hotel, das Kempinski Moika 22, das am Kanal „Moika“ gelegen ist. Vom Hotel aus kann man die Eremitage sehen, die keine 3 Minuten zu Fuß entfernt ist. Bald brachte uns der Hunger wieder in die Stadt, wo wir im Cafe „Ukrop“ ein gutes Mittagessen hatten und später durch die Stadt spazierten. St. Petersburg ist eine beeindruckende Stadt, in der man eigentlich mehr Zeit verbringen sollte. Spontan sind wir in ein Ticket-Office gegangen, von denen es einige an den großen U-Bahn Stationen gibt und haben uns Karten für eine Vorstellung besorgt, die auf Musik von Tchaikovsky, Bizet und Mozart basierte. Das Ganze fand in einem kleinen, alten Theater statt, das aber sehr schön hergerichtet war. Das Stück war selbst geschrieben und erzählte eine Geschichte, die bekannte Opern miteinander vereinte (wir verstanden die Geschichte nur teilweise 🤓). Die Musik der Vorstellung kam zwar aus Lautsprechern, aber der Gesang war sehr gut und die Darsteller waren sehr engagiert und erzeugten eine nette, ungezwungene Atmosphäre, ähnlich wie bei „pasta & opera“ Veranstaltungen. Nach der Veranstaltung sind wir durch die nächtlichen Lichter der Stadt gelaufen und haben im „Idiot“ zu Abend gegessen. Ein cooles Lokal mit seriöser Bedienung und sehr gutem Essen.

Early in the morning we had a shuttle to the airport and arrived in our hotel in St.Petersburg at around noon. The thermometer was at cosy + 1°; mixed rain and snow. As this is supposed to be the final of our great trip along the silk road, we rewarded ourself with the Kempinski St.Petersburg hotel. And this was a good choice as it is perfectly located and a great hotel. Hungry, we went to Cafe „Ukrop„, a good location for lunch or coffee and then did stroll just around in the city, impressed by it’s beauty and magnificence. Spontaneously, we went into a ticket office and, with the help of an english speaking customer, we got tickets for a musical performance based on music from Tchaikovsky, Bizet and Mozart for the same evening. It took place in a small theater in an old but beautiful building and was performed by a company of opera singers. Music came from speakers, but the singing was just great and they performed a full story (which we didn’t fully understand 🤓) – everybody was fully engaged, the atmosphere was a bit „pasta & opera“ and we liked it so much, that we did buy a series of CD’s with similar music. This kind of performances we should have also at home. After it was over, we did a long walk along the St.Petersburg channels to the restaurant „Idiot„. Also this did perfectly fit into this pefect day – professional service and perfect food in an unpretentious environment. 

                            

(1. Dezember)

Weil die Eremitage gleich bei unserem Hotel liegt, war es naheliegend, diese Sehenswürdigkeit zuerst zu besuchen. Da es heißt, man bräuchte mehrere Tage, um dieses riesige Museum komplett zu sehen, haben wir uns vorgenommen, uns nicht zu lang an Einzelnem aufzuhalten. Wir sind durchs Untergeschoss, in dem die Archaeologie uns einiges zur Vergangenheit Russlands zeigte (Goldene Horde, Dschingis Khan…) in den ersten Stock gekommen. Hier ist man mit der Zeit ziemlich überfordert mit der Kunst, da man mit Kunstwerken und Bildern nahezu überschüttet wird. Wenn man sich sehr für die einzelnen Werke interessiert, dann sollte man hier wirklich einige Tage einplanen, denn das Museum scheint nach allen Seiten nicht enden zu wollen. Außerdem ist das Gebäude an sich schon den Besuch wert. Die Räume selbst übertreffen sich gegenseitig an ihren schönen Verzierungen und Farben, die meisten mit Gold gesäumt. Es ist wirklich erstaunlich, wie reich die russischen Zaren gewesen sein mussten, die die Eremitage früher als Winterpalast nutzten. Im Obergeschoss findet man später noch fernöstliche Kunst aus Japan, China und anderen asiatischen Ländern. Wir waren von diesem Museum mehr als beeindruckt und haben auch nichts Vergleichbares im Kopf.

As our hotel is close to Hermitage, we started our day just there. We were told, that it takes several days to even see the most important artifacts, so we planned to rush as we also wanted to see other highlights of St.Petersburg. We started with the archeological department in the basement. Only here one can spent a full day with all the artifacts from ancient time, Ghengis Khan’s and Tamerlan’s kingdoms and so on. All the other parts are dedicated to see the pomp and splendor.. Of the Tsar’s winter palace, what the Hermitage was built for, and all the paintings, sculptures and other artifacts. Unbelievable, how rich the Tsars have been! The rooms are competing with eachother with their ornaments, style and the use of gold. As the building stretches along the Neva river, also the view outside is worth the visit. We could not think of having seen anything comparable before. This is definitive a must see! Just after hours you get tired about all this splendor and gold.  

                                        

       
  

Nachdem wir dann den Ausgang aus der Eremitage gefunden haben, sind wir zur Issakskathedrale gegangen, dessen riesige, goldene Kuppel man oft über den Häusern sehen kann. Der Dom ist heute ein Museum und wurde gerade renoviert. Anschließend sind wir in das bekannte „Singer“-Gebäude gegangen, wo sich im ersten Stock des Buchladens „Дом книги“ ein nettes Cafe befindet. Zum Abschluss dieses anstrengenden Tages haben wir uns etwas Erholung im Hotel-Spa gegönnt.

