Letzter Stop: Moskau

(3. Dezember)

Am Nachmittag sind wir die Rückreise nach Moskau angetreten und gegen Abend am Flughafen Domodedovo gelandet. Mit dem Bus zur U-Bahn und zum Hotel, um die Taschen abzulegen. Zum Abendessen sind wir zur U-Bahn Station Kurskaya gefahren und haben das coole vegetarische Restaurant „d’ivan“ gefunden. Die Gegend scheint gerade renoviert zu werden und man findet hier viele coole Cafes und Bars. Das Essen war lecker und sie haben den Laden für uns extra länger offen gelassen. Dann sind wir noch etwas in der Gegend spazieren gegangen.

 

We left St.Petersburg in the afternoon to our last station Moscow. With bus and metro we went to our hotel and then to the cool veggi restaurant „d’ivan“ close to the Kurskaya metro station. As they seemed to like us, they kept the place open longer for us and the dishes were so yummy, that we decided to come back again. The area around the Kurskaya metro station seems to be one of the new Moscow hot spots. Many buildings are being renovated, new shops and cool restaurants are all around. 

(4. Dezember) 

 

Heute mussten wir in der Früh das Hotel wechseln und wurden um 11 von Sergey in der Lobby abgeholt, um uns seine Stadt mit dem Auto zu zeigen. Für uns war es perfekt, dass wir die Stadt von einem Local gezeigt und erklärt bekamen. Mit seinem SUV fuhr er uns zu einigen wichtigen Gebäuden und erzählte uns Spannendes über Moskau. Er zeigte uns die Stalin Wolkenkratzer, auch Sieben Schwestern genannt. Eines dieser Gebäude beheimatet eine riesige Universität, von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt. Wir fuhren an den moskauer Filmstudios („Soviet Hollywood“) vorbei in den Norden der Stadt, wo wir den riesigen Fernsehturm, das Kosmonautenmuseum und das „Arbeiter und Kolochsbäuerin“-Denkmal zu sehen bekamen. Nach etwa drei Stunden hatten wir einen guten Überblick über Moskau bekommen.

 

At 11am Sergey, a Russian colleague of dad did pick us up at the hotel and did give us a first class Moscow sightseeing tour as only a local can do. With his big SUV, he did drive us around the city and did show us many of the land marks such as the Stalin skyscrapers (seven sisters), Gorky park and the huge Moscow university and the great view over the city from there. We also passed by the Mosfilm film studios (Soviet hollywood). In the north of the city, he showed us the 550m TV-tower (the needle), the cosmonautics monument with the space museum and the „Worker and Kolkhoz Woman“ monument, which still today is the logo of the official Mosfilm TV. And he gave us lot’s of anecdotes and background info. After 3 hours we had a real good overview over this great city and it’s history of the past 100 years. 


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Später haben wir den Izmailovsky Markt besucht. Er befindet sich am izmailover Kreml und wird gerne als Souvenierparadies bezeichnet. Die ganze Anlage ist schon etwas älter und nicht wirklich gut in Schuss. Möglicherweise deswegen und weil wir den Markt bei schlechtem Wetter besucht haben, waren viele Stände leer. Aber trotzdem findet man hier Unmengen von russischen Souveniers und anderen typischen Dingen. Die lustige Stimmung des Marktes, seine guten Preise und Qualität lohnen den Ausflug. Am Abend sind wir wieder in die Kurskaya Gegend gefahren, haben wieder lecker bei „d’ivan“ gegessen und den Abend in einer belgischen Bar ausklingen lassen.
In the afternoon we then went to the Izmailovsky market, next to the Izmailov Kreml and close to the Partisanskaya metro station. This is known as the souvenir and art market for insiders; a bit run-down but still fancy and creative. As the weather was bad, many stores or booth‘ were closed, but we did find all things we wanted to buy. In the evening we went back to the Kurskaya area, to the d’ivan from yesterday and then to a fancy Belgian bar.

(5. Dezember)

Da er uns nun in fast jedem noch so kleinen Dorf unserer Reise begegnet ist, wollten wir heute das Lenin-Mausoleum besuchen, das sich auf dem roten Platz vor dem Kreml befindet. Es hat nur 4 mal in der Woche zwischen 10:00 und 13:00 geöffnet. Man geht eine Treppe runter und geht in einen dunklen Raum, in der Mitte steht ein Sarg mit Glaswänden. Darin liegt Lenin seit knapp 100 Jahren und wird von Innen gekühlt. Ziemlich seltsam, neben dieser Leiche zu stehen, gerade weil sie zu einem solch umstrittenen Menschen gehört.

