Der Wolga nach

(27. Oktober)

Heute sollte unser letzter Tag in Wolgograd sein. Wir haben aus dem Hotel ausgecheckt und sind an der riesigen Wolga entlang zum Panorama Museum Volgograd gelaufen, welches sich mit mit der Schlacht von Stalingrad beschäftigt. Es gibt nicht nur tausende Ausstellungstücke, von Uniformen bis hin zu kompletten Panzern von diesem schrecklichen Kampf, sondern auch Multimediabildschirme, welche die Truppenbewegungen und Kriegsschauplätze darstellten. Über einige Treppen gelangt man ins Obergeschoss, zu einem 360° Panoramagemälde und Geländerelief. Man bekommt einen realistischen Überblick über das Kampfgeschehen von einem Hügel. Mit 16x120m ist es die größte Leinwand Russlands. Schweigend haben wir das Museum verlassen, welches ein so genaues Bild über einen schrecklichen Kampf gab, bei dem der Tod näher als das Leben war. Als wir von BMW erfahren haben, dass unser Auto nicht fertig sein wird, haben wir ins Hotel vom ersten Tag eingecheckt und sind wieder in das vegi Restaurant der Sri Chinmoy Anhänger gegangen. Von hier sind wir durch die Gegend gelaufen, um eine nette Bar zu finden, sind schließlich ins Hotel und haben an der Hotelbar Fussball geschaut.

This should be our last day in Volgograd. After checking out the hotel, we again did an extensive walk along the magnific Volga river and then went to the Panoramic museum „The Battle of Stalingrad“, where not only thousands of artefacts of this horrible battle are on display, from uniforms to complete tanks, but also several huge multimedia shows to demonstrate the war actions and movements of the frontline. On the top floor there is a 360°  panoramic view of the final battle formed of a combination of modelled sculptures and a canvas, which gives you a realistic view from the Mamayev hill. The canvas btw. is the biggest in Russia with it’s 16 *120 meters in a circle. We left the museum in silence as it gave a very realistic impression about this cruel battle where life was so close to death.  –  When we received the info from BMW that our car will not be ready today, we checked in the hotel from the first day and again went to the vegi restaurant from the Sri Chinmoy people. From there we did walk and take the public bus crossing the „little mafia“ area and looking for a nice bar, but didn’t find one and ended up in the hotel. 

    
    
    
    
    

(28. Oktober)

Wir wussten heute nicht mehr viel zu tun in Wolgograd, es war kalt und wir hatten einen relativ faulen Tag. Am Nachmittag haben wir uns mit Tonya zum Bowling getroffen und sind danach ins Cafe „Onegin„. Abends erreichte uns die Nachricht, dass wir unser Auto abholen konnten. Also sind wir wieder zu BMW und haben uns danach mit Tonya und ihrem Vater zum Essen verabredet. Er ist ein netter Gentleman, der uns von seiner Ausbildung in den USA erzählte und heute eine Baufirma leitet. Eingentlich haben nur wir gegessen und die zwei hatten einen Drink. Dann war es Zeit sich zu verabschieden, denn morgen sollte unsere Reise Richtung kaspisches Meer weitergehen.

Not much left to do in Volgograd and feeling a bit cold, we had a lazy day today. In the afternoon, we met with Tonya for Bowling and for tea in cafe „Onegin„. Then the notice from BMW that our car is ready. So we rushed to pick it up before they close. In the evening we had the highlight for the day – we met for dinner with Tonya and her father, a very nice elderly gentleman, who had part of his education in the US and today runs a building company. Actually, we had dinner and they had just a drink. Then it was time to say goodbye as tomorrow we want to go south towards the Caspian see. 

(29. Oktober)

Um für den langen Weg vorbereitet zu sein, haben wir neues Öl gekauft. Mit wieder ausgefülltem Kühlwasser ging es dann wieder auf die wolgograder Straßen, die an einigen Stellen mehr Schlagloch als Straße sind. Nicht weit außerhalb der Stadt wartete mal wieder ein Polizist auf uns, der uns allerdings enttäuscht hat weiterfahren lassen, als er merkte, dass das Verhandeln mit uns schwierig ist. Auf dem Weg wurde die Straße dann zunehmend besser, kurz vor Astrachan sogar nahezu perfekt. Nach Wolgograd fährt man ewig an riesigen, alten Fabrikruinen vorbei, welche eine große Leere erzeugen. Die Ruinen werden immer weniger, die Stille bleibt. Wenn man anhält und aus dem Auto aussteigen, umgibt uns eine scheinbar unendliche Stille. Die einzigen Geräusche kommen vom kalten Wind, der durch die kargen Büsche pfeift. Hin und wieder hört man ein Auto über den Beton rollen. So weit das Auge reicht, sieht man scheinbar unendlich weite, flache Landschaft. Einzig ein paar Dörfer aus Wellblechhütten unterbrechen das Bild. – Nach und nach ist die Dunkelheit über das weite Land gefallen und wir sind Nachts in Astrachan angekommen. Beim ersten Hotel unserer Wahl, waren alle Zimmer belegt, aber die Rezeptionistin hat uns geholfen, ein Zimmer in einem anderen Hotel zu buchen. Das andere Hotel, das „Novomoskovskaya“, ist noch viel besser und ist keine 100m vom astrachaner Kreml entfernt. Astrachan liegt bereits im Wolgadelta und ist dementsprechend vom Fluss umgeben. Wir haben ein gutes Restaurant namens „Sobraniye“ gefunden und den Tag dort ausklingen lassen.

To be prepared for the long way ahead of us, we bought spare cooling liquid and oil and then experienced the bad roads of Volgograd again, which were even topped by the roads in the southern suburbs. After we left the suburbs behind,  we passed miles and miles of remains of industrial combinates. Before also they disappeared, we were stopped by police, but as they recogniced negotiations with us might be diffucult, they’d let us go. The street became first better, then good and the Astrakhan steppe begun. Just nothing with a small village and a big church every 50 miles. When we did photo stops, we were impressed by the silence. Only the wind made a noise and from time to time a car. Just great this combination of space, silence and nothing. Then it went dark and it was night already when we arrived in Astrakhan. Big difference to Volgograd; streets in good condition, people on the streets and impressive buildings along the big river. The hotel, we had selected in the internet was sold out, but the receptionist did help us to find another one, the hotel Novomoscovscaya. This was even better as the one we had selected. It’s in a 18th century building and just 100 meters away from the Astrakhan Kremlin.  After a good dinner in the restaurant „Sobraniye“, We ended the day with a long walk to explore Astrachan and the riverfront.