It almost turned dark when we left the Hermitage and we rushed to see the St. Isaac’s Cathedral, the city’s main church and the largest cathedral in Russia, Which is turned into a museum and just finished renovation. Then we visited the „дом книги“ (house of books) in the famous Singer building and had something to eat in the beautiful cafe there. Exhausted as we were, we finished the day in the hotel spa. 

         

(2. Dezember)
Nach einem tollen Frühstück sind wir an der Neva entlang gelaufen und haben das anthropologische Museum besucht. Ein relativ kleines Museum, das man nicht sofort in den Reiseführern findet, aber es hat uns einen guten Überblick über die verschiedenen Volksgruppen der Erde gegeben (z.B. die Salaren, die uns vorher gar kein Begriff waren). Dort gibt es auch eine große Sammlung vom Zar Peter dem Großen, die sich mit körperlichen Abnormalitäten beschäftigt, hunderte Behältnisse mit Körpern sind wahrscheinlich schockierender als mancher Horror-Film. Dann haben wir den großen Fluss überquert und die „Peter & Pauls Festung“ besucht, eine große Burganlage auf einer Insel. Am Fluss, vor der Mauer der Festung haben wir einige Winterschwimmer gesehen, brrr. 

After a royal breakfast, we walked across the Neva and visited the Anthropological museum there. This is not marked as a St.Petersburg must see but the exhibition about tribes from around the world f.i. the „Salars“ from the Himalaya, where we even hadn’t the name before, are definitive worth the visit. There is also a big exhibition, collected by Tsar Peter the Great about nature’s abnormalities, probably more shocking than a horror movie. Then we did a long walk to Peter&Paul, a fortress on an island. Here we saw winter swimmers while we walked outside the fortress along the river; brrrrr.  

           

Weil wir schon auf der anderen Seite der Neva waren, wollten wir die große Moschee besichtigen, aber wir sind auf dem Weg am „Museum of Political History of Russia“ vorbei gelaufen und haben uns entschieden, es uns schnell anzusehen. Aus dem „schnell“ wurden dann 2 Stunden, da es wirklich interessant und gut aufgemacht war. Man hat viel über die politische Geschichte Russlands seit der Zarenzeit erfahren. Das Museum ist übrigens in dem Gebäude gelegen, in dem die Bewegung der Bolschewiken begonnen hat – Lenin hat hier jeden Tag gearbeitet, wir standen in seinem Büro und auf dem Balkon, von dem er seine Reden ans Volk gehalten hat

Next we wanted to visit the big mosque, but occasional we passed the Museum of „Political History of Russia“ and decided to have a look. This look extended to about 2 hours as it was a very interesting exhibition about changes in power in Russia from the Tsar’s up to today and the effects to the peoples‘ life’s. The museum is located in the building where the Bolshevik movement started – Lenin worked here from the day of his return from exile and gave speeches to the masses from his balcony there. Very, very good to learn how life was in Russia over the past 150 years. The Mosque we could then see only from outside, as it was closed already.  

  

   Danach haben wir die Moschee immerhin von außen gesehen und sind noch in den Norden der Stadt gefahren, um den „Grand Maket Russia“ zu besuchen. Hier kann man ganz Russland in einem Raum sehen. Mit viel Technologie, Eisenbahnen und viel Liebe zum Detail konnten wir unsere Russlandreise nachverfolgen. Den Tag haben wir im tollen Restaurant „Kashmir“ beendet.

We took the metro to our next target for today, the „Grand Maket Russia“. This is a huge model of whole Russia from St.Petersburg to Vladivostok and from the Caucasus to Murmansk. Very new with latest model railway technology, it gives a good overview of this vast country, where we were lucky to have seen a good part of on our long journey. We closed this busy day with an excellent vegetarian dinner in the restaurant „Kashmir“ and a long walk back to our hotel well after midnight.  

      

   
    

(3. Dezember)

Unser letzter Tag in St. Petersburg. Wir hatten nun endlich Zeit die Blutskirche von innen zu besichtigen. Sie ist die imposanteste Kirche der Stadt und auch der Platz, an dem der Zar Alexander II 1881 ermordet wurde. Der komplette Innenraum, alle Wände und Decken sind mit kleinen Mosaiksteinen verziert. Danach hatten wir etwas Zeit um Kleinigkeiten einzukaufen und um 2 Uhr mussten wir die Stadt in Richtung Flughafen verlassen. St. Petersburg ist ein „must see“ und wir waren wirklich froh, diesen kleinen Trip gemacht zu haben.

Our last day in St. Petersburg. We just had time to visit the Church on the Spilled Blood. This is the most important Orthodox church in the city and the place, where Tsar Alexander II was assassinated in 1881. It is very beautiful inside, all with small mosaik. Then we just had a bit time for shopping as at 2pm we had to leave towards the airport. St.Petersburg is a must see and we were happy that we had done this trip.