 

As we have been greeted by Lenin in each and every village across Russia, we did not want to leave the country without seeing him in person. So we started the day with a visit at his mausoleum, which is open only for 3 hours at 4 days per week. After we passed a series of security checks, we entered the building. A stair down into a dark room and there he is lying since almost 100 years, cooled from inside his body. Very mixed feelings to stay just next to such a controversial person, who died almost 100 years ago. 

Dann sind wir in den Norden der Stadt zum Kosmonautenmuseum gefahren. Es ist sehr interessant, mit Modellen, Raumschiffteilen und Raumfahrausrüstung gefüllt. Man bekommt ein sehr gutes Bild über die Geschichte der russischen Raumfahrt und auch der weltweiten Erkundung des Alls.

 

In the afternoon, we went to the “Cosmonaut Museum“, Sergey already showed us from outside. This is a great museum not only about the Soviet and Russian but also the American space missions. Well worth to visit.






Zurück in der Stadt sind wir zur Tretjakow-Galerie gefahren, haben dort im vegetarischen Restaurant „Sok“ lecker gegessen und uns danach die Galerie angesehen. Sie hat uns gut gefallen und scheint zu den „must-sees“ der Stadt zu gehören. Auf den letzten Abend unserer Reise stießen wir später in einer Bar in der Nähe von der „China-Town“ an.

 

Then we went back to the city center, had an excellent early dinner at the restaurant „Sok“ before we went to the Tretjakov gallery, our last „must see“ in Moscow. We closed the day in a cool club close to Chinatown. 





 
(6. Dezember)
Zeit sich zu verabschieden. Um 8:00 haben wir das Hotel verlassen und sind mit der Metro und dem Bus zum Flughafen gefahren. Mittags sind wir nach 3 Monaten und 3 Tagen wieder in München gelandet.

 

Time to say good-bye. At 8am we left the hotel and went to the airport by metro and bus. At noon we arrived in Munich – 3 month and 3 days after we started this great trip along the silk road. 

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St.Petersburg – die Stadt der Zaren

  

(29.November)

Mit dem Taxi ging es am Abend zum Flughafen Kazan. Um 20:00 ging unser Flug nach Moskau Domodedovo. Wir haben in der Nähe vom Flughafen in einem Hotel übernachtet, um am nächsten Morgen einen Flug nach St. Petersburg zu nehmen.

From the hotel we had a very nice taxi driver; he gave us kind of a last sightseeing tour on the way to the airport. At 8pm we had a flight to Moscow Domodedovo, where we had a stay over at an airport hotel as our flight to St.Petersburg is early next morning. 

  

(30. November)

Der Wecker klingelte um 7:30, eine kurze Dusche und ein kleines Frühstück später fuhren wir mit einem Hotelbus zum Flughafen zurück. Mittags sind wir in St. Petersburg gelandet. Hier hatte es 1°, das erste Mal seit Langem, dass etwas Positives auf dem Thermometer stand. Mit Bus und U-Bahn ging es in die Stadt und wir waren vom ersten Moment an von all den schönen alten Gebäuden überwältigt. Als erstes wollten wir aber unsere schweren Taschen loswerden, also suchten wir unser Hotel, das Kempinski Moika 22, das am Kanal „Moika“ gelegen ist. Vom Hotel aus kann man die Eremitage sehen, die keine 3 Minuten zu Fuß entfernt ist. Bald brachte uns der Hunger wieder in die Stadt, wo wir im Cafe „Ukrop“ ein gutes Mittagessen hatten und später durch die Stadt spazierten. St. Petersburg ist eine beeindruckende Stadt, in der man eigentlich mehr Zeit verbringen sollte. Spontan sind wir in ein Ticket-Office gegangen, von denen es einige an den großen U-Bahn Stationen gibt und haben uns Karten für eine Vorstellung besorgt, die auf Musik von Tchaikovsky, Bizet und Mozart basierte. Das Ganze fand in einem kleinen, alten Theater statt, das aber sehr schön hergerichtet war. Das Stück war selbst geschrieben und erzählte eine Geschichte, die bekannte Opern miteinander vereinte (wir verstanden die Geschichte nur teilweise 🤓). Die Musik der Vorstellung kam zwar aus Lautsprechern, aber der Gesang war sehr gut und die Darsteller waren sehr engagiert und erzeugten eine nette, ungezwungene Atmosphäre, ähnlich wie bei „pasta & opera“ Veranstaltungen. Nach der Veranstaltung sind wir durch die nächtlichen Lichter der Stadt gelaufen und haben im „Idiot“ zu Abend gegessen. Ein cooles Lokal mit seriöser Bedienung und sehr gutem Essen.