               

 (30. Oktober)
Da uns Astrachan und seine Lage an der Wolga sehr gut gefallen hat, haben wir beschlossen, den Tag hier zu verbringen. Außerdem hatten wir ein Problem mit der russischen Migrationskarte, welches aber dann netterweise vom Hotel gelöst wurde. Wir haben den Park neben dem Hotel und den schön renovierten Kreml mit seiner Kathedrale und einem kleinen Museum besichtigt. 

As we liked what we have seen last night and we had to resolve an issue with our russian immigration card, we decided to stay another day. The card issue was resolved by the nice people in the hotel, so we had a full day for Astrachan and went to the park next to the hotel, the Kremlin with the cathedral and the little museum.  

        

Als wir alles gesehen haben, was wir sehen wollten, sind wir planlos durch die Stadt gelaufen und dachten schon, dass wir vielleicht besser weiter gefahren wären. Dann sind wir einfach in irgendeinen Bus gestiegen und nach einer Zeit wieder ausgestiegen. Hier hat dann der beste Teil des Tages begonnen. Wir haben den Tatarenmarkt und eine große alte Kirche gefunden und haben uns die großen „Ural“ und „Kamaz“ Trucks einer Feuerwehrstation angesehen. Wir waren gerade pünktlich, als die Sonne gerade am Horizont in die Wolga eintauchte und folgen dem Spektakel bis zur Dunkelheit. Die verschiedenen Blicke auf den Fluss und die Farbverläufe am Himmel machten das Ganze zu einem absoluten Highlight. Auf dem Heimweg sind wir zufällig in ein kleines Theater hineingelaufen, wurden von einer sehr netten Dame empfangen, die uns dazu brachte, uns das Stück anzusehen, obwohl es in russisch war.

After two or three hours we had seen most of what we wanted to see and started to walk around without plan. When we already thought we probably should continue our journey rather than stay, we jumped in the next bus with no idea where this is going. We jumped off at a canel and the best part of the day just begun. We found the Tartar bazar, a big old church, visited the fire station with it’s big „Kamaz“ and „Ural“ trucks and just at sundown we reached the bank of the Volga, which we followed until it was dark. The different views to this big river and the changes of light were the absolut highlight of the day today. On our way back we passed by a nice theater, where a performance of „Д.О.Н.О.Р.“ should start shortly. There, a very nice lady convinced us to go in, even if it was in Russian language. She organized us the last 2 tickets and we enjoyed it very much, but still are trying to find out what it exactly was about.

                     

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Moscow is Calling

(24. Oktober)

Mit gepacktem Handgepäck sind wir heute mit dem Bus zum Flughafen gefahren, um vom kalten Wolgograd ins noch kältere Moskau zu fliegen. Mit einer Stunde Verspätung sind wir um 16:00 in die Wolken eingetaucht und nach 2 Stunden in Moskau Vnukovo im Dunklen gelandet. Mit Bus und UBahn ging es ins Zentrum und wir sind über die Treppen der Ochotny Rjad Station mitten in die Lichter der riesigen Stadt eingetaucht. Nachdem wir in einem naheliegenden Hotel eingecheckt haben, sind wir ins „Coffeemania“ um die Ecke zum Essen gegangen, Papa hat das Cafe von einem früheren Moskaubesuch erkannt. Gut gesättigt ging es dann natürlich als erstes zum roten Platz und ins „ГУМ“. Auf diesem Platz fühlt man sich klein, umgeben vom Kreml, der Basilius Kathedrale, dem Gum und anderen großen, historischen Gebäuden. Später sind wir lange duchs nächtliche Moskau gelaufen, haben den wunderschönen, prunkvollen Supermarkt „Eliseevsky“ gefunden und waren in einer Bar. Müde sind wir dann weit nach Mitternacht ins Bett gefallen.

With just cabin luggage we went to the airport by bus. There it turned out that each peace of  cabin luggage has a fee almost as high as the ticket, while regular luggage is free. Guess what we did. Security checks are very high and professional. As the flight was delayed by 1 hour we walked around the small airport and detected another „Stalingrad exhibition“ at the airport, which was uninspired and boring. After 2 hours we arrived at Moscow Vnokovo airport and an hour later by bus and Metro we did dive in into the lights of this great city, just next to the Kremlin. We checked in our hotel and had dinner in the „Coffemania“ just around the corner, which dad new from a previous visit. Full and full of energy, we then went right away to the Red Square and ГУМ then did an extensive walk around the city center, went shopping at „Eliseevsky“ on Tverskaya St., the most beautiful grocery store in Moscow. After a last drink at a bar we went back to the hotel just after midnight.

              

(25. Oktober)

Nach einem späten und ausgiebigen Frühstück hat Papa einen Dienst seiner moskauer Rosenkreuzerfreunde besucht und ich hab Moskau erkundet. Zuerst bin ich über die bekannte Arbat-Fußgängerzone gelaufen und dann in Smolenskaya in die Metro gestiegen, um einige der berühmten Bahnhöfe zu besichtigen. Unweit vom roten Platz bin ich wieder ausgestiegen und habe mir die Basilika angesehen. Sie besteht aus 9 Hauptkuppeln und jede einzelne ist anders gestaltet. So ergibt sich außen wie innen ein farbenfrohes, freundliches Bild. Über eine kleine Treppe gelangt man in den zweitem Stock, wo man durch kleine, verwinkelte Gänge zu verschiedenen Räumen gelangt. Später bin ich noch zum weltbekannten Bolschoitheater gelaufen, bevor ich mich wieder mit dem Papa getroffen habe. Wir sind zusammen zum Pushkin Museum gelaufen. Über eine lange Schlange ging es ins imposante Gebäude. Die Architektur überzeugte, die Ausstellungen haben uns allerdings enttäuscht. Viele Kopien, die Räume wirkten etwas wahllos vollgestellt, wie in einem Lager und die Beschreibungen fast alle nur in russisch. Alles in allem war es für uns eine Zeit- und Geldverschwendung. Von hier sind wir über das Bolschoitheater zum guten aber teuren vegetarischen Restaurant „fresh“ gelaufen und haben den Tag im „Ugolek“ beendet.

After a late and extensive breakfast, dad went to a service of his rosycrucian friends while Manu did explore the city by himself. The famous Metro, with all the beautiful, old stations, the Basilika, which has 9 main domes, every of them different from out and inside, and the Bolschoi theater. In the afternoon we met again and went to the Pushkin museum. Impressive building, long queue to get in and then the exhibition itself – too many copies, items arranged like in a warehouse, descriptions in russian only. Overall  we were disappointed and considered this as a waste of time and money. After this, we again explored Moscow by feet, went to the „Cathedral of Christ the Saviour“ and then around the exclusive area behind the Bolschoi theater, where we had dinner at the good but expensive vegi restaurant „fresh“  and closed the day at „Ugolek„, a cool restaurant  and bar in the Bolshaya Nikitskaya.