   

    
 

Kazan – a Russian Casket

 

(26.November)

Abends ging es zum Bahnhof, unser Zug nach Kasan setzte sich um 22:00 in Bewegung. Er war älter und etwas enger als der Letzte und wir merkten, dass sich Preisunterschiede zwischen Zügen anscheinend immer bemerkbar machen. Unsere Zugmuttis waren jung und sehr nett, aber sorgten nicht so sehr für Ordnung und Sauberkeit. In Ekaterinburg stieg mit uns direkt ein Pärchen ein und so war es wieder sehr eng im Abteil. Wir haben uns bald hingelegt, um möglichst ausgeschlafen in Kazan anzukommen. 

Late in the evening we went to the trainstation, where our train started at about 10pm towards Kazan. It was older and our compartment was even smaller than our last one and now we understood why it was a bit cheaper than the other train one haiur earlier. Our concierges were young and nice, but didn’t care too much about keeping their coach clean and tidy. We had to share our compartment with a couple, so it was cramped again. But we fell asleep pretty soon.  

  

(27. November)

Hunderte Kilometer weiter westlich sind wir wieder aufgewacht, haben etwas gefrühstückt und sind nach insgesamt 13 Stunden in Kazan angegommen. Unser Hotel „Ramada“ liegt direkt am Bahnhof und hat uns gut gefallen. Nach einer Dusche und einem kleinen Schläfchen sind wir los, um die Stadt zu erkunden. Sie gefiel uns sofort und wir verbrachten die meiste Zeit im Kasaner Kreml. Er ist eine UNESCO Weltkulturerbe und komplett renoviert. Der Kreml liegt auf einem Hügel zwischen der Stadt und der Wolga und gibt einen tollen Blick auf beides. Das auffälligste Gebäude ist die Kul-Sharif Moschee, die größte Moschee Europas außerhalb Istanbuls. Die riesige, weiße Moschee beinhaltet ein Museum über muslimische Kultur und eine Terasse, von welcher Touristen den Gebetsraum beobachten können. Mit der Maria-Verkündigungs-Kathedrale ist das Christentum hier auch vertreten. Im Laufe unseres Besuchs haben wir viel über die islamische Kultur der Gegend gelernt. Kasan ist die Hauptstadt Tatarstans. Hier haben um das Jahr 700 sogenannte Wolgabulgaren gesiedelt, muslimische Turkvölker, welche man auch Tataren nennt. Etwa 500 Jahre später eroberte Dschingis Khan die Gegend und machte sie zu einem Teil seines gewaltigen Reiches. Seine Krieger wurden auf Grund ihrer Brutalität als „Tartaren“ bezeichnet, die Nähe der Worte „Tataren“ und „Tartaren“ sorgt bis Heute für Verwirrung. Heute ist Tatarstan eine autonome Republik in der russischen Föderation und gilt als weit entwickelt. Seine Rolle als IT Standort unterstreichen einige ansässige IT-Firmen, außerdem haben zwei Flugzeugfirmen ihre Headquarter hier.

Kazan – beside the two capitals, Moscow and St.Petersburg, the most beautiful city, we had seen in Russia. We arrived at around noon and our hotel „Ramada“ was just a block away from the trainstation. For us it was the perfect choice to stay. After taking a shower and a short nap, we did our usual walk to explore the city. Most of the afternoon we spent in the Kremlin there, which is rightfully an UNESCO world heritage site. It is completely renovated and with the new Qol Şärif Mosque, which is supposed to be the biggest Mosque in Europe outside Istanbul, and the old Annunciation Cathedral from the 15th century, the Kremlin now is honoring both religions, Islam and Christianity, equally. The Kremlin is located on a hill with a great view over the city and the Volga. On this visit we learned a lot about Islam in the museum below the mosque, but also about Tatarstan with Kazan as capital. Around 700, the Volga Bulgars, a Turk ethnic, also called Tatars, did settle down in the Volga area. Almost 500 years later Ghengis Khan did conquer the area and integrate it into his big Mongolian empire. In their reign, the Mongols did develop and support trade between Orient and Occident and made Kazan an important hub on the northern Silk-road. They established an armed post about every 30 km to secure the traffic and the trade. Ghengis Khan’s warriors have been named Tartars (because of their cruelty when they conquered, named from the Greek‘ lowest area of the hell). The two namings „Tartars“ and „Tatars“ still today is creating lots of confusion. Today Tatarstan is one of the most modern states in the Russian Federation and one of the „high tech centers“ in Russia. Two aircraft companies are headquartered here and many IT companies.  

                      

(28.November)

Etwas außerhalb von Kazan gibt es eine Mann namens Ildar Khanov, eine Art russischen Hundertwasser. Er ist für seine Kunst bekannt, aber gilt auch als Wunderheiler. In 1992 soll er eine Stimme gehört haben, die ihm sagte: „Ildar, morgen sollst du um 6:00 aufstehen und damit beginnen, einen Tempel für alle Religionen zu bauen“. Das tat er dann auch, heute ist es ein riesiger, bunter Gebäudekomplex, der direkt an der Wolga gelegen ist. Er verbindet Türme und Gebäude mit Elementen aus dem Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und chinesischen Religionen. Und Khanov ist noch nicht fertig, er plant insgesamt 16 Türme – einen für jede Weltreligion. Das Gebäude wird aber nicht für religiöse Veranstaltungen genutzt, Khanov lebt hier mit seinem Team und will es für Zusammenkünfte nutzen. Wer das schöne Kasan einmal besucht, sollte mit dem Bus #2 hier unbedingt vorbeikommen. Später, zurück in der Stadt haben wir das coole Restaurant „Kvartira63“ in der Unigegend besucht. Die Einrichtung und das Essen waren Top. Dann sind wir durch schöne Straßen, an Opern und Parks entlang zurück zum Hotel. Mal abgesehen von den Metropolen Moskau und St. Petersburg, hat uns Kazan von allen russischen Städten am Besten gefallen.