Early in the morning we had a shuttle to the airport and arrived in our hotel in St.Petersburg at around noon. The thermometer was at cosy + 1°; mixed rain and snow. As this is supposed to be the final of our great trip along the silk road, we rewarded ourself with the Kempinski St.Petersburg hotel. And this was a good choice as it is perfectly located and a great hotel. Hungry, we went to Cafe „Ukrop„, a good location for lunch or coffee and then did stroll just around in the city, impressed by it’s beauty and magnificence. Spontaneously, we went into a ticket office and, with the help of an english speaking customer, we got tickets for a musical performance based on music from Tchaikovsky, Bizet and Mozart for the same evening. It took place in a small theater in an old but beautiful building and was performed by a company of opera singers. Music came from speakers, but the singing was just great and they performed a full story (which we didn’t fully understand 🤓) – everybody was fully engaged, the atmosphere was a bit „pasta & opera“ and we liked it so much, that we did buy a series of CD’s with similar music. This kind of performances we should have also at home. After it was over, we did a long walk along the St.Petersburg channels to the restaurant „Idiot„. Also this did perfectly fit into this pefect day – professional service and perfect food in an unpretentious environment. 

                            

(1. Dezember)

Weil die Eremitage gleich bei unserem Hotel liegt, war es naheliegend, diese Sehenswürdigkeit zuerst zu besuchen. Da es heißt, man bräuchte mehrere Tage, um dieses riesige Museum komplett zu sehen, haben wir uns vorgenommen, uns nicht zu lang an Einzelnem aufzuhalten. Wir sind durchs Untergeschoss, in dem die Archaeologie uns einiges zur Vergangenheit Russlands zeigte (Goldene Horde, Dschingis Khan…) in den ersten Stock gekommen. Hier ist man mit der Zeit ziemlich überfordert mit der Kunst, da man mit Kunstwerken und Bildern nahezu überschüttet wird. Wenn man sich sehr für die einzelnen Werke interessiert, dann sollte man hier wirklich einige Tage einplanen, denn das Museum scheint nach allen Seiten nicht enden zu wollen. Außerdem ist das Gebäude an sich schon den Besuch wert. Die Räume selbst übertreffen sich gegenseitig an ihren schönen Verzierungen und Farben, die meisten mit Gold gesäumt. Es ist wirklich erstaunlich, wie reich die russischen Zaren gewesen sein mussten, die die Eremitage früher als Winterpalast nutzten. Im Obergeschoss findet man später noch fernöstliche Kunst aus Japan, China und anderen asiatischen Ländern. Wir waren von diesem Museum mehr als beeindruckt und haben auch nichts Vergleichbares im Kopf.

As our hotel is close to Hermitage, we started our day just there. We were told, that it takes several days to even see the most important artifacts, so we planned to rush as we also wanted to see other highlights of St.Petersburg. We started with the archeological department in the basement. Only here one can spent a full day with all the artifacts from ancient time, Ghengis Khan’s and Tamerlan’s kingdoms and so on. All the other parts are dedicated to see the pomp and splendor.. Of the Tsar’s winter palace, what the Hermitage was built for, and all the paintings, sculptures and other artifacts. Unbelievable, how rich the Tsars have been! The rooms are competing with eachother with their ornaments, style and the use of gold. As the building stretches along the Neva river, also the view outside is worth the visit. We could not think of having seen anything comparable before. This is definitive a must see! Just after hours you get tired about all this splendor and gold.  

                                        

       
  

Nachdem wir dann den Ausgang aus der Eremitage gefunden haben, sind wir zur Issakskathedrale gegangen, dessen riesige, goldene Kuppel man oft über den Häusern sehen kann. Der Dom ist heute ein Museum und wurde gerade renoviert. Anschließend sind wir in das bekannte „Singer“-Gebäude gegangen, wo sich im ersten Stock des Buchladens „Дом книги“ ein nettes Cafe befindet. Zum Abschluss dieses anstrengenden Tages haben wir uns etwas Erholung im Hotel-Spa gegönnt.