                          

(26. Oktober) 

Nachdem wir unsere gepackten Taschen im Hotel abgestellt haben, sind wir zum französisch eingerichteten Frühstückslokal „Bakery Michelle“ gelaufen und haben ein tolles Frühstück genossen. Danach haben wir versucht, unsere letzten Stunden in Moskau zu nutzen. Obwohl wir wussten, dass es heute geschlossen war, sind wir wegen dem besonderen Gebäude zum „Museum of Cosmonautics“ gelaufen. Von außen sieht man nur ein silbernes Monument, welches nach oben hin gebogen ist, enger wird und in 107m Höhe in einer symbolischen Rakete endet. Nach kurzer Zeit haben wir uns wieder in die Ubahn gesetzt und sind einige wunderschöne Stationen später bei Tretyakovskaya ausgestiegen. Die dort gelegene, bekannte Gallery war leider auch geschlossen, so haben wir im „Cok“ gegenüber gegessen und uns dann angeschickt, zum Flughafen zu kommen. Moskau ist solch eine schöne Stadt, schade dass wir nicht mehr Zeit hatten. Sicher in Wolgograd gelandet, namen wir den öffentlichen Bus, der einfach ein paar Kilometer zu früh stoppte und uns zu Fuß weiter laufen ließ. Die Brücke über die Zugschienen war gesperrt, wie es aussieht wegen Baufälligkeit. Ob sich daran was ändert ist fraglich. Also mussten wir durch den Hauptbahnhof und dann durch etwas, was wohl ein Park sein soll, bis wir schließlich das Hotel erreichten. Nun war uns der Unterschied zu Moskau sehr deutlich.

After checking out, we left our luggage in the hotel and walked to the area around the Majakowskaja Metrostation. There we had a great breakfast at „Bakery Michelle“  and then enjoyed the beautiful Metro station an the park before. There they have big swings installed, which are used by people of all ages preferreably real old ones – cool!  From there we went to the Museum of Cosmonautics, which was closed today, but the memorial itself was worth the trip. The cosmonautics memorial is reaching to the sky by 107 meters with a symbolic roket at its top.  As last attraction before we had to go to the airport, we went to the galery Tretyakovskaya, which also is closed on Mondays 😒. Just opposite we discovered a vegi restaurant „Cok“ , where we had a great lunch. Then we already had to rush to our hotel, grab our luggage and take the Metro and bus to the airport. Moscow is such a great  city, what a shame, we did not have more time there. Back in Volgograd, the bus took it’s final stop about 2 km away from the hotel, so we had to find our way to cross the railway tracks and station and cross something that is supposed to be a park, before we reached our hotel. What a difference between Moscow and here. We closed the day with a good dinner and some fun in the Grand Cafe next to our hotel.

     

Entschuldigt bitte, dass wir euch hier mit so vielen Bildern bombardieren, aber wir haben einfach so viele schöne Fotos, die wir mit Euch teilen wollen. Deshalb kommen jetzt noch die schönsten Fotos der moskauer Metro.

Please excuse the many pictures here, we simply were so impressed by the many beautiful things and took soo many fotos. Here at last our best pictures from Moscow Metro:

 
 
 

  

Privét Russia

Mt. Elbrus – Europes highest Mountain (5642m)

(19. Oktober)

Nach einem weiteren tollen Frühstück, bei dem wir unsere neuen Bekannten aus Aschheim wieder getroffen haben, machten wir uns für den nächsten, großen Abschnitt unserer Reise bereit. Zwischen der georgischen und der russischen Grenze warteten wir eine gute Stunde in der Autoschlange, mussten zwei mal Einreiseformulare für Ausländer ausfüllen und konnten schließlich an die russische Grenze. Alle Zöllner waren nett, gut gelaunt und wir kamen ohne Probleme durch die Kontrollen. So fuhren wir also ins größte Land der Erde – Russland! Nun galt es, das etwas gefährliche Tschetschenien, mit Beslan und Grosny, hinter uns zu bringen. Außer einigen Polizeikontrollen, von denen aber alle korrekt und freundlich verliefen, hatten wir keine Probleme. Einer den Polizisten bat uns sogar spaßeshalber, Angela Merkel von ihm zu grüßen. Über gute Straßen, mit Blick auf den Elbrus, Europas höchsten Berg, gelangten wir Nachts nach Mineralnyje Woda, wo wir übernachteten. Sehr schön war der Bahnhof, an dem wir den großen Stellenwert der Eisenbahn für Russland zum ersten Mal erkennen konnten.

Another great Rooms Hotel breakfast, where we met our new friends from Germany and exchanged some tips. Then we prepared ourselves for the next big step in our journey. The queue started miles before the border and it took us more then an hour before we reached the border and exited Georgia without problems. And to our delight also the immigration went without problems. We were greeted by a friendly female officer and also all other customs were very supportive. After just about one hour we had passed all controls and could enter the world largest country – Russia! Now we wanted to pass the north Caucasian area as fast and safe as possible, as all info we had was „it’s dangerous“. We decided to take the road to Stavropol, whith Chechenya to the east and Cherkessk to our west. But we still had to pass Chechenya via Wladikavkaz and Beslan and not far from Grozny. To our relief, we passed the area without any problem. Evenmore, the landscape with the big caucasian mountains – including Mt.Elbrus, Europe’s highest summit – on the one side and big, flat highlands was so beautiful, that we did many fotostops and also the people we met were kind and helpful. We had to pass a control point every few miles, but all police officers were kind and correct – one even asked us to greet Angela Merkel from him. Also the streets are of good quality. All in all, we had a positive impression about the „dangerous“ north Caucasus. When the night came up, we stopped in a city named „Mineral Water“ with a beautiful train station. We were lucky as both of the big long-distance sleeper-trains to and from Moscow just had their stop when we were there. We also found a brand new hotel „Versal“, a good choice for our first night in Russia.

  

(20. Oktober)
In Mineralnyje Woda machten wir dann heute einen Boxenstopp in einem großen, modernen BMW-Zentrum. Hier wurde nochmal alles gecheckt und die Kühlflüssigkeit komplett gewechselt. Stunden später ging es am Nachmittag weiter nach Stavropol. Zum Glück war der Weg nicht weit, so dass wir unser Ziel vor Einbruch der Dunkelheit erreichten. Im Internet hatten wir uns ein Hotel gesucht, dort eingecheckt und uns auf den Weg in die Stadt gemacht, um Abend zu essen. In der Innenstadt war nicht wirklich viel zu finden, aber wir haben einen echten Glücksgriff gemacht und im cool eingerichteten „the Royce“ gegessen. Zum ersten Mal war auf dem Menu komplett auf russisch und niemand sprach englisch, aber mit unserem Profirussisch und der Hilfe einer sehr netten Bedienung ist es uns am Ende gelungen, irgendetwas zu bestellen, was dann am Ende auch noch richtig lecker war. Um 21:45 haben wir uns mit unserem Essen an die Bar gesetzt und mit dem Barkeeper Champions-League Konferenz geschaut.