There is a Russian Hundertwasser, his name is  Ildar Khanov. He is well known for his art work but also as a miracle healer. In 1992 he heard a voice saying: „Ildar tomorrow you have to get up at 6am to start building a temple for all religions“ and so he did. If you ever come to Kazan, you must go there.   The „temple for all religions“ is a bit outside of Kazan at the banks of the Volga. It is impressive and inspiring with its Christian, Jewish, muslim,Chinese and Buddhist towers and elements and still not ready. Khanov is planning 16 towers in total – one for each world religions. It is not intended to be used as a religious building and no ceremonies will be held there. Khanov is living there with his team and is also should be used as a place to come together. We took bus #2 which is stopping right there, enjoyed and admired the buildings and the site but also the view from the banks of the majestetic Volga. We did also ring, but no one did open, so we only could see it from outside. In the evening we went to „Kvartira63„, definitive not a veggie restaurant but a good place to be – good food, nice people and good athmosphere. In the night then we did a long walk thru the city, passed by the opera, a nice park and along Pushkinstreet in the city center. A really beautiful city! 

                         

(29.November)

Um noch etwas über die Gegend und ihre Bewohner zu lernen, sind wir wieder in den Kreml und ins „Museum of history of statehood of Tatarstan“ gegangen. Es gab eine kleine, temporäre Ausstellung, die sich als Zeitverschwendung herausstellte, aber das Museum an sich war super. Es gab, unterstützt von modernen Multimedia Erklärungen und Exponaten einen tollen Überblick über die Geschichte von Tatarstan. Von der Besiedlung durch Wolgabulgaren bis zur heutigen starken Rolle in der russischen Föderation. Dann sind wir durch die Stadt gelaufen und haben einen wunderschönen, beeindruckenden Sonnenuntergang erlebt. Dann war es Zeit Abschied zu nehmen und zum Flughafen zu fahren, zum letzten, großen Highlight unserer Reise, St. Petersburg.

As we wanted to learn more about Tatars and Tatarstan, we went to the Museum of history of statehood of Tatarstan, which is located in the Kremlin. The ticket and time for the temporary exhibition were a waste of time and money, but the museum itself was great. Not too big and giving a very good overview from ancient times until today, with very good multimedia explanations and exponates. In fact it helped a lot to give us a decent understanding about Tartars, Tatars, Volga Bulgars and evolutions over time up to Tatarstan’s current (strong) position within the Russian federation. Later we continued exploring Kazan by foot and went back to our hotel. On the way we saw a magnificent sunset, just unbelieveable. Finally it was time to head to the airport. We decided to end our big trip along the silk road with a final, big highlight – few days in the „northern capital“ St.Petersburg. 

                      



Vom Baikal zum Ural

(23.-25. November)

Um Mitternacht sind wir am Bahnhof angekommen, der Zug fuhr kurz darauf ein. Wir sind zum Bahnsteig gelaufen und haben den Waggon 5 gesucht, mussten allerdings feststellen, dass bisher nur 15-12 dastanden. Also mussten wir warten, bis die anderen Waggons kamen und mit den ersten verkuppelt wurden. Diesmal haben wir die 2. Klasse gebucht, um für die lange Zeit etwas mehr Komfort zu haben. Um 1:00 setzte sich die Transsibirische Eisenbahn in Richtung Moskau in Bewegung. 

At midnight we went to the trainstation and short after, the train arrived. At the platform, we found only coach 12-15 and were informed that the missing coaches will be added here in Irkutsk. Waiting at a platform for 30 minutes at -20° can be quite a challenge. At 1am the Transsib towards Moscow finally started. 



Unser Waggon hatte einen Stomausfall, nach einiger Zeit war aber auch der Behoben und wir begannen, uns in unserem Abteil einzurichten. Ein Abteil in der 2. Klasse besteht aus 4 Betten und einem Tisch. Da wir die einzigen waren, konnten wir unsere Sachen verteilen. Bald kam die Zugmutti mit einem Paket mit Bettwäsche und einem Handtuch vorbei. Am Ende des Ganges gibt es Samowar an dem man sich heißes Wasser holen kann. Etwa um 3 Uhr legten wir uns ins Bett und sahen beim gleichmäßigen Schaukeln und dem Klackern der Räder auf den Schienen die sibirische Landschaft an uns vorbei ziehen.

We had a 2nd class ticket for the 55 hours to Yekaterinburg to have a bit more comfort and space for our luggage. Our coach had no electricity, but they did fix this problem after a while and we could start to make ourself comfortable. A 2nd class compartment has 4 beds and a table. Our beds had additional mattresses and did get a package of fresh linen and a towel from our coach-concierge. At the end of the coach, next to the concierge cabin, there is a samovar with hot water and a toilette at each side. At around 3am, we were ready to sleep with the monotone taktaktak of the train and the white Siberian landscape moving by our window in the dark.