It almost turned dark when we left the Hermitage and we rushed to see the St. Isaac’s Cathedral, the city’s main church and the largest cathedral in Russia, Which is turned into a museum and just finished renovation. Then we visited the „дом книги“ (house of books) in the famous Singer building and had something to eat in the beautiful cafe there. Exhausted as we were, we finished the day in the hotel spa. 

         

(2. Dezember)
Nach einem tollen Frühstück sind wir an der Neva entlang gelaufen und haben das anthropologische Museum besucht. Ein relativ kleines Museum, das man nicht sofort in den Reiseführern findet, aber es hat uns einen guten Überblick über die verschiedenen Volksgruppen der Erde gegeben (z.B. die Salaren, die uns vorher gar kein Begriff waren). Dort gibt es auch eine große Sammlung vom Zar Peter dem Großen, die sich mit körperlichen Abnormalitäten beschäftigt, hunderte Behältnisse mit Körpern sind wahrscheinlich schockierender als mancher Horror-Film. Dann haben wir den großen Fluss überquert und die „Peter & Pauls Festung“ besucht, eine große Burganlage auf einer Insel. Am Fluss, vor der Mauer der Festung haben wir einige Winterschwimmer gesehen, brrr. 

After a royal breakfast, we walked across the Neva and visited the Anthropological museum there. This is not marked as a St.Petersburg must see but the exhibition about tribes from around the world f.i. the „Salars“ from the Himalaya, where we even hadn’t the name before, are definitive worth the visit. There is also a big exhibition, collected by Tsar Peter the Great about nature’s abnormalities, probably more shocking than a horror movie. Then we did a long walk to Peter&Paul, a fortress on an island. Here we saw winter swimmers while we walked outside the fortress along the river; brrrrr.  

           

Weil wir schon auf der anderen Seite der Neva waren, wollten wir die große Moschee besichtigen, aber wir sind auf dem Weg am „Museum of Political History of Russia“ vorbei gelaufen und haben uns entschieden, es uns schnell anzusehen. Aus dem „schnell“ wurden dann 2 Stunden, da es wirklich interessant und gut aufgemacht war. Man hat viel über die politische Geschichte Russlands seit der Zarenzeit erfahren. Das Museum ist übrigens in dem Gebäude gelegen, in dem die Bewegung der Bolschewiken begonnen hat – Lenin hat hier jeden Tag gearbeitet, wir standen in seinem Büro und auf dem Balkon, von dem er seine Reden ans Volk gehalten hat

Next we wanted to visit the big mosque, but occasional we passed the Museum of „Political History of Russia“ and decided to have a look. This look extended to about 2 hours as it was a very interesting exhibition about changes in power in Russia from the Tsar’s up to today and the effects to the peoples‘ life’s. The museum is located in the building where the Bolshevik movement started – Lenin worked here from the day of his return from exile and gave speeches to the masses from his balcony there. Very, very good to learn how life was in Russia over the past 150 years. The Mosque we could then see only from outside, as it was closed already.  

  

   Danach haben wir die Moschee immerhin von außen gesehen und sind noch in den Norden der Stadt gefahren, um den „Grand Maket Russia“ zu besuchen. Hier kann man ganz Russland in einem Raum sehen. Mit viel Technologie, Eisenbahnen und viel Liebe zum Detail konnten wir unsere Russlandreise nachverfolgen. Den Tag haben wir im tollen Restaurant „Kashmir“ beendet.

We took the metro to our next target for today, the „Grand Maket Russia“. This is a huge model of whole Russia from St.Petersburg to Vladivostok and from the Caucasus to Murmansk. Very new with latest model railway technology, it gives a good overview of this vast country, where we were lucky to have seen a good part of on our long journey. We closed this busy day with an excellent vegetarian dinner in the restaurant „Kashmir“ and a long walk back to our hotel well after midnight.  

      

   
    

(3. Dezember)

Unser letzter Tag in St. Petersburg. Wir hatten nun endlich Zeit die Blutskirche von innen zu besichtigen. Sie ist die imposanteste Kirche der Stadt und auch der Platz, an dem der Zar Alexander II 1881 ermordet wurde. Der komplette Innenraum, alle Wände und Decken sind mit kleinen Mosaiksteinen verziert. Danach hatten wir etwas Zeit um Kleinigkeiten einzukaufen und um 2 Uhr mussten wir die Stadt in Richtung Flughafen verlassen. St. Petersburg ist ein „must see“ und wir waren wirklich froh, diesen kleinen Trip gemacht zu haben.

