Durch’s wilde Kurdistan

(26. September)

Wir haben uns dazu entschieden, über Erzurum zu fahren. Der Umweg ist nicht zu groß und Erzurum ist eine Stadt mit 6000 Jahre langer Geschichte. Die Entscheidung hat sich schon auf dem Hinweg ausgezahlt, denn nach kurzer Zeit hat sich die Vegetation völlig geändert. Wir sind über einen Bergkamm gefahren und befanden uns im kargen, anatolischen Hochland. Mehrere Bergpässe brachten uns teils auf über 3000m. Immer wieder konnte man das weite Land überblicken. 

Erzurum liegt friedlich eingebettet zwischen bis zu 3000m hohen Bergen. Da der Tourismus der Stadt weitesgehend auf Wintersport ausgelegt ist, haben wir in einem Skiresort am Fuß des Mt. Palandöken, dem bekanntesten Skigebiet der Türkei übernachtet. Das Hotel liegt über der Stadt und unser Zimmer hat einen tollen Ausblick über die Stadt und die Umgebung geboten. In Erzurum findet man, teils auch mitten in der Stadt, einige zerfallene oder komplett zerstörte Häuser und Siedlungen vor. Der Grund dafür sind Erdbeben. 1939 sind über 40.000 Menschen bei einem Beben gestorben und auch später, etwa 1964 und in den 1980ern wurde die Stadt von Erdbeben erschüttert. Obwohl diese Erdbeben Jahrzehnte zurückliegen, sieht man wie gesagt an vielen Stellen noch deutliche Spuren. Sonst hat die Stadt uns aber sehr gut gefallen, sie ist sehr schön und gepflegt. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten, welche teilweise noch von den Römern, Seldschuken, Mongolen, Persern, Araber und Osmanen erbaut wurden.  

Spontaneously we decided to take the way to Erzurum, a city in the anatolian highlands with a history of 6000 years. Already the way from Trabzon to Erzurum rewarded us for the extra miles with breathtaking views and several passes of 3000 m altitude. Erzurum is located at almost 2000m and surrounded of 3000m mountains. With mount Palandöken of 3200m it’s the #1 ski destination in Turkey. With some luck we found a suite in the 5* Renaisance Resort including a stunning view over the city and the land around. Erzurum is a city with a good and welcoming athmosphere. It has many old buildings and ruins from the Romans, Seldschucks, Mongols, Arabs, Persians and of course the Ottomans. It had to suffer from a number of heavy earthquakes – the last big one was in the 80’s and we still could see many buildings and whole quarters broken down – and big ad’s from politicians, promising to rebuild everything (funny after 30 years 😉)

   
    
    
         

 (27. September)

Heute haben wir uns dann einige der Sehenswürdigkeiten angesehen. Wir waren in der „Yakutiye Medrese“, einer 1310 erbauten Koranschule. Heute ist es ein Museum für das Leben in der osmanischen Zeit. In der Mitte gibt es eine große, überdachte Halle, von der aus man in alle Richtungen, durch 1,30m hohe Türen in anliegende Räume gelangt. Beim Spazieren haben wir die Zittadelle der Stadt, von Kaiser Theodosius in Auftrag gegeben, gefunden. Im Innenhof gibt es einige Ausgrabungen und eine kleine Moschee. Am hinteren Ende steht ein Glockenturm. Eine kleine Tür war angelehnt, also sind wir hinein. Drinnen gab es kein Licht, weshalb wir uns im Dunklen eine kleine, steinerne Wendeltreppe hochtasten mussten. Oben ist der Turm aus Holz gebaut, welches an vielen Stellen schon ziemlich verrottet ist. Aber der Turm hat uns mitten aus der Stadt heraus einen wunderbaren Blick über das Tal von Erzurum ermöglicht. Abends sind wir im Stadtzentrum durch eine alte Mall mit dem Aufzug in ein Gebäude, in welchen sich in jedem Stockwerk eine Bar befindet. Wir haben im obersten Stock Billard und Bowling gespielt. Insgesamt war das Ganze ziemlich heruntergekommen, aber es war recht lustig.

Today we spend a relaxing day in Erzurum. The most interesting side was the „Yakutiye Madrasah“. Originally it was a Quran school, established in 1310; today it’s a museum about ancient life in Anatolia. It is the only Medrese with a roofed square it Anatolia. All the exhibition rooms have to be entered through doors, which are only 1,30m high. We also were impressed by the old roman castle, build by Emporer Theodosius, which has an wooden clock-tower. It offered us a beautiful view over the valley of Erzurum. In the evening, we had dinner at Pizzarro’s and then some fun with Bowling and Pool, in a run-down Building, right in the city center.

             

(28. September)

Weckruf um 5, um die Mondfinsternis über dem Tal von Erzurum zu verfolgen. Wir hatten eine tolle Sicht aus unserem Hotelzimmer.

Wake up call at 5 to see the lunar eclipse over the Valley of Erzurum, which we could perfectly see from our Hotel room.

  

Güle güle Türkiye! Mittags sind wir aus Erzurum Richtung Georgien weitergefahren. Über Kars, welches übrigens keine besonders sehenswerte Stadt ist, sind wir gegen 7:00 OESZ an der Türkisch-georgische Grenze angekommen. Hier haben wir ordentlich Probleme bekommen. Mehr dazu in Kürze.

Güle güle Turkey! Around noon we left Erzurum in direction Georgia via Kars, which does not offer many reasons for a stop. At around 7 pm local time we arrived at the georgian border. Here we did run into real problems. More info will follow in the next blog.