    

Am Morgen sind wir gut ausgeschlafen aufgewacht, unverändert begleitet vom „taktaktak“ des Zuges, haben uns Kaffee und Cornflakes gemacht und noch eine kleine Runde gedöst. Im Zug beschleicht einen nämlich kein schlechtes Gewissen, einfach den ganzen Tag liegen zu bleiben, denn man kann sowieso nichts anderes machen. Mit dem Komfort unseres Einzelabteils war es dann aber schnell vorbei, denn wir bekamen den ersten und kurz darauf den zweiten Mitbewohner. Zu viert ist es in einem Abteil dann doch relativ eng, also machten wir uns bald auf den Weg zum Speisewagen, wo die Atmosphäre ähnlich langweilig war, wie man es aus deutschen Zügen kennt. Wir bestellten ein Omelette und gingen zurück ins Abteil. Unsere Zugmutti war nicht so nett wie „Christina“ aus unserem ersten Zug, aber sie kümmerte sich gut um die Sauberkeit ihres Waggons.

We were happy to have our compartment for ourself. But this changed pretty soon. A new passenger moved in and soon after a fourth one. So we had so squeeze our luggage and food. It’s really narrow with 4 people. Our concierge was not as nice as Christina from our first train, but she kept everything tidy and clean. Once a day she did vacuum the whole wagon and regularly cleaned the toilets. In the toilet it was not allowed to spill down the paper; this had to put in a bag below the sink, just in front of the toilet- bowl. Nice smell and something we could’t get used to. Around noon the next day we went to the restaurant car, which unfortunately didn’t have a feel-well atmosphere at all. But we did get a fresh omelet which was not too bad. The time did confuse us for a while. Time in our tickets and the coach was shown as Moscow time. Our watch was still on Irkutsk time – 5 hours ahead of Moscow; and at the about 20 stops until Yekaterinburg, local time was indicated. 2 times we had a stop of about 45 minutes, which we used to walk around at the ice-cold and slippery platforms for a few minutes, but other than this we spent all the time in our 4-bed suite. 

       

Da wir durch insgesamt 3 Zeitzonen fuhren, unsere innere Uhr noch auf Irkutsk gestellt war und alle Züge nach der Moskauer Zeit fahren, waren wir immer wieder verwirrt. Insgesamt hielt der Zug etwa 20 mal, an zwei längeren Stops von etwa 45 Minuten gingen wir kurz in die Eiseskälte, um uns auf den spiegelglatten Bahnsteigen die Beine zu vertreten. Ansonsten waren wir die ganze Zeit in unserem kleinen Abteil. An der Landschaft, der russischen Taiga und Tundra, hat man sich irgendwann auch satt gesehen und so waren wir froh, dass die Reise irgendwann zu Ende war und wir Jekaterinburg nach 55 Stunden erreicht hatten. 

The Siberian landscape in front of our window did not vary too much. Most the time, the train did run thru leave less birch-woods, some times it was mixed with needle wood or villages did run by. Spectacular views for miles across taiga or tundra were rare. Cities such as Omsk or Novosibirsk took an hour or longer just to pass; and, same as in Germany, the areas next to train tracks aren’t the most attractive. Net net, we are really happy, that we could do the Transsib, but it was a good idea to not do the stretch from Ulan-Ude (or even from Ulan Bator) to Moscow in just one trip. Finally we were happy when we reached Yekaterinburg after 55 hours – at 3am local time.

(25. November)

Um 3:00 Ortszeit sind wir in Ekaterinburg angekommen. Am Bahnhof suchten wir uns ein Taxi zum Hotel, wo wir versuchen wollten, einen sehr, sehr frühen Check-In zu bekommen. Die sehr nette Mitarbeiterin sagte uns, dass sie leider keine freien Zimmer hätten und wir warten müssten, bis jemand auscheckte. Sie bot uns aber an, schonmal im Fitnessbereich zu duschen. Das haben wir gleich gemacht und uns dann die Zeit im Hotel vertrieben. Aus irgendeinem Grund haben wir dann letztendlich eine Suite bekommen und holten etwas Schlaf nach.

Am frühen Nachmittag haben wir dann damit begonnen, die Stadt kennen zu lernen. Zuerst sind wir zur Oper gelaufen, um Karten für die Abendvorstellung zu kaufen. Dann sind wir zur „Katedrale auf dem Blut“ gelaufen, ihre goldenen Dächer haben wir schon vorher immer wieder zwischen Häusern scheinen sehen. Sie wurde auf der Stelle erbaut, an der die Familie des letzten Zaren 1918 durch die Bolschewiken hingerichtet wurde. Im Keller sind Katakomben zu Ehren der Zaren und ein kleine Austellung, in der die Zaren ein wenig wie Märtyrer herausgestellt werden. Auch eine gute Gelegenheit die heutige Macht der orthodoxen Kirche in Russland zu sehen. 

When we arrived at the hotel, there was a very nice lady at the counter, who wanted to let us check in immediately, but the hotel was fully booked. So she took our luggage and let us to the fitness area to take a shower. After a while we had breakfast and soon after we could check in into a suite – and did take a nap for the next few hours. 