Our last day in St. Petersburg. We just had time to visit the Church on the Spilled Blood. This is the most important Orthodox church in the city and the place, where Tsar Alexander II was assassinated in 1881. It is very beautiful inside, all with small mosaik. Then we just had a bit time for shopping as at 2pm we had to leave towards the airport. St.Petersburg is a must see and we were happy that we had done this trip.

   

    
 

Kazan – a Russian Casket

 

(26.November)

Abends ging es zum Bahnhof, unser Zug nach Kasan setzte sich um 22:00 in Bewegung. Er war älter und etwas enger als der Letzte und wir merkten, dass sich Preisunterschiede zwischen Zügen anscheinend immer bemerkbar machen. Unsere Zugmuttis waren jung und sehr nett, aber sorgten nicht so sehr für Ordnung und Sauberkeit. In Ekaterinburg stieg mit uns direkt ein Pärchen ein und so war es wieder sehr eng im Abteil. Wir haben uns bald hingelegt, um möglichst ausgeschlafen in Kazan anzukommen. 

Late in the evening we went to the trainstation, where our train started at about 10pm towards Kazan. It was older and our compartment was even smaller than our last one and now we understood why it was a bit cheaper than the other train one haiur earlier. Our concierges were young and nice, but didn’t care too much about keeping their coach clean and tidy. We had to share our compartment with a couple, so it was cramped again. But we fell asleep pretty soon.  

  

(27. November)

Hunderte Kilometer weiter westlich sind wir wieder aufgewacht, haben etwas gefrühstückt und sind nach insgesamt 13 Stunden in Kazan angegommen. Unser Hotel „Ramada“ liegt direkt am Bahnhof und hat uns gut gefallen. Nach einer Dusche und einem kleinen Schläfchen sind wir los, um die Stadt zu erkunden. Sie gefiel uns sofort und wir verbrachten die meiste Zeit im Kasaner Kreml. Er ist eine UNESCO Weltkulturerbe und komplett renoviert. Der Kreml liegt auf einem Hügel zwischen der Stadt und der Wolga und gibt einen tollen Blick auf beides. Das auffälligste Gebäude ist die Kul-Sharif Moschee, die größte Moschee Europas außerhalb Istanbuls. Die riesige, weiße Moschee beinhaltet ein Museum über muslimische Kultur und eine Terasse, von welcher Touristen den Gebetsraum beobachten können. Mit der Maria-Verkündigungs-Kathedrale ist das Christentum hier auch vertreten. Im Laufe unseres Besuchs haben wir viel über die islamische Kultur der Gegend gelernt. Kasan ist die Hauptstadt Tatarstans. Hier haben um das Jahr 700 sogenannte Wolgabulgaren gesiedelt, muslimische Turkvölker, welche man auch Tataren nennt. Etwa 500 Jahre später eroberte Dschingis Khan die Gegend und machte sie zu einem Teil seines gewaltigen Reiches. Seine Krieger wurden auf Grund ihrer Brutalität als „Tartaren“ bezeichnet, die Nähe der Worte „Tataren“ und „Tartaren“ sorgt bis Heute für Verwirrung. Heute ist Tatarstan eine autonome Republik in der russischen Föderation und gilt als weit entwickelt. Seine Rolle als IT Standort unterstreichen einige ansässige IT-Firmen, außerdem haben zwei Flugzeugfirmen ihre Headquarter hier.

Kazan – beside the two capitals, Moscow and St.Petersburg, the most beautiful city, we had seen in Russia. We arrived at around noon and our hotel „Ramada“ was just a block away from the trainstation. For us it was the perfect choice to stay. After taking a shower and a short nap, we did our usual walk to explore the city. Most of the afternoon we spent in the Kremlin there, which is rightfully an UNESCO world heritage site. It is completely renovated and with the new Qol Şärif Mosque, which is supposed to be the biggest Mosque in Europe outside Istanbul, and the old Annunciation Cathedral from the 15th century, the Kremlin now is honoring both religions, Islam and Christianity, equally. The Kremlin is located on a hill with a great view over the city and the Volga. On this visit we learned a lot about Islam in the museum below the mosque, but also about Tatarstan with Kazan as capital. Around 700, the Volga Bulgars, a Turk ethnic, also called Tatars, did settle down in the Volga area. Almost 500 years later Ghengis Khan did conquer the area and integrate it into his big Mongolian empire. In their reign, the Mongols did develop and support trade between Orient and Occident and made Kazan an important hub on the northern Silk-road. They established an armed post about every 30 km to secure the traffic and the trade. Ghengis Khan’s warriors have been named Tartars (because of their cruelty when they conquered, named from the Greek‘ lowest area of the hell). The two namings „Tartars“ and „Tatars“ still today is creating lots of confusion. Today Tatarstan is one of the most modern states in the Russian Federation and one of the „high tech centers“ in Russia. Two aircraft companies are headquartered here and many IT companies.  