We started the day with a pit stop at a new and big BMW dealer, where the cooling system was checked and the cooling fluid completely renewed with original BMW. Finally a leak-check was done, and we got our car back clean and ready to go. As this did take more then half a day, we could go on only to Stavropol today, which we reached just when it turned dark. After we had checked in a hotel, we went to the city center, where we were lucky to find a cool place for dinner, „the Royce„. It did not only look cool, also the food was perfectly arranged and yummy. This was the first time, the menue was in Russian only and we could not find anyone to help us with translation, but the waitress was very kind and helpful and we composed a perfect dinner. At 21:45 we moved to the bar, where we watched the Champions-league conference together with the barkeeper, a lot of gestural language and fun.
 

(21. Oktober)

Am Morgen haben wir gepackt, um weiter nach Wolgograd zu fahren. Vor dem Hotel, unterm Auto, wieder eine Larche. Also haben wir im Internet BMW in Stavropol raus gesucht und sind hingefahren. Wieder ein moderner, großer Autosalon mit Werkstatt. Hier wurde er nochmals gecheckt. Als wir den BMW zurückbekommen haben, war es wieder Abend, aber wir haben uns trotzdem dazu entschieden, den langen Weg nach Wolgograd noch zu fahren, um Vorwäts zu kommen. Nach der Hälfte der Strecke ist es Dunkel geworden und in Wolgograd haben wir in ein Hampton eingecheckt. Um zum Hotel zu grlangen, mussten wir über 40km an der Wolga entlang durch die Stadt fahren und waren noch nicht einmal im Zentrum. Später sind noch ein wenig durch die Stadt gelaufen.

Same procedure as the day before. There was cooling liquid under our car. Looking for the local BMW dealer (and again the address given in the internet was wrong; again the BMW location was modern and big, and they checked everything again. And again it was late when we got our BMW back. As we didn’t want to loose another day we took the tough decision to drive all the way to Wolgograd, which we reached 570 km later without any problem at about 10pm. We checked in a Hampton hotel, which had routing information along the street for 40 km. Wolgograd is stetching along the western bank of the Wolga for about 80 km. As we couldn’d find sleep, we walked to the city center and then had dinner in the hotel. 

  
 

(22. Oktober)

Wie die letzten Tage auch, war am Morgen wieder ein Fleck unterm Auto. Also selbes Spiel nochmal, ins Internet und ab zu BMW. Heute haben sie ihm über Nacht behalten, um alles zu kontrollieren. Vorher sind wir noch in die Stadt gefahren und haben eine Wäscherei gesucht. Nach dem alle Infos im Internet falsch waren, sind wir in die Bibliothek und in eine Schule, wo uns ein netter, englischsprechender Junge anbot, uns zu einer Wäscherei zu fahren. Da diese ebenfalls nicht mehr existierte, sind wir in die Richtung seines Zuhauses gefahren, und dort unsere Wäsche abgegeben. Dann sind wir weiter ins Zentrum umgezogen, ins 100 Jahre alte, top renovierte Hotel „Volgograd“ Zum Abendessen haben wir ein Restaurant, etwas außerhalb rausgesucht, zu welchem wir mit dem Taxi wollten. Nach einiger Zeit haben wir von einem Mädchen erfahren, dass man Taxis anrufen muss. Also hat sie angerufen und wir haben sie direkt mitgenommen, da sie in die selbe Gegend musste. Sie und die Taxifahrerin waren beide überrascht, dass wir in diese Gegend fahren wollten, da sie meinten, dass es dort gefährlich sei, die Fahrerin redete immer wieder von der „little Mafia“. Am Ziel hat die besorgte Taxifahrerin angeboten uns wieder abzuholen, also haben wir eine Zeit vereinbart. Das Restaurant war eine Art Kantine in einer Schule, die nicht leicht zu finden war. Die Betreiberinnen des Ladens waren Anhänger der Sri Chinmoy Bewegung, einem bekannten indischen Guru, weshalb es nur vegetatisches Essen gab (gut für uns ;)). Der Laden war sehr einfach und alternativ, aber das Essen war richtig lecker. Außerdem haben wir hier erlebt, wie die Menschen leben. Später sind wir noch zur Wolga gelaufen, ihre Größe war beeindruckend, man fühlte sich eher wie am Meer.

Same situation as the days before – there was cooling liquid under our car. But today we had first to look for a laundry (which we found after about 2 hours of searching and asking and which did cost a fortune) and we changed hotel as we found the hotel „Volgograd“ a 100 years old and perfectly renovated Grand hotel in the city center. But then we again had to look for the local BMW dealer – this time the address did work first time and again it was very modern and big. After one hour of waiting they asked us to leave the car there overnight as they need to do more tests. It was already dark, when we came back to the hotel. In the internet we found a vegi place and looked for a taxi to go there. A young lady helped us and as it was on her way, she joined us. The place was about 10 km away and the driver said she would not go there as this is an area controlled by the „little mafia“. The place actually was a school and the restaurant more the cantina. It was managed by followers of Sri Chinmoy, a famous indian guru. It was „alternative“ and basic, but the food tasted very good and we liked it. The taxi waited for us as she wanted us to be safe – and the business. Back in the city, we went to the bank of the Wolga. Very impressive, and courious to see the other shore so far away and completely dark. Then we were looking for a nice bar, but as we didn’t find any, we just strolled around in the city and then went back to the hotel. 

       

(23. Oktober)