In the early afternoon we started to a sightseeing walk and started with the opera which is one of the oldest and best in whole Russia. There we found that tonight there is a performance of The Nutcracker, and spontaneously bought tickets. Next we went to the „Cathedral on the Blood“, which recently was erected on the spot, where the last Tsar Alexander II and his family was executed by the Bolsheviks in 1918. In the basement, there is an exhibition as from the teaching „how to create a divine martyr“. Good opportunity also to see the power of the Orthodox Church in Russia today.
                 

Vor der Oper sind wir noch ins Hotel, um uns etwas schicker zu kleiden und Papa nutzte die Gelegenheit, endlich seinen Anzug anzuziehen, den er nun die ganze Reise mit sich geschleppt hat. (Besonders cool war die Kombination von Anzug und Wanderschuhen ;)) Die Oper ist eine der ältesten und besten in ganz Russland. Wir sahen, passend zur hereinbrechenden Jahreszeit, Tschaikowsky’s Nussknacker. Das Theater war innen wunderschön und Orchester und Ballett waren sehr gut.

Before the theater, we went to the hotel as this is the first opportunity for dad to use the suite, he did bring with him for exactly such a situation (looked especially cool with his trekking boots ;)). The theater itself is wonderful from inside and the performance was very good – the orchestra and the ballet. After the performance we walked just by a nice restaurant and had a nice walk back to our hotel in the night.  

            

(26. November)

Heute haben wir uns als Erstes zum nationalhistorischen & archäologischen Museum, um das älteste bisher gefundene Holzkunstwerk anzuschauen. Es war aber relativ enttäuschend, da das 11.000 Jahre alte Holzstück mit Ornamenten und menschlichem Kopf in einem langweiligen, kleinen Raum ausgestellt war. Es besitzt übrigens nur noch 3 von seinen ursprünglichen 5 Metern Länge, da der untere Teil bei den unvorsichtigen Ausgrabungen zerstört wurde. Auch die Beschreibung ist kurios, es steht zum Beispiel geschrieben „die Verzierungen haben sicher eine Bedeutung“ (ok, danke für die Information). Dann sind wir mit der Tram in einen anderen Stadtteil gefahren, wo sich das Rathaus, die Fußgängerzone, Parks und viele schöne Gebäuden befinden. Hier sind wir auch das „Museum of Fine Arts“ besucht und haben später im vegetarischen Restaurant „Rado“ zu Abend gegessen. Dann sind wir zum Hotel um unser Gepäck abzuholen und zum Bahnhof zu fahren.

After a good hotel breakfast we start with „phase II Yekaterinburg“ sightseeing. First target is the National History & archaeological museum, as there should be the oldest wooden example of human art on display – an about 11.000 years old wooden pile, with carvings and a human head on top. But it was disappointing. It was just one room with just this main sample, which was not 5 but only 3 meters as 2 meters have been broken off due to incompetent handling. And the explanations were of amateur quality such as „there are engravings which may have a meaning“. Hard to understand how such an important piece of human culture can be mistreated. Then we went by tram to the town-hall and there we learned to love the city. Beautiful buildings, parks and the lake, the streets full of life and our second museum „of fine arts“. There we also found a good veggi restaurant – this time with a different name „Rado“ but as delicious as the many „Govinda’s“, we already had our journey. Later we went to the hotel to pick up our luggage as we had booked a Transsib to Kazan for 22:30pm.
 

                  

   

Return to Russia – Siberia & Lake Baikal

 

(19. November) 

Nachdem wir uns ein wenig aufgewärmt haben, suchten wir uns im Internet das „Eco Cafe“ zum Essen aus. Zu unserem Vorteil gab es eine Tram vor dem Hotel und mit der netten Hilfe von ein paar älteren Damen ist es uns gelungen, an der richtigen Station auszusteigen. Auch hier in Russland war es um die -22° kalt und auch die Kontrolleurin hat belustigt den Kopf über unsere Kleidungswahl geschüttelt. Mittlerweile haben uns schon mehrere Menschen vor einer erhöhten Kriminalität in der Gegend gewarnt. Auf dem Rückweg merkten wir, dass keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fuhren und da es hier nicht üblich ist, ein Taxi an der Straße anzuhalten, brachten wir einige Zeit in der Kälte zu, bis uns eine nette Dame half und das Taxi mit uns teilte.

After we had warmed up a bit, we needed to find something to eat and went to „Eco кафе“ by tram as they should have good veggie food. The conductor in the tram did shake her head about our clothes and only then we recognized, we are the only ones without down feather coats. And it was cold even in the tram. The eco place was chilly and relaxed and we met a nice soldier there, who warned us about criminals in Ulan Ude. And he was not the first one! When we left the restaurant at 11pm, trams and busses didn’t operate anymore. Cool. Even with the help of a very nice lady it took us 30 minutes to get a taxi which she shared with us up to our hotel.