                      

(28.November)

Etwas außerhalb von Kazan gibt es eine Mann namens Ildar Khanov, eine Art russischen Hundertwasser. Er ist für seine Kunst bekannt, aber gilt auch als Wunderheiler. In 1992 soll er eine Stimme gehört haben, die ihm sagte: „Ildar, morgen sollst du um 6:00 aufstehen und damit beginnen, einen Tempel für alle Religionen zu bauen“. Das tat er dann auch, heute ist es ein riesiger, bunter Gebäudekomplex, der direkt an der Wolga gelegen ist. Er verbindet Türme und Gebäude mit Elementen aus dem Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und chinesischen Religionen. Und Khanov ist noch nicht fertig, er plant insgesamt 16 Türme – einen für jede Weltreligion. Das Gebäude wird aber nicht für religiöse Veranstaltungen genutzt, Khanov lebt hier mit seinem Team und will es für Zusammenkünfte nutzen. Wer das schöne Kasan einmal besucht, sollte mit dem Bus #2 hier unbedingt vorbeikommen. Später, zurück in der Stadt haben wir das coole Restaurant „Kvartira63“ in der Unigegend besucht. Die Einrichtung und das Essen waren Top. Dann sind wir durch schöne Straßen, an Opern und Parks entlang zurück zum Hotel. Mal abgesehen von den Metropolen Moskau und St. Petersburg, hat uns Kazan von allen russischen Städten am Besten gefallen.

There is a Russian Hundertwasser, his name is  Ildar Khanov. He is well known for his art work but also as a miracle healer. In 1992 he heard a voice saying: „Ildar tomorrow you have to get up at 6am to start building a temple for all religions“ and so he did. If you ever come to Kazan, you must go there.   The „temple for all religions“ is a bit outside of Kazan at the banks of the Volga. It is impressive and inspiring with its Christian, Jewish, muslim,Chinese and Buddhist towers and elements and still not ready. Khanov is planning 16 towers in total – one for each world religions. It is not intended to be used as a religious building and no ceremonies will be held there. Khanov is living there with his team and is also should be used as a place to come together. We took bus #2 which is stopping right there, enjoyed and admired the buildings and the site but also the view from the banks of the majestetic Volga. We did also ring, but no one did open, so we only could see it from outside. In the evening we went to „Kvartira63„, definitive not a veggie restaurant but a good place to be – good food, nice people and good athmosphere. In the night then we did a long walk thru the city, passed by the opera, a nice park and along Pushkinstreet in the city center. A really beautiful city! 

                         

(29.November)

Um noch etwas über die Gegend und ihre Bewohner zu lernen, sind wir wieder in den Kreml und ins „Museum of history of statehood of Tatarstan“ gegangen. Es gab eine kleine, temporäre Ausstellung, die sich als Zeitverschwendung herausstellte, aber das Museum an sich war super. Es gab, unterstützt von modernen Multimedia Erklärungen und Exponaten einen tollen Überblick über die Geschichte von Tatarstan. Von der Besiedlung durch Wolgabulgaren bis zur heutigen starken Rolle in der russischen Föderation. Dann sind wir durch die Stadt gelaufen und haben einen wunderschönen, beeindruckenden Sonnenuntergang erlebt. Dann war es Zeit Abschied zu nehmen und zum Flughafen zu fahren, zum letzten, großen Highlight unserer Reise, St. Petersburg.

As we wanted to learn more about Tatars and Tatarstan, we went to the Museum of history of statehood of Tatarstan, which is located in the Kremlin. The ticket and time for the temporary exhibition were a waste of time and money, but the museum itself was great. Not too big and giving a very good overview from ancient times until today, with very good multimedia explanations and exponates. In fact it helped a lot to give us a decent understanding about Tartars, Tatars, Volga Bulgars and evolutions over time up to Tatarstan’s current (strong) position within the Russian federation. Later we continued exploring Kazan by foot and went back to our hotel. On the way we saw a magnificent sunset, just unbelieveable. Finally it was time to head to the airport. We decided to end our big trip along the silk road with a final, big highlight – few days in the „northern capital“ St.Petersburg.