Nach dem Frühstück wurden wir von BMW angerufen. Sie meinten, dass einige Dichtungen porös seien und sie diese gern austauschen würden, was bis Dienstag dauern würde. Wir stimmten zu und mussten nun überlegen, was wir mit den freien Tagen anfangen sollten. Unsere erste Idee, Kasan, erwies sich als kompliziert, da es keine Direktflüge gibt und der Zug mindestens 23h fährt. Währenddessen haben wir den großen Hotspot der Stadt besucht, den Mamajew-Hügel, mit der „das Mutterland ruft“ Statue. Die Anlage wurde in den 1960ern gebaut, um dem Kampf um Stalingrad zu gedenken. Natürlich werden hier die Soldaten der roten Armee geehrt, die ihr Heimatland verteidigt haben, aber uns hat die Mahnung zum Frieden ein wenig gefehlt. Über einen langen Weg, über viele Treppen und einige Skulpturen gelangt man zur Statue. Der Weg ist von Schüssen, einschlagenden Raketen und Marschmusik untermalt. Die Statue selbst, mit ihren 85m eine der größten Statuen der Welt, wirkte auf uns vor allem agressiv. Sie hat ihr Schwert gehoben und ruft ihre Landsleute in den Kampf. Hier bekommt man ein Gefühl für die große Katastrophe Stalingrads, welche durch die deutsche Armee ausgelöst wurde. Aber wir hatten ein wenig das Gefühl, dass Krieg hier verherrlicht wird. Seltsam, wenn man bedenkt, dass an diesem Ort 700.000 Menschen ihr Leben gelassen haben. – Wir wollen euch ein paar Zeilen über unseren Eindruck von Wolgograd vermitteln: bisher ist das die Stadt die unsere Erwartungen einer typischen russischen Stadt am meisten trifft. Man merkt, dass noch der sowietische Hauch über der Stadt hängt. Andererseits gibt es unzählige westliche Geschäfte und riesige Malls, deren Waren sind allerdings unbezahlbar für den durchschnittlichen Bürger. Alle Menschen hier sind freundlich zu uns und haben ein positives Bild von Deutschland. Sie lieben ihre Stadt – bestes Zitat bisher: „I love my city, I even love it’s bad roads“. Und ja, die Straßen sind wirklich schlecht, man sagte uns es seien die schlechtesten in Russland und da könnte was dran sein. Auf Nachfrage erzählte man uns, dass Putin zwar Geld zur Verfügung stellen würde, es allerdings hier in der Korruption verschwinden würde. Am Abend haben wir Tonya, das Mädchen vom Vortag zum Essen getroffen und vieles über das deutsche und russische Leben ausgetauscht. Mittlerweise haben wir unsere Möglichkeiten für die nächsten Tage überdacht und uns für einen billigen Flug nach Moskau entschieden.

After breakfast, BMW called and informed us about the test-results and their plans to fix the problem by exchanging a series of gaskets, which we of course agreed to. But they have to wait for the parts, so we will not get our car back before Tuesday. While we visited the huge monument „motherland calling“, which was built in the ninteenhundredsixties to remind of the battle for Stalingrad. It is praising the winning red army and the hundreds of thousands of their soldiers of course, but we missed the calling for peace. It is placed on a hill and you walk towards a hughe stairway with sculptures about the battles and the related sounds towards the „Hall of Military Glory“, and from there to the 85m monument of the lady, calling with her sword. In fact, you get a feeling there about this big catastrophy, that was caused by the German army and did cost 700.000 lifes, but again we felt that overall this monument is glorifying war. – A few words about our impression from Wolgograd: Overall this was the city that did meet most of our expectation about Russian cities; still the athmosphere of former Soviet times is there around. Of course there are modern, western style shopping centers, but these are unaffordable by average people. The people, we met were not at all unkind to us or germans in general, just the opposite. They love their city and seem to be willing to accept the current economic problems, which we could feel here more then in the places, we visited before. They are suffering and complaining about their corrupt leaders and the bad city infrastructure (f.i. We were told in Stavropol, that Wolgograd has the worst streets in Russia, and tend to believe it is true). They are full of admiration for Putin („Putin did approve money to improve our streets and infrastructure, but our local politicians keep the money for themselves“) and are ready for an even worse economic situation this may cause. On the other hand, they are not negative against the US and seem to even admire the „Merkel Germany“. Maybe the best quote we have heard was: „I love my city, I even love it’s bad roads“.  –  As the weather turned to really bad and there is not enough to see in Wolgograd for another 4 days, we were evaluating our options and with some luck we found cheap tickets to Moscow for the next day, which we booked with patient support from the hotel team. Then we met for dinner with Tonya, the nice young lady from yesterday. She showed us a very good restaurant and we exchanged information about our families and life in Russia and Germany.
               


Kazbegi 5047


(16. Oktober)

Zur Abwechslung mal früh aufgestanden, ging es erneut zum Kilikia Bahnhof in Yerevan, um nach Tiflis zurück zu fahren. Nach kurzer Zeit haben wir einen Minibus gefunden und es ging wieder zurück nach Norden. Mit im Bus war auch eine Gruppe von Freunden aus Bulgarien und Irland, die sich in Tiflis und Yerevan jeweils Geländewagen gemietet hatten und an den tollsten Orten in beiden Ländern waren. Wie auch schon Lewan aus Tiflis, haben die von Kazbegi and der georgisch-russischen Grenze geschwärmt. Die Fahrt verlief reibungslos, bis in einem kleineren Ort, direkt neben einer super Bäckerei, ein Reifen geplatzt war, wodurch wir die Wartezeit angenehm verbringen konnten. Es war übrigens interessant, dass der Busfahrer so lange zivilisiert gefahren ist, bis wir die georgische Grenze passiert haben. Hier hat er dann die halsbrecherische, georgische Fahrweise angenommen. Denn hier herrscht absolute Anarchie auf der Straße und besonders schlimm sind die unüberlegten, aggressiven und oft gefährlichen Handlungen vieler Fahrer.

Today we had to get up early as we want to go back to Tblisi. At the Kilikia bus station, we found a minibus in only a few minutes and just moved on. This bus did take a different route than the one on our way to Yerevan. Not along the Sevan lake, but thru the mountains, which was pefect as we could even see more of the beautiful nature. We shared the bus with a group of friends from Ireland and Bulgaria. They did rent offroad cars in Tblisi and Yerevan and went to the best places in both countries. As already Lewan from Tblisi recommended to us, also they have been excited about the Kazbegi mountain area, close to the Georgian/Russian border. In a little town we had a flat tire, but as this happened just next to a big and excellent bakery, we had a very comfortable waiting time. Also entering Georgia went fast and without any problem this time. It was amazing to see how our driver changed his driving habit just after we entered Georgia. Whil he had a relaxed and defensive style all the way in Armenia, he adopted the aggressive and dangerous Georgian driving habit just after we crossed the border. 

  

In Tiflis angekommen haben wir dann kurzfristig entschieden, unser Auto bei Lewan abzuholen, wo wir es freundlicherweise unterstellen durften und direkt Richtung Kazbegi weiterzufahren. Auf Grund der seltsamen Beschilderung und der Tatsache, dass unser Ziel erst vor einigen Jahren in Stepantsminda umbenannt wurde, haben wir uns einige Male verfahren. Das hatte aber auch etwas Gutes, denn wir sind an Mtskheta, einem schön restaurierten Örtchen vorbeigekommen. Im Zentrum haben wir die schönste der vielen orthodoxen Kirchen auf unserer Reise gefunden. Da es schon sehr spät war und es im Dunklen gefährlich und anstrengend ist zu fahren, haben wir in Gudauri beschlossen zu Übernachten.