(20. November) 
Heute morgen sind wir bei sommerlichen -24° aufgewacht und kümmerten uns um ein Zugticket. Zum Glück gab es eine Art Reisebüro im Hotel, so mussten wir nicht in die Kälte. Wir kauften Tickets für die 3. Klasse, sogenannte „Platzkartny“, nach Sljudjanka. Nun hatten wir noch ein bisschen Zeit, in der wie die Sehenswürdigkeit in Ulan Ude besichtigten, den größten Lenin-Kopf der Welt. Muss man nicht unbedingt gesehen haben, aber er steht nicht weit vom Hotel, also bot sich der Ausflug an. Später am Bahnhof mussten wir unsere Ticketreservierung in ein Ticket umwandeln und stiegen wenig später zum ersten Mal in die Transsibirische Eisenbahn. Die dritte Klasse ist ein Großraumwaggon mit Plätzen, die Wahlweise in Liege- oder Sitzplätze umgebaut werden können. Insgesamt war der Zug zwar schon etwas älter, aber gut gepflegt und auch an der Hygiene konnte man nicht meckern. Jeder Waggon hat als Personal eine eigene Mitarbeiterin, die die Tickets kontrolliert und Essen und Trinken verkauft. Unsere Zugmutti „Christina“ war sehr nett und konnte einige deutsche Worte, sodass wir es sehr mit ihr hatten. Nach 8 Stunden Fahrt am Baikalsee entlang erreichten wir Sljudjanka, das übrigens den einzigen Bahnhof er Welt besitzt, der ganz aus Marmor besteht. Hier zog es uns natürlich als erstes zum See, der wirklich beeindruckend ist. Er ist der älteste und größte See der Erde und kam uns mit seinen 31.000 km² eher vor wie ein Meer. Wir haben gelesen, dass sich 20% des Süßwassers der Erde in diesem See befinden, wenn man das Wasser über die Erde verteilen würde, wäre die Schicht 20 cm hoch. Nach kurzer Zeit aber zwang uns die Kälte dazu, uns das Hotel zu suchen, das wir im Internet gefunden haben. Zuerst versuchten wir in einer Kirche jemanden zu finden, der uns ein Taxi rufen könnte, aber die Messe, die gerade abgehalten wurde, schien nicht enden zu wollen, also zogen wir weiter und fanden schließlich in einem öffentlichen Gebäude eine Feier, wo jemand das Hotel kannte und uns ein Taxi rief. Das Hotel wird gerade renoviert, aber liegt direkt am See. Es ist ziemlich basic aber wir waren froh es gefunden zu haben, vor allem da es wahrscheinlich das einzige Hotel im Ort ist. Nah am Hotel gibt es ein Restsurant, das sich „goldene Jurte“ nennt. Der Besitzer sieht ein wenig aus wie ein Indianer und spricht gutes Englisch. Also konnten wir uns verständigen und bekamen ein leckeres Abendessen serviert.


The day started with -24° and we didn’t feel too safe and well in Ulan Ude, so we decided to leave the city with the next train towards Lake Baikal. Lucky as we are, there was a travel agent in the hotel, that did organize us a 3rd class tickets to Slyudyanka direct at the lake. The 3 hours until the train was leaving were enough to see the city center and it’s top attraction, the biggest Lenin head in the world. It’s really big. The 8 hour train ride was a good warm up on the Transsib. The wagon was full of bunk beads with people sleeping, sitting and eating. Each wagon had its concierge; our „Christina“ was a nice one and took care for us like a mother. She is running a Samovar heated with coals, she also has to de-ice the stairs to the wagon and the brakes with a big iron rod at each station, and to keep the wagon and the toilet clean.  She did bring us towels and sheets for our beds and sold us tea-bags and some sweets to eat. We were excited, when we first saw Lake Baikal rising out of the winter-world, we were driving thru. It was not
frozen as we had expected but evaporating clouds of fog. Slyudyanka is a small city with a big train station – the only one in the world fully built of marble. Pretty rude personal there, no taxi and we had no idea where to go. A block away we saw a nice church. A mass just started, when we came in with all our luggage, so we dropped our stuff at the entrance and started watching the ceremony. We hoped to get some advice after the mass, but the incensing and reading and ceremony did not end, so we silently went away and walked to the shore of the majestic lake which holds more than 20% of all freshwater in the world. After a while we saw some movement in a building close by and went there. One car came by after the other, a lady in expensive fur stepped out and the car was leaving. The building was something like an event hall and inside there was a long, long table with the finest food and wine. First the ladies there did not take notice of us. But finally we found a young lady, who spoke english a bit. She told us, the gathering is a fund raising event and she also called a taxi for us and told the driver to bring us to a hotel directly at the shore. Finally she invited us to a Karaoke party the next day. The hotel was a few kilometers outside, very beautiful located – and under construction or renovation. But they offered us a room – perfectly located with a terrace direct above the lake. Especially as this apparently is the only hotel in the whole area. Close to the hotel there is a new yurt with a restaurant „Golden Yurt“ inside, which was operated by a man looking like a native american. He even spoke english and prepared a delicious vegetarian meal for us. How lucky we are!