In Tblisi, we spontaneously decided to pick up our car from Lewan’s place, where he was so kind to allow us to park it during our trip to Armenia, and directly move on to Kazbegi (which was renaned to Stepantsminda just 10 years ago), which we were eager to see. The way is the famous Georgian Military Highway, which was built in the 17th century to connect Russia with the south Caucasian countries. As the signs are sometimes somewhat confusing or missing, we lost our way a few times. But also this had its  positive side as otherwise we woul not have seen the cathedral of Mtskheta, which turned our the most impressive and beautiful church, of the many, we have seen all over Georgia. As it was late already and driving in the night is dangerous, we stopped in the ski resort Gudauri to spend the night there.

      

(17. Oktober)

Heute wollten wir früh aufzustehen, nach Kazbegi weiter zu fahren, um dort zu frühstücken. Sobald der Zündschlüssel im Auto gedreht war, wurde dieser Plan von einem Warnsignal durchkreuzt: „Bitte Kühlwasser prüfen“ Nicht schon wieder! Also sind wir ausgestiegen, haben nachgesehen und der Kühlwasserbehälter war leer. Bald kam ein hilfsbereiter Mitarbeiter des Hotels, der zu unserem Glück sogar gut deutsch sprach. Er rief seine Kollegen und sie schauten sich das Problem an. Wir hatten den Eindruck, dass sie sich auskannten und sie hatten schnell eine Erklärung für das Problem gefunden, es war zu viel Luft im Kühlsystem. Da keine undichte Stelle im Kühlsystem zu finden war, versuchten sie die Luft durch Zirkulation aus dem Kühlsystem zu beseitigen, um den BMW fahrtauglich zu machen, damit wir zur BMW-Werkstatt nach Tiflis zurück fahren konnten. Da das neue Wasser im Kreislauf geblieben ist und der Wärmetauscher wieder funktionierte, meinten sie, das Problem selbst beseitigen zu können. Nun  versuchte der freundliche, deutschsprechende Georgier ein Frostschutzmittel zu besorgen, welches er dann mit seinem Auto an einer nahegelegenen Tanke holte. Kurze Zeit später hieß es, wir könnten unsere Fahrt nach Russland fortsetzen. Wir hoffen, dass sie Recht haben und wollen bald eine Werkstatt aufsuchen, um das Auto kontrollieren zu lassen.

We were eager to come to Kazbegi and left the hotel early in the morning. But the day had different plans for us. When we tried to start the engine, there was a signal „check cooling liquid“. Which we did immetiately and – the cooling liquid tank was empty – oh no!   While we considered our options, a nice, german speaking guy came out of the hotel. He called some of his colleagues and two of them seemd to have good technical knowledge about older BMW cars. They diagnosed air in the cooling system as the reason that caused our problem. As they could not find a leak in the system, they tried to eliminate the air to allow us to go back to Tblisi to have the car checked and repaired there. To our surprise the new water remained in the cooling system and all valves and thermostates seemd to work again properly. So they offered us to go with their car to the next gas station and buy antifreeze cooling liquid there, refill the cooling system without air in it. If everything works and still no leak appears, we should be able to continue our journey towards Russia. Which we did. Let’s hope our green travel partner continues to bring us safe onwards.

    

Uns gehen jetzt langsam die Superlative für die Natur aus, aber diese Region übertraf schon wieder alles vorherige. Wir befinden uns hier auf über 2400 Metern, die Berggipfel, einige über 5000m hoch, sind schon schneebedeckt. Das Tal ist nach dem 5047m hohen Berg Kasbek benannt, an den nach der griechischen Mythologie Prometheus gekettet war, weil der den Menschen das Feuer brachte. Kazbegi ist sehr ruhig und idyllisch, komplett anders als der Skiort Gudauri, in dem wir letzte Nacht verbracht haben. In Stepantsminda haben wir das von vielen Seiten als bestes Hotel Georgien bezeichnete „Rooms Hotel Kazbegi“ gefunden. Es gehört zu den besten Bergresorts der Welt und hat uns super gefallen. Hier wurde sehr viel mit Holz und Stahl gearbeitet und es passt perfekt in seine Umgebung. Es ist aber absolut kein prunkvolles Luxushotel, sondern wirkt sehr jung und modern. Am schönsten ist die Lobby, sie ist geräumig und steht voll mit Bücherregalen, Sofas, Tischen und coolen Accessoires, so dass sie wie ein riesiges Wohnzimmer wirkt. Ich schreib diese Zeilen zum Beispiel auf einem Tisch, der wie eine Bergwerkslore aussieht. Da wir wegen dem Kühlerproblem spät eingecheckt haben, haben wir uns beeilt, eine kleine Wanderung zum Elia Kloster, nicht weit vom Hotel, zu machen. Wir sind durch den Wald gewandert, in dem uns einige Pferde mit neugierigen Fohlen begegnet sind. In der Dämmerung haben wir das idyllisch, zwischen Bergwand und Wald liegende Kloster erreicht. Im Inneren las ein Mönch einigen Menschen vor, es war so eine schöne Stimmung, dass wir bis zum Ende blieben, obwohl wir kein Wort verstehen konnten. Als wir das Kloster verließen, um einen anderen Weg zurück zu gehen, war es fast Dunkel. Der Himmel, die Wälder und die Berge erzeugten ein wahnsinnig schönes Bild. Auf dem Weg begegneten uns wieder einige wilde Pferde, welche uns erlaubten, die zu streicheln. Als wir das Hotel fast erreicht haben, wurde von der Terasse auch noch ein Feuerwerk gezündet. Bis tief in der Nacht saßen wir dann in der Lobby mit vielen anderen Leuten, die gelesen, gegessen oder sich unterhalten haben.

We thought we already did see  the best, nature has to offer on our journey, but we were proved wrong! We are at about 2400 m altitude, surrounded by summits, some of them higher than 5000 m. The area is named after the Mt. Kazbek which is 5047 m. According to Greek mythology, it is the mountain where Prometheus was chained by the gods as he did bring the fire to men. It’s an area full of quiet nature and quite different from the ski arena in Gudauri, where we spent the night yesterday. Evenmore we did find  one of the worlds best mountain resorts in Stepantsminda. The  „Rooms hotel Kazbegi“ is perfectly integrated in the nature here – by material, colours and design. Due to our problem with the cooling system, we checked in late and then hurried up for a hike to the Elia monastery not too far from the hotel. It turned out to be perfect! In the monastery there was a prayer or better a reading. We did not understand one word, but the athmosphere was so serene, that we listened almost to the full reading. It was nearly dark when we left the monastery and we walked down in the night with a great view over the Kazbegi valley. On the way we passed a group of wild horses, some of them allowed to be caressed. Short before we reached the hotel, they burned a firework. As there was going on a lot in the hotel lobby, which is designed like an oversized living room with sofas, armchairs, bookshelfs, tables from small to very big, fireplace …, we did stay there almost until 2am.  