                                  

(21. November) 

Sljudjanka ist der Beginn der alten Baikalbahn, die von hier bis nach Listvjanka und weiter an der Westküste des Sees entlang fährt. Früher wurde der Zug mit einer Fähre über den Irkut Fluss gebracht, um seinen Weg auf der anderen Seite fortzusetzen. Mit seinen vielen Tunneln ist die Strecke ein Paradebeispiel für die Ingenieurskunst des 20. Jahrhunderts und mit Abstand die teuerste russische Zugstrecke. Heutzutage fährt der Zug jeden zweiten Tag, wenn überhaupt. Am Nachmittag haben wir einen Regionalzug genommen, der uns in 3 Stunden nach Irkutsk brachte. Am Bahnhof haben wir direkt ein Ticket für die 55-stündige Fahrt nach Ekaterinburg gekauft. Es war nicht so einfach zu erklären, was wir wollten, aber mit der Unterstützung einer Einheimischen ist uns die Verständigung gelungen. Vom Hotel sind wir dann zu Fuß zu einem Restaurant namens „Govinda’s“ gelaufen, es scheint in jeder Stadt in Russland ein Restaurant mit diesem Namen zu geben, und haben dort lecker gegessen. Die Nachspeisen waren sogar noch leckerer.

Slyudyanka is the start of the original Baikal railway, which is going from there to Listvyanka and further along the western shore. In former times the train crossed the Angara river (the only river out of lake Baikal) on a ferry. With its tens of tunnels it was a masterpiece of engineering of the early 20th century and was by far the most expensive train route in Russia. Today it’s running every second day if any and the Transsib is following a new and very busy track. In the afternoon we took a local train on a 3 hours ride to Irkutsk. At the train station we did buy a ticket for a 55 hours ride on the Transsib to Yekaterinburg. This was not easy, but with the help of a local, we managed to get exactly what we wanted: 2nd class on the train that starts at 1am the day after tomorrow. Despite the cold, we then explored the city by walking around as we did get used to deal with the cold. After 500m max., we warm up in a store or any other place before going on again. Dinner we took in another vegetarian „Govinda“ restaurant. It seems there is a „Govinda“ in every Russian city. But the food there was delicious, and the dessert was even divine. 

                                

(22. November)

Der Zug sollte heute um 1:00 in der Nacht losfahren, also hatten wir nun noch den ganzen Tag in Irkutsk. Da heute mit -27° unser persönlicher Kälterekord aufgestellt wurde, sind wir mit der Kälte wie bisher umgegangen und haben uns alle 500m ein Plätzchen zum Aufwärmen gesucht. Das Taxifahren ist hier kompliziert, man sollte Taxis mit dem Handy anrufen, so bekommt man die Information wann es ankommt und den Preis. Wenn man ein Taxi einfach anhält, wird es im Normalfall viel zu viel Geld verlangen. Wir hatten hier eine Auseinandersetzung mit einem Fahrer, der meinte, er fährt mit Taxometer, welches er uns aber nicht zeigen wollte und später eine astronomische Summe verlangte. So haben wir zu Fuß und mit Minibussen die Sehenswürdigkeiten Irkutsks gesehen, zunächst einige Kirchen und später Museen. Die Stadt hat sehr vom Einfluss der sogenannten Dezembristen profitiert, zehn reichen Prinzen und Kaufleuten, die 1825 nach Sibirien verbannt wurden, weil sie gegen die Zaren rebelliert haben. Zunächst wurde eine Todesstrafe gegen sie verhängt, der Zar hat sie dann allerdings begnadigt und nach Sibirien verbannt. Hier haben sie ihre hohe Bildung und ihr kulturelles Interesse verbreitet. Sie haben unter Anderem ihr Wissen über Medizin, Landwirtschaft, Kunst und Wissenschaft verbreitet. Die Häuser dieser Menschen sind jetzt Museen. Nach dem Abendessen saßen wir drei Stunden in der Hotellobby, haben den Blog geschrieben und auf den Zug gewartet.

 Today we have a full day to explore Irkutsk, but with record -27° this is a challenge, especially as calling a taxi is even more difficult then in other Russian cities. Locals call a taxi by phone, let them know from where to where and get the info, by when the taxi is coming and the cost of the ride. We normally are asking locals to call a taxi for us as we don’t have a Russian Sim card and that works fine normally. But when we did hire a taxi just at the street it happened, that the taxi meter did show 10 times the regular price or the driver just did take the taxi sign off the roof and asked for astronomic price. Here in Irkutsk, we even had a little fight with a driver before we did let him go with half the money he was asking, which was still 5 times the regular fee. Irkutsk is a nice city located about 70 km west of lake Baikal at the only river going out of the lake. Until today is it taking benefit from the Decembrists, ten princes or leading society members, that tried to establish new governmental rules and a political system with somewhat equal rights to all citizens in the early 1820th. They were motivated by the french revolution, but their initiative failed. After sentenced to death, the tsar pardoned the penalty to some years of prison in Siberia and after they had to stay there. They have been brought to the Irkutsk area – most of them accompanied by their wife’s. After beeing released from prison, they started many initiatives related to farming, healthcare, art and science. Still today the whole area is benefitting from these initiatives almost 200 years ago. The houses of two of these families are turned into museums. We visited them and a number of beautiful churches, which gave us a really good feeling how life in Siberia was – and is today. We saw people in the city, with milk cans on wheels walking a kilometer to get water for their homes. And the winter is just coming. In the evening we went for dinner to „Eterno“ a good Italian and then for another delicious dessert to the „Govinda“. Then we did spend 3 hours in the lobby of our hotel, writing our blog, before we asked for a taxi to the train station at midnight.