                 

(18. Oktober)

Weil es hier so schön ist und es noch viel zu sehen gibt, haben wir unseren Aufenthalt noch einen Tag verlängert. Nach einen tollen Frühstück haben wir die Wanderschuhe geschnürt und wollten nach Gveleti fahren. Als der Taxifahrer 40 GEL wollte, haben wir beschlossen zu trampen. Nach einiger Zeit hielt ein Postauto und brachte uns nach Gveleti. Hier sind wir einige Zeit über kleine Wege und über Felsbrocken, an einem kleinen Fluss entlang durch eine Schlucht gelaufen, bis zu einem Wasserfall. Es war ein wahnsinnig tolles Bild wie er tosend aus der Höhe in die Schlucht fiel. Nach einiger Zeit sind wir zurück, um in die Nachbarschlucht zu einem noch größerem Wallerfall zu laufen. Hier haben wir unsere Taschen mit Essen geplündert und sind zurück zu Straße gelaufen, um per Anhalter zurück nach Stepantsminda zu fahren. Lange hielt niemand an, bis aus einem SUV jemand herausrief „wartet kurz, wir nehmen euch gleich mit“. Es waren Deutsche, die uns schon vorher im Hotel gesehen haben. Auf der Fahrt haben wir herausgefunden, dass sie nur einem Steinwurf von uns entfernt, in Aschheim wohnen.

As it is so beautiful here, we decided to stay one more day. After a delicious and healthy breakfast, we took on our hiking boots as we wanted to go to Gveleti, close to the Russian border. The taxis asked for 40 GEL – more then we had to pay for the ride from Tblisi to Yerevan, so we decided to walk & hike. After a while a postal car did take us to Gveleti. There we walked thru a gorge towards a waterfall at the end. The roaring water and the cliffs around us did  really impress us. We also had heard about an even bigger waterfall in a neighboring canyon and made us on our way. It was true, this one was even more impressive and had a bassin at it’s base. Here we had a little picknick and emptied all food and water he did carry with us. Back at the Georgian Military Highway, we did see a hughe line of trucks queueing for miles all the way to the Russian border. Here we had to wait a while as no one did stop to give us a ride. Then suddenly we heard a lady saying in German „hi guys just wait a minute, we’ll give you a ride“. It was a couple, who had seen us in the hotel before. On the way, we found out that they are Germans, living just a few miles from our home. 

              

Sie waren sogar noch so nett, uns in ein Dorf oberhalb von Stepantsminda zu fahren und zeigten uns einen Wanderweg, über den wir die Gergetier Dreifaltigkeitskirche gut erreichen konnten. Sie liegt auf dem Gipfel eines Berges, den man vom Hotel aus vor dem Kasbek sehen kann. Da wir dachten, dass die Kirche auf dem Gipfel der Felswand steht, an der wir gerade entlang gingen, beschlossen wir kurzerhand, die Wand einfach hochzugehen. Es war zwar anstrengend, da es hier keine Wege oder ebene Stellen gab, aber als wir am Bergkamm angekommen sind, konnten wir das Tal sehr gut überblicken. Die Kirche konnten wir alerdings immer noch nicht sehen, also mussten wir den Bergkamm entlang bis zu seinem Gipfel gehen und dann sogar noch etwas weiter auf einen benachbarten Gipfel, auf dem die Gergetier Dreifaltigkeitskirche stand. Sie ist ein Touristenhotspot und war dem entsprechend ziemlich überlaufen, sodass wir froh über unsere einsame Wanderung waren. Aber man konnte nun den Kezbek noch besser sehen und er wirkte noch gewaltiger. Abends haben wir uns dann im schönen Wellnessbereich des Hotels erholt.

They were experienced with Caucasian countries and did give us some useful tips and as an extra service they did even drive us in the village next to the famous Gergeti Trinity church, which we also wanted to see but did not even think, we’d have enough time to go there too today. Gergeti Trinity monastery can be seen from our hotel on a summit just next to Mt.Kazbek. We decided to take the direct route up to the monastery, but this was very steep and the way up was far longer than we had estimated. But we were rewarded with a stunning view and also the monastery was very well worth the visit. On the backside of it, we could see the track to the basecamp for Mt.Kazbek climbers. It was dark alredy when we came back to the hotel, where we did swim and sauna and then had a great dinner at the end of this great day.

         

 

Karabach im Nebel

(13. Oktober)

Nachdem wir am Morgen wieder einmal viel zu lang gebraucht haben, um mit gepackten Rucksäcken aus dem Hotel zu kommen, haben wir am Kilikia-Busbahnhof erfahren, dass der einzige Bus nach Stepanakert, der Hauptstadt von Bergkarabach, um 10:00 gefahren ist. Also haben wir uns ein Gruppentaxi gesucht, vor welchem wir gewartet haben, bis es voll war. Über eine Passstraße ging es durch das wunderschöne, steinige Kaukasusgebirge. Abwechslungsreiche, zerklüftete Berge, Täler und Ebenen in allen möglichen Farbtönen so weit was Auge reicht. Armenien präsentierte sich wieder einmal von einer sehr schönen Seite. Nach etwa zwei Drittel der Strecke zog dichter Nebel auf, der aus Entfernung wie ein riesiger Wasserfall wirkte, welcher sich über die Bergketten schiebt. Sobald wir aber hineingefahren waren, ließ er höchstens noch zu, dass man die Rücklichter des vorderen Autos und ein wenig Straßenmarkierung sehen konnte, die zum Glück größtenteils vorhanden war. Schnell waren alle Scheiben beschlagen und es ging nur noch schleichend vorwärts. Als unser Vordermann abgebogen war, wurde die Orientierung für den Fahrer noch ein wenig schwieriger. Die Grenze zu Bergkarabach war ein kleines Häuschen, an dem wir unseren Pass gezeigt haben und einen Zettel mit einer Adresse in Stepanakert bekommen haben, an der wir morgen unser Visum holen sollten. Jetzt befanden wir uns offiziell in Aserbaijan, allerdings ist Bergkarabach selbstständig regiert und sieht sich als eigenen Staat, der gerne zu Armenien gehören würde. Die Grenze nach Aserbaijan ist geschlossen. Nach weiteren 60km durch die Nacht bei dichten Nebel, haben wir Stepanakert erreicht und und sind mit viel Glück auf das „Vallex Garden“ Hotel, das beste Haus im Ort, gestoßen.

As usual we were late this morning. When we were finally ready to check out from the hotel, a heavy rain just started and we went back in the hotel for a tea. Now the chances were pretty low to catch a bus to Nagorno-Karabakh, but we went to the bus station anyway and with some luck we found a taxi to take us there. When it was filled up, it started to a real sightseeing trip. Mountain roads climbed several passes and after each the nature and the colors changed dramaticly. Towards evening fog came up. From the distance it looked like a waterfall coming from the mountains ahead of us, but after a while we had to dive in with practical no sight. Our driver had to slow down and was happy if he could see the backlights of the car ahead of us. The border to Nagorno-Karabakh was a small house where we just had to show our passports and received a paper with the address in Stepanakert where we had to ask for our visa. We are now in one of the most curious states in the world. Officially this is Azerbaijan, but Nagorno-Karabakh declared indepency after a war in the nineties. Still today only Armenia is accepting it as an independent state. This situation creates some curious situations. For instance the time; „officially“ time here is the same as in Armenia, but our phone automatically  switched one hour forward to Azerbaijan time. International „officially“ the area still belongs to Azerbaijan. Borders to  Azerbaijan are closed now, the only way in and out are via Armenia. After 60 more kilometers we reached the „capital“ Stepanakert. It was heavily raining and late in the night, but with good luck we just did run into „Vallex Garden“, the best hotel in town.  

    
 

(14. Oktober)

Im Außenministerium haben wir uns heute für je 3000 AMD (ca. 6 €) unser Visum geholt. Dann haben wir nach einem Taxifahrer gesucht, der uns nach Agdam fährt, obwohl das offiziell verboten ist. Agdam war vor dem Bergkarabachkrieg eine Stadt mit 70.000 Einwohnern, wurde im Krieg vom armenischen Militär nahezu zerstört und ist heute eine Geisterstadt. In Aserbaijan wird Agdam als „aserbaijanisches Hiroshima“ angesehen. Der Nebel war uns auch heute treuer Begleiter, was die Athmosphäre dieser Stadt noch eindrucksvoller machte. Glücklicherweise hinderte uns auf dem Weg niemand am weiterfahren. In der Mitte der Stadt ist eine persische Moschee, welche als einziges Gebäude noch erhalten ist. Die Eingangstore waren zwar alle verschlossen, aber eine kleine, verfallene Treppe an der Seite brachte uns erst ins Innere der Moschee und dann in die Kuppel von einem der Minarette. Nun konnten wir das ganze Ausmaß dieser Geisterstadt überblicken, Schützengräben, Ruinen und zerstörte Fahrzeuge, soweit das Auge reicht. Die ganze Zeit war man in Agdam von einer unendlichen Stille und Einsamkeit umgeben, welche ein seltsames Gefühl erzeugten. Wir haben uns nicht getraut, besonders viel herumgelaufen, da wir schon den ein oder anderen Soldaten gesehen haben und nicht verjagt werden, oder gar unsere Fotos riskieren wollten.

Also today is a foggy day. The address we received at the border yesterday actually is the „ministery of foreign affairs“, where we did very easily receive beautiful, colorful visa for just 3000 Armenia Drams (~6 €) each. Then again with a lot of luck we found a taxi driver who was willing to drive us to Agdam despite this is strictly prohibited. Also the military that is protecting the area did let us pass. Before the war about Nagorno Karabakh, Agdam had a population of  about 70.000 people and today it is a deserted and destroyed ghosttown. The Armenians did destroy every single house – except the (persian) mosque. The Azerbis today refer to Agdam as their „Hiroshima“. After we passed miles of destroyed houses, we finally reached the mosque. Here we left the car and could just feel the total silence and depressing atmosphere. The doors were closed but we found a few, half destroyed stairs, that led us into the mosque and from there we found our way into one of the two minarets.  We climbed all the way up to the top of the minaret and from there, we did see the full extend of the demolition. Miles and miles of destroyed houses, cars and trenches. The fog did even multiply the depressing silence and it took us a while before we started to speak again. We did walk only a brief way around the mosque as we had seen some soldiers from the minaret and did not want to provocate trouble.  On our way back to Stepanakert, we saw a number of military vehicles and trucks moving tanks. 

    
    
    
    
 

Also sind wir bald wieder nach Stepanakert zurück und haben einen Bus in das 8km entfernte Shushi genommen. Dort war der Hotspot – das Museum – schon geschlossen, also sind wir durch eine Reihe verfallener und verlassener Gebäude zur Burg gelaufen. Hier haben wir die Auswirkungen der verschiedenen Konflikte gesehen, Shushi hat in den letzten 100 Jahren 90% seiner Bevölkerung verloren. An der Burg haben wir uns nur kurz aufgehalten, da es vom Nebel nass und fast dunkel war und sind bald wieder zurück gefahren. 

Back in the city, we took a local bus to Shushi. There we found the museum closed and so we walked thru the fog along some deserted and demolished buildings to the castle. Also here we could see and feel the results of the many conflicts in this area during the last century – Shushi did loose around 90% of its population during the last 100 years. As it became dark and we were wet from fog and rain, we took the next bus back to Stepanakert. What a very special day this was today!  

    
    
         

(15. Oktober)

Heute sind wir zum Busbahnhof von Stepanakert gelaufen und haben uns ein Taxi nach Yerevan gesucht. Nach kurzer Zeit befanden wir uns zu 5. im kleinen Renault eines nett wirkenden, älteren Taxifahrers und waren unterwegs. Der Nebel hat heute immer wieder aufgezogen und uns den Blick über das weite Land gewährt. Nachdem wir den Grenzübergang zurück nach Armenien passiert haben, an dem wir nur kurz eine Bescheinigung des Außenministeriums vorzeigen mussten, war der Nebel wieder verschwunden und es wurde wärmer. So ging es mit dauerhaftem Blick auf die tolle Landschaft weiter und wir machten hunderte Fotos. Ärgerlich war nur, dass unser Fahrer einen … Fahrstil hatte und uns in einige gefährliche Situationen brachte. 6 Stunden später sind wir in Yerevan angekommen, haben im bereits bekannten Hotel eingecheckt und sind in der coolen Tapasbar „Tapastan“ um die Ecke Essen gegangen.

After checking out we walked to the bus station and pretty soon we found a driver to bring us back to Yerevan. We were 4 passengers and the driver, a sympathic middle aged man in his small Renault. Unfortunately he had a hard driving style, created a set of critical situations and had his brakes ruined when we arrived in Yerevan; but after 6 hours we DID arrive, even without any incident. The journey was even more stunning as the way to Nagorno-Karabakh as the fog lifted soon after we entered Armenia again and we did take hundereds of photos and had a hard time to select the few for this blog. Back in Yerevan we had to go to the Cascade again to take more pictures of Mt.Ararat, then we checked in in „our“ hotel Diamond House again and went to a fancy Tapasbar „Tapastan“ around the